ATS Wild Twelve.
Sieht schon verdammt seriennah aus: ATS Wild Twelve.

Italo-Zombie aus der Bugatti-Gruft

ATS Wild Twelve – die vielleicht schönste Rakete der Welt

Köln, 16.06.2015 – ATS ist nur eine von vielen italienischen Sportwagen-Marken, die als lebende Tote durch die Autowelt geistern. Erst im April 2015 hat ATS mit dem 2500 ein vielversprechendes Einzelstück vorgestellt. Ob es wirklich ein Serienmodell geben wird, bleibt allerdings abzuwarten. Gleiches gilt wohl auch für einen Entwurf, den die kleine Autodesignfirma Studio Torino als ATS Wild Twelve nun in einer Weltpremiere vorgestellt haben will. Zumindest jüngst veröffentlichte Bilder zeigen eine verblüffend real wirkende und überaus spektakuläre Superflunder.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 16.06.2015

Spektakulär, avantgardistisch und eigenständig wirkt bereits die flache und zerklüftete Front, die in einem großen schwarzen Schlund mehrere als Frontscheinwerfer dienende Projektionsleuchten halb versteckt. Hier gibt es keinen Kühlergrill und auch keine großen Scheinwerfergehäuse mit Böseblick. Scharf sieht auch das Heckdesign des 1,20 Meter flachen Keils aus, dessen 4,40 Meter lange Silhouette an einen Lamborghini Gallardo erinnert. Die Rückenpartie wirkt wie das Ende eines Jets mit einer mächtigen Turbine. Zumindest der zentrale Riesenauspuff vermittelt diesen Eindruck. Auch hier sind die schmalen Heckleuchten-Streifen halb versteckt.

Grandioses Motoren-Trio

Atemberaubend: Das Hinterteil des Wild Twelve.<
Atemberaubend: Das Hinterteil des Wild Twelve.<

Unter einer großen Glasabdeckung soll ein mächtiger, doppelt aufgeladener Zwölfzylinderbenziner stecken, der im Zusammenspiel mit zwei zusätzlichen Elektromotoren 860 PS und 918 Newtonmeter Drehmoment mobilisieren soll. Dabei verfügt das Fahrzeug über einen Allradantrieb, denn während der Verbrenner die Hinterräder mit Kraft versorgt, wirken die E-Maschinen allein an der Vorderachse. Gekoppelt ist der V12 an eine neunstufige Automatik und soll so in verblüffend kurzweiligen 2,6 Sekunden den Wild Twelve aus dem Stand auf Tempo 100 schieben. Die 200er-Marke soll sogar nach bereits 6,2 Sekunden fallen. 390 km/h sind nach Angaben von Studie Torino möglich.

Verbrauch? Der Wild Twelve kann als Null-Emissions-Auto oder als Dreckschleuder bewegt werden, je nachdem, welchen Fahrmodus man bevorzugt. Dank einer Lithium-Ionen-Batterie an Bord soll man rein elektrisch bis zu 30 Kilometer fahren können. Wer stets nur Kurzstrecken fährt und fleißig lädt, wird also kein Benzin verbrauchen. Wer sich hingegen austoben will, wird wohl mit Benzinverbrauchswerten jenseits der 20 Liter rechnen müssen.

Kommt aus einstiger Bugatti-Schmiede

Der Wild Twelve sieht einem Gallardo nicht unähnlich.
Der Wild Twelve sieht einem Gallardo nicht unähnlich.

Nicht nur in Hinblick auf die Technik lässt Studio Torino die Öffentlichkeit im Ungefähren. Ein Preis und eine eventuelle Verfügbarkeit werden gar nicht erst genannt. Angeblich sollen 30 Exemplare des Wild Twelve entstehen, der dann in einem Werk im italienischen Campogalliano gefertigt werden soll, in einem Werk, wo einst Anfang der 1990er auch der Bugatti EB110 gefertigt wurden. Ob es jemals dazu kommen wird, bleibt abzuwarten. Mit dem Wild Twelve hat Studio Torino zumindest in eindrucksvoller Weise gezeigt, welche kreative Kraft in der kleinen Designfirma steckt. Was die Optik betrifft, strahlt dieser Entwurf einen maximalen Will-haben-Faktor aus.

(Bildmaterial: Studio Torino)


Alle Artikel in: Autonews

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