McLaren 540C.
Sieht aus wie der 570S, bietet allerdings 30 PS weniger Leistung: McLaren 540C.

Im Abwärtstrend

Mit dem 540C dringt McLaren in noch tiefere PS-Niederungen vor

Köln, 29.04.2015 – Mit McLaren geht es immer weiter abwärts – zumindest was das Leistungsspektrum betrifft. Ein Umstand, der in Hinblick auf die Absatzzahlen allerdings förderlich sein dürfte. Erst vor wenigen Wochen präsentierten die Briten den [570S](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/mclaren-570s-premiere-new-york), der sich leistungstechnisch und preislich deutlich unterhalb des 650S bewegt. Jetzt legt McLaren mit dem 540C nach, der sich, wie der Name bereits andeutet, mit 540 PS bescheidet.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 29.04.2015

Ansonsten gleicht der 540C dem 570S in allen wesentlichen Details. Optisch wird man kaum Unterschiede feststellen können, und auch fahrtechnisch kommen die gleichen Kernkomponenten zum Einsatz. Wiederum treibt hier ein 3,8-Liter-V8-Biturbo-Benziner die englische Sportwagenflunder wild entschlossen an. Allerdings leistet der Achtzylinder dank eines speziellen Mappings nicht 650 oder 570, sondern “nur” noch 540 PS und 540 Newtonmeter Drehmoment.

Aufgeräumt: Innenraum des McLaren 540C.
Aufgeräumt: Innenraum des McLaren 540C.
Damit bietet der 540C selbst für sportlich ambitionierten Fahrer mehr als genug Power. Die Fahrleistungen des 1,3-Tonners sind entsprechend hervorragend: 3,5 Sekunden dauert der Sprint, 320 km/h sind maximal drin. Damit fährt man dem 570S übrigens etwas hinterher, denn dieser ist für 3,2 Sekunden und 328 km/h zu haben. Bei beiden gleich: der Normverbrauch von rund elf Litern.

Flügeltüren und Leichtbau

Ansonsten ist der 540C ein allerfeinster Flachmann mit gediegener Rennstreckenkompetenz, der sogar mit einem gewissen Maß an Alltagstauglichkeit seine Gäste verwöhnen soll. Wie schon der 570S, so soll auch der 540C im Vergleich zum 650 einen etwas besseren Einstieg in einen etwas aufgeräumteren Innenraum bieten. Leichtbau-Portale gewähren mit ihrer Nach-oben-Klappchoregraphie in spektakulärer Weise Zugang zur Fahrgastzelle. Leichtbau ist ohnehin ein wichtiges Thema, denn auch beim 540C kommt ein Cfk-Chassis zum Einsatz.

Natürlich bietet auch der 540C Flügeltüren.
Natürlich bietet auch der 540C Flügeltüren.
Auch das spezielle Aerodynamik-System des 540C ist mit dem des 570S identisch. Und wie beim 570S bietet der 540C ein für Alltagsaufgaben komfortabler abgestimmtes Fahrwerk, das drei per Knopfdruck abrufbare, vorprogrammierte Setups bietet: Normal, Sport und Track. Mit Track ist allerdings auch klar, dass selbst ein 540C für den Rennstreckeneinsatz voll einsatztauglich sein dürfte.

Interessant dürfte vor allem auch der Preis werden, denn mit dem rund 182.000 Euro teuren 570S bietet McLaren einen bereits deutlich niedrigeren Einstiegspreis als bisher. Gut möglich, dass der 540C dieses Niveau noch um wenige zehntausend Euro nach unten drücken kann. Für die meisten bleibt aber selbst damit ein McLaren ein unerreichbarer Traumwagen.

(Bildmaterial: McLaren)


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