975 PS starke Sci-Fi-Flunder

Maserati Tipo 975 Ernesto mit extremer Optik und fünf Motoren
Maserati Tipo 975 Ernesto.
Der Tipo 975 Ernesto wäre gewiss kein typischer Maserati.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 29.07.2015

Köln, 29.07.2015 – Bei Maserati ist man schon seit einiger Zeit sehr umtriebig, der Marke zu neuer Größe zu verhelfen. So kommen schon bald ein SUV-Modell und das neue Sportcoupé Alfieri samt Roadster-Derivat. Doch auch andere machen sich so ihre Gedanken, wie sich Maserati in Zukunft aufstellen könnte: nämlich extrem futuristisch. So hat der Nachwuchs-Designer Maurice Maschmeyer einen zukunftsweisenden Hommage-Maserati für das Jahr 2025 entworfen: den Tipo 975 Ernesto.

Mit seiner schlanken Taille weist der Maserati Tipo 975 Ernesto Ähnlichkeiten mit einem Windhund auf.
Mit seiner schlanken Taille weist der Maserati Tipo 975 Ernesto Ähnlichkeiten mit einem Windhund auf.

Obwohl es sich dabei um eine dramatisch geformte Sci-Fi-Flunder handelt, ist der Name als eine Rückbesinnung an einen der Gründer der Sportwagenmarke gedacht. 1914 riefen nämlich die Brüder Alfieri, Ettore und eben Ernesto die Automarke Maserati ins Leben. Ernesto war zwischenzeitlich sogar Generaldirektor und Chefingenieur, verließ aber 1947 das Unternehmen. 1975 verstarb der auch als Rennfahrer erfolgreiche Firmengründer. Entsprechend ist der Name 975 Ernesto eine Hommage an das Todesjahr dieser für den Gründungsmythos der Marke so wichtigen Person. Und nicht ganz zufällig ist der Tipo 975 für das Jahr 2025 angedacht, denn dann würde sich der Todestag von Ernesto zum 50-sten Mal jähren.

Der Maserati Tipo 975 Ernesto wurde als verkleinertes Clay-Modell sogar in Echt aufgebaut.
Der Maserati Tipo 975 Ernesto wurde als verkleinertes Clay-Modell sogar in Echt aufgebaut.

Der in seiner Formgebung an einen Windhund erinnernde Design-Entwurf von Maschmeyer weist allerdings keine Gemeinsamkeiten mit Maserati-Fahrzeugen der Vergangenheit auf. Der extrem flach bauende und hyperagile Keil deutet lediglich an der Front einen Maserati-typischen Kühlergrill an. Und natürlich dient ein Dreizack an der Front als Erkennungsmerkmal. Letztlich hätte Maschmeyer dem Fahrzeug aber wohl auch ein Toyota-T samt entsprechender Legende verpassen können.

Der Maserati Tipo 975 Ernesto gaukelt mit seinem Kühlergrill und dem Dreizack eine Markenidentität vor. Die Front erinnert an das Gesicht eines Wels'.
Der Maserati Tipo 975 Ernesto gaukelt mit seinem Kühlergrill und dem Dreizack eine Markenidentität vor. Die Front erinnert an das Gesicht eines Wels'.

Auch technisch will der 975 kein klassischer Maserati sein. An Bord kämen nach Maschmeyers Vorstellungen gleich fünf Motoren zum Einsatz. Vier davon sind elektrisch und sollen im Zusammenspiel mit einem Verbrennungsmotor eine Gesamtleistung von 975 PS bei nur 975 Kilogramm Leergewicht bieten. Mit einem Leistungsgewicht von 1:1 sollten extreme Fahrleistungen möglich sein. Zumindest hat man angesichts des dramatischen Aerodesigns keine Zweifel daran, dass dieser allradgetriebene Zukunfts-Maserati dieses keineswegs realitätsferne Leistungspotenzial auch sauber auf die Straße bringt.

Beim Maserati Tipo 975 Ernesto sollen fünf Motoren für 975 PS sorgen.
Beim Maserati Tipo 975 Ernesto sollen fünf Motoren für 975 PS sorgen.

Wenn auch beeindruckend, wird diese Designstudie allerdings keinen Ausblick auf ein irgendwie geartetes Serienmodell bieten. Obwohl sich Maschmeyer für den Tipo 975 eine limitierte Auflage erdacht hat. Jetzt raten Sie mal, in welcher Stückzahl?

(Bildmaterial: Maurice Maschmeyer)


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