Die Fahrprüfung bestehen – so geht’s ohne Stress

Mit dem Führerschein endlich in die weite Welt
Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Fahrprüfung
Auf in die Freiheit, natürlich mit dem Auto. AngeloDeVal / Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 20.04.2018

Sie ist nicht nur die ultimative Reifeprüfung und der Sprung in die erste echte Selbstständigkeit, sie ist für viele auch ein echter Angstgegner: Die Fahrprüfung. Wer sie besteht, darf endlich selbst ein Auto lenken. Wer aber durchfällt, muss sich nicht nur dem Spott seiner Mitmenschen aussetzen, sondern zweifelt oft auch an sich selbst und den eigenen Fähigkeiten. Und ein bisschen Angst ist durchaus berechtigt, denn es gibt Fahrprüfer, die so hartnäckig nach Fehlern suchen, dass die Nervosität noch weiter steigt. Damit ihr trotzdem elegant durch die Fahrprüfung kommt, haben wir die häufigsten Fehler zusammengetragen und geben Tipps, wie man sie am besten vermeidet.

Fahrprüfung bestehen: In der Ruhe liegt die Kraft

Panik kommt meistens von innen. Wer am Vortag der Prüfung früh ins Bett geht und ausgeschlafen ins Auto steigen kann, steigert seine Chancen auf einen Führerschein schon von Anfang an. Wer außerdem ein paar Minuten früher am ausgemachten Ort ankommt, hat Zeit, sich in Ruhe mit dem Prüfer vertraut zu machen und wird so schnell merken, dass auch die Damen und Herren vom TÜV nur Menschen sind.

Bei der eigentlichen Fahrprüfung sitzt der Fahrlehrer dann ganz normal auf dem Beifahrersitz, der Prüfer sitzt hinter ihm und hat so die Straße und das Armaturenbrett gut im Blick. Im Prinzip verläuft die Prüfung also wie eine ganz normale Fahrstunde mit einem weiteren Passagier. Der Prüfer erklärt zuerst ganz genau, wie die Kommunikation während der Prüfung abläuft. Im Zweifelsfall darf man auch gerne nachfragen. Aber nur, wenn es um Formalitäten geht. Der Prüfungsstoff sollte zum Zeitpunkt der Prüfung sicher sitzen. Wer mehr als drei Minuten in der Prüfung verbringen will, sollte zuallererst Rückspiegel und Sitz richtig einstellen. Dann kann es losgehen.

Fahrprüfung nicht bestanden: Das sind die häufigsten Fehler

Die meisten Fehler bei der Fahrprüfung sind eigentlich sehr einfach zu vermeiden. Überfahrene Stoppschilder und missachtete Vorfahrtsregelungen sind die häufigsten Gründe für ein Durchfallen. Wer beim Einparken am Ende zu weit vom Bordstein entfernt steht, darf natürlich gerne einmal korrigieren. Am Ende fragen die meisten Prüfer noch ein paar technische Fragen. Wie man Kühlwasser nachfüllt, den Ölstand überprüft oder wo sich die Autobatterie befindet, sollte man also vorher schon wissen. Wer trotzdem noch nervös ist, sollte vielleicht noch ein paar Fahrstunden nehmen oder, wenn diese zu teuer sind, ein paar Runden über einen Verkehrsübungsplatz drehen.

Fahrprüfung in anderen Ländern: Warum die Deutschen so gut Auto fahren

Man mag es kaum glauben, aber im internationalen Vergleich fahren die Deutschen sehr gut Auto. Das liegt unter anderem an der relativ strikten Fahrprüfung. Schon in den USA sterben pro Million Autos fast doppelt so viele Menschen im Straßenverkehr. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die amerikanische Straßenverkehrsordnung kann je nach Bundesstaat variieren. Einige Staaten verlangen nicht mal eine echte Sicherheitsinspektion. Autos, die hierzulande nicht mal mehr Schrottwert hätten, werden dort noch immer gefahren. Um ein Auto in Begleitung fahren zu dürfen, braucht man dort nur eine Learner’s Permit. Dann dürfen zum Beispiel die Eltern einem das Fahren beibringen. Die eigentliche Fahrprüfung wird mit dem eigenen Auto durchgeführt. Meistens reicht es, in 10 Minuten einmal um den Block zu fahren. Wer einmal in den USA gefahren ist, merkt, dass die strenge deutsche Fahrprüfung durchaus ihre Vorteile hat.


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