Angst vorm Autofahren: Wenn die Panik das Steuer übernimmt

Gelassen und ruhig durch den Straßenverkehr
Nur keine Angst, so gefährlich ist Autofahren auch nicht.
Angst vorm Autofahren? Damit sind Sie nicht allein. TheBlackRhino/Shutterstock.com
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Einleitung von Berit Hoffmann, Redakteur bei PKW.de 20.09.2018

Autofahren ist die normalste Tätigkeit der Welt, oder? Zwar gibt es [immer mehr Leute], die sich mit dem Autofahren gar nicht erst auseinandersetzen wollen, die sind aber noch in der Unterzahl. Und dann gibt es einfach jene, die panische Angst vorm Autofahren haben. Wenn einen die Panik am Steuer überkommt, hilft erstmal nur eines: rechts ranfahren. Wenn die Panikattacken allerdings nicht aufhören, könnte das Problem tiefer liegen. Wir bei PKW.de sind natürlich keine Mediziner, darum können wir auch keine medizinischen Ratschläge geben. Was wir aber mit Sicherheit sagen können: Sie sind nicht allein, und es gibt Hilfe.

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Angst vorm Autofahren hat viele mögliche Ursachen

Angst vorm Autofahren kann viele verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten tritt sie bei Menschen auf, die einfach nicht viel fahren und deswegen unsicher und zögerlich sind. Besonders junge Eltern, die plötzlich auf das Auto angewiesen sind, um den Alltag mit Kindern meistern zu können, bekommen es schnell mal mit der Panik zu tun. Nicht nur, dass man sich in eine ungewohnte und potenziell gefährliche Situation begeben muss, man trägt auch noch die Verantwortung für ein junges Leben, das auf dem Rücksitz vielleicht sogar noch laut seinen Unmut kundtut. Für solche Autofahrer gibt es gleich zwei gute Nachrichten: Erstens ist so eine Angst eine ganz normale Reaktion, zweitens legt sie sich meistens mit zunehmender Erfahrung im Straßenverkehr.

Eine der Hauptursachen für Fahrangst: Der Stress

Etwas schwieriger wird es, wenn die Angst vorm Autofahren eine andere Ursache hat. Starker Stress ist zum Beispiel ein idealer Nährboden für Panikattacken. Probleme im Job oder im Privatleben, die zu viel Zeit zum Wachsen haben, verursachen oft mehr Probleme. Angststörungen sind eine davon. Sie treten ganz plötzlich auf. Wenn Sie die Panik überkommt, ist es wichtig, möglichst schnell und kontrolliert von der Straße zu kommen. Vielen Angstpatienten hilft das kontrollierte, bewusste Atmen, um die schlimmste Panik in den Griff zu kriegen. Dann können Sie zumindest Ihre Fahrt fortsetzen.

Um die Angst vorm Autofahren dauerhaft zu bekämpfen, bedarf es aber etwas mehr. Zuallererst sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen. Es muss nicht gleich ein Psychotherapeut sein: Manchmal hilft es schon, ein paar Stunden in einem Fahrsimulator zu absolvieren, um Sicherheit zu gewinnen. Dabei könnte zum Beispiel der ADAC helfen. Alternativ können Sie auch bei der Fahrschule Ihres Vertrauens nachfragen.

Lernen gegen die Panik

Apropos Fahrschule: Es mag sich zwar so anfühlen, aber es ist keine Schande, noch ein paar Fahrstunden zu nehmen, auch wenn man den Führerschein schon seit Jahren in der Tasche hat. Man wird wohl mit der Fahrschule ein besonderes Arrangement ausmachen müssen, aber so lange man den Unterricht bezahlen kann, wird sich schon eine Fahrschule finden lassen. Hilfreich kann auch ein Fahrsicherheitstraining sein. Am besten fragen Sie beim ADAC oder einem ähnlichen Automobilclub nach.

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Mit Angst vorm Autofahren ist man nicht allein

Angst vorm Autofahren ist weiter verbreitet, als man denken mag. In einer Gesellschaft, die so sehr vom Auto abhängig ist wie die unsere, kann sie eine starke Einschränkung sein. Trotzdem: Sie sind nicht allein und es gibt Möglichkeiten, die Angst vorm Autofahren zu besiegen. Das passiert allerdings nicht von heute auf morgen. Wer sich Zeit lässt und sich Hilfe holt, findet sich im Straßenverkehr bald gut genug zurecht, um mit wirklich jeder Situation gelassen umgehen zu können.


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