Eine ehrliche Haut

Donkervoort D8 GTO Bare Naked Carbon Edition gibt sich ungeschminkt
Donkervoort D8 GTO Bare Naked Carbon Edition
Wozu übermalen: Carbonschwarz steht dem Endzeit-Racer von Donkervoort gut.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 23.04.2015

Köln, 23.04.2015 – Donkervoort, alter niederländischer PS-Adel, hat mal wieder eine kleine Überraschung für seine Fans: Bei der Bare Naked Carbon Edition wird auf farbigen Lack verzichtet. Das tolle Leichtbaumaterial Carbon zeigt sich beim D8 GTO damit von seiner natürlich Schönheit.

Seit 2013 bieten die Holländer, die bereits seit Ende der 1970er-Jahre mit ihren Modellen der Seven-Klasse von sich reden machen, den enorm vortriebsstarken D8 GTO. Eine Spezialität der Holländer ist es, das Gewicht niedrig zu halten. Obwohl an dem zigarrenartigen Zweisitzer nicht viel dran ist, werden die wenigen Außenhautteile in besonders leichtem Carbon gefertigt. Einige dieser Karosserieteile konnte sich der Kunde bereits in Sichtcarbon bestellen. Jetzt geht die Bare-Naked-Edition einen Schritt weiter und präsentiert ihren Leichtbaukörper gänzlich ohne Farb-Chichi.

Stattdessen werden die Carbonteile mit einer transparenten Schutzschicht lackiert, die im Vergleich zum normalen Lack ein wenig Gewicht einsparen hilft. Außerdem gibt es jetzt mehr Carbon denn je. Auch im Innenraum wurden diverse Teile, ob Zündschlossblende oder Einstiegsleisten, aus Sichtcarbon gefertigt. Das Resultat kann sich sehen lassen, vor allem für diejenigen, die auf Endzeit-Racer-Optik stehen.

In 2,8 Sekunden von null auf 100

Black Beauty: Donkervoort D8 GTO Bare Naked Carbon Edition.
Black Beauty: Donkervoort D8 GTO Bare Naked Carbon Edition.
Letztlich geht es aber auch um Gewicht und Perfomance. Von Ersterem bietet der D8 GTO wenig, von Letzterem viel. Während die Touring-Version 730 Kilogramm wiegt, sind es bei einer Perfomance-Variante sogar nur 695 Kilogramm. Im Bug kommt ein 2,5-Liter-Fünfzylinderbenziner von Audi zum Einsatz, der in den Leistungsstufen 340 und 380 PS angeboten wird. 3,3 respektive 2,8 Sekunden dauert damit der Sprint, bei 250 km/h ist in beiden Leistungsvarianten Schluss. Wer diesen besonderen Dynamikspaß in vollen Zügen genießen will, sollte möglichst furchtlos sein, denn Hightech-Spielereien wie ABS oder ESP gibt es nicht.

Mittellos darf ein Donkervoort-Interessent hingegen nicht sein, denn bereits als Touring werden in der Standardversion 150.000 Euro abgerufen. Als Bare Naked wird der D8 GTO vermutlich noch deutlich teurer werden.

(Bildmaterial: Donkervoort)


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