Der A-Team Van – der coolste Kleintransporter der Filmgeschichte

Im GMC Vantura gegen das Verbrechen
Hoher Wiedererkennungswert: Der A-Team Van
Solche Repliken des A-Team Van sind auch auf deutschen Straßen anzutreffen. Paul Stringer / Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 20.12.2016

Vans und Kleintransporter sind im Allgemeinen nicht für ihre Coolness bekannt. Die kantigen Autos transportieren höchstens einmal die Familie zum Campingausflug auf die nächste Grünfläche oder den Hund zum Tierarzt. Oder eben vier Vietnamveteranen, die auf der Flucht vor der Militärpolizei allerlei haarsträubende Kriminalfälle lösen. Die Rede ist natürlich von Hannibal, Face, Murdock und B.A. Baracus, auch bekannt unter dem eingängigen Namen Das A-Team. Immer dabei ist der fahrbare Untersatz der Vier: Ein GMC Vandura, der regelmäßig von Kugeln durchsiebt wird, aber spätestens in der nächsten Episode wieder wie neu dasteht.

Der A-Team Van – amerikanisch innen wie außen

Der A-Team Van ist selbstverständlich kein ganz normaler Transporter. Zur Sonderausstattung gehören die auffällige Lackierung in Schwarz und Grau und der Heckspoiler, der angesichts der katastrophalen Aerodynamik des Vandura eigentlich nur der Zierde dienen kann. Im Innern des Vans befindet sich, je nach Episode, eine Überwachungsausrüstung, eine Druckerpresse, oder ganz im Sinne des amerikanischen Traums, ein Waffenschrank. Die Stärke des Motors wird, je nach Quelle, mit 200 bis 250 PS angegeben. Fast schon bescheiden für ein Filmauto, noch dazu ein amerikanisches.

Robuster Kugelfang

Es ist nicht bekannt, wie viele A-Team Vans während der Dreharbeiten der mehr als 90 Episoden zu sehen waren, oder wie viele dieser Autos die Dreharbeiten überlebten. Heute existieren noch genau zwei der Originale, eines in den Universal Studios in Los Angeles und eines in einem englischen Filmmuseum. Der Van in der Serie brannte mehrmals aus, wurde beschossen, in Gewässern versenkt, durch Wände gefahren und weit außerhalb seines eigentlichen Einsatzgebietes bewegt. Die Tatsache, dass der Kleintransporter in der nächsten Folge wieder voll einsatzfähig war, ist wohl auf B.A. Baracus’ mechanische Fähigkeiten zurückzuführen. Oder sollte am Ende doch ein wenig Filmmagie am Werk gewesen sein?

Werbung für den A-Team Van

Der GMC Vandura war, als die erste Episode der Serie erschien, noch gar nicht auf dem Markt. Um die, für damalige Verhältnisse recht aufwendige, Produktion finanzieren zu können, schloss man einen Deal mit GMC: Der Vandura würde in der Serie immer wieder sehr prominent auftauchen, dafür sollte der Autobauer aus den USA das Studio immer wieder mit frischen A-Team Vans versorgen. Das GMC-Emblem wird darum zumindest in den ersten Episoden immer wieder deutlich gezeigt. Die Produktion des Vandura endete 1996, nachdem GMC den Transporter fast 25 Jahre lang weitgehend unverändert produziert hatte. Gut erhaltene Modelle sind bei Sammlern und Fans der Serie heute überaus beliebt.

Das Kultauto des A-Team

Das A-Team ist auch heute noch Kult, und das, obwohl die Serie nach modernen Standards kaum etwas richtig macht. Immer wieder klaffen tiefe Logiklöcher in den Episoden, beispielsweise wenn dem A-Team Van offenbar in nur wenigen Sekunden ein Sonnendach wächst oder sich die Lackierung spontan ändert. Das, überwiegend männliche, Publikum liebt die Serie trotzdem und echte Fans bauen immer wieder erstaunlich originalgetreue Replikas des A-Team Van.

(Bildmaterial: Bildquelle)


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