31.03.2015

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Der “Hausfrauen”-McLaren

Das neue Basismodell 570S feiert in New York Weltpremiere
Auf den ersten Blick sieht der 570S aus wie jeder andere McLaren. Fans erkennen aber die besonderen Merkmale.
Für das Jahr 2015 bietet McLaren auch das 570S Coupé an.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 31.03.2015

Köln, 31.03.2015 – Im Straßenbild begegnet man ihnen äußerst selten, mit Nachrichten über immer neue Modelle sind die Briten in den Auto-Medien hingegen erstaunlich präsent. Viele latent Interessierte dürften dabei schon ein wenig den Überblick über die Modellpalette von McLaren verloren haben. Zumal sich jetzt noch ein neues Einstiegsmodell ankündigt, welches dieser Tage auf der New York Autoshow Premiere feiert. Dieser 570S soll mehr Komfort und Alltagstauglichkeit als seine McLaren-Brüder bieten und einen günstigeren Einstieg in die exklusive Welt der Marke ermöglichen.

So richtig schwierig ist das mit der Modellwelt von McLaren dann übrigens doch nicht. 2011 ging es los mit dem 12C (bis 625 PS), dessen Produktion allerdings 2014 wieder eingestellt wurde. 2013 wurde ihm der radikale P1 (916 PS) zur Seite gestellt. 2014 folgte dann der 650S (650 PS) als Nachfolger des 12C, den McLaren als Coupé und als Spider anbietet. Als eine Art Starkversion des 650S gibt es zudem seit 2015 den 675LT (675 PS). Nunmehr dachte man sich bei McLaren, es wäre an der Zeit, Kunden mit etwas weniger PS und mehr Alltagstauglichkeit zu locken. Diese Rolle soll künftig der 570S übernehmen, der zunächst als Coupé und vermutlich in absehbarer Zeit auch als nach oben offener Spider antreten wird.

Die Heckleuchten des 570S stammen vom P1.
Die Heckleuchten des 570S stammen vom P1.
Optisch kommt der 570S ganz im Stile seiner Markenbrüder daher, wobei an seinem Heck die vom Hybrid-Renner P1 her bekannten feinen LED-Rückleuchten auffallen. Ansonsten sind die Grundzutaten der Konstruktion bekannt: Die Aluminium-Karosserie und das Monocoque aus Carbon sorgen für das geringe Gewicht von lediglich 1,3 Tonnen (trocken). Und die großen Einstiegstüren öffnen sich seitlich nach oben.

Innenraum deutlich überarbeitet

Überarbeitet: Der Innenraum mit frei hängendem Bildschirm.
Überarbeitet: Der Innenraum mit frei hängendem Bildschirm.
Der Einstieg in den überarbeiteten Innenraum soll vergleichsweise bequem sein. Im Cockpit fällt auf, dass die bei anderen Modellen der Marke durchgehende Mittelkonsole hier unterbrochen ist und so einen freien Zugang zur großen Ablage erlaubt. Das große Display hängt jetzt mit dem unteren Ende freischwebend in der Armaturenbrettmitte. Oberhalb des Bildschirms wurde die Zahl der Belüftungsdüsen von einer auf zwei erhöht. Neben dieser etwas alltagstauglicheren Architektur wurde auch der Kofferraum vergrößert, der nun 144 Liter aufnehmen kann. Der Wocheneinkauf dürfte so gerade eben hinein passen.

Dafür, dass Champagner und Hummer möglichst schnell in den heimischen Kühlschrank gelangen, sorgt der furiose Antrieb. Der bei McLaren übliche 3,8-Liter-V8-Motor leistet in seiner bislang schwächsten Ausführung immer noch stolze 570 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment. Damit schafft die heckgetriebene Mittelmotorflunder den Standardsprint in 3,2 Sekunden und erreicht maximal 328 km/h. Die Biturbo-Power lässt also auch in der “Einstiegsversion” kein Auge trocken. Und der Vollständigkeit halber: Der Verbrauch wird mit 11,1 Liter angegeben.

Immer noch eine sündhaft teure Pistengranate

Obwohl die Einstiegsversion, ist selbst der 570S eine brutale Rennmaschine.
Obwohl die Einstiegsversion, ist selbst der 570S eine brutale Rennmaschine.
Letztlich ist selbst der 570S eine radikale Pistengranate, was unter anderem auch die serienmäßigen Carbon-Keramik-Stopper unterstreichen. Und dank der adaptiven Dämpfer und Stabis kann der Fahrer auf Knopfdruck die extraharten Setups Sport und Track abrufen, die unter anderen auch Einfluss auf den Antrieb nehmen. Da der 570S aber auch für den Alltagseinsatz gut gerüstet sein will, kann der Fahrer alternativ in den kommoden Modus Normal wechseln.

Bleibt noch die Frage nach dem Wann und Wie teuer? Lange dürfte es nicht dauern, bis der 570S verfügbar ist, die Preise werden sich wohl um etwa 200.000 Euro bewegen. Das betrifft dann allerdings den Basispreis, der sich noch steigern lässt. So kann man ein individuell abgestimmtes Aerodynamikpaket ordern oder feineres Leder bzw. Alcantara sowie Carbon-Applikationen für den Innenraum wählen. Auch das bereits serienmäßig vorhandene Audiosystem lässt sich um eine noblere Variante aufwerten.

(Bildmaterial: McLaren)


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