Weg isser!

Für besonders Eilige: McLaren 675LT
McLaren 675LT.
Alle schon weg: Der auf 500 Exemplare limitierte McLaren 675 LT ist bereits ausverkauft.
christian
Einleitung von Christian Schmid, Redakteur bei PKW.de 20.07.2015

Köln, 20.07.2015 – Viel Zeit zum Überlegen hatte man nicht: Im Frühjahr 2015 stellte McLaren auf dem Genfer Autosalon den besonders scharfen 675LT der Öffentlichkeit vor. Mit der Produktion legten die Engländer Anfang Juli 2015 los, um jetzt nur wenige Wochen danach den Ausverkauf des schnellen Briten zu verkünden. Erstaunlich, denn mit einem Stückpreis von fast 360.000 Euro war der LT alles andere als ein Schnäppchen.

Starkes Hinterteil: Der McLaren 675LT soll mit seinem speziellen Aero-Design für besonders viel Abtrieb sorgen.
Starkes Hinterteil: Der McLaren 675LT soll mit seinem speziellen Aero-Design für besonders viel Abtrieb sorgen.

Fast 360.000 Euro? In der Tat: Der Aufpreis im Vergleich zu Modellen wie dem rund 180.000 Euro teuren 540C oder dem etwas teureren 570S ist enorm. Im Gegenzug hat der 675LT aber auch deutlich mehr zu bieten. Darauf verweist bereits sein Name, denn 675 steht für eine entsprechende PS-Zahl, die der 3,8-Liter-Biturbo-V8 locker machen kann. Ebenfalls eindrucksvoll ist das Drehmoment, welches bei 700 Newtonmetern liegen soll. Und dieser Leistung steht ein mageres Leergewicht von 1,2 Tonnen gegenüber.

Auch im Innenraum des McLaren 675LT steht der Performance-Gedanke im Vordergrund.
Auch im Innenraum des McLaren 675LT steht der Performance-Gedanke im Vordergrund.

Entsprechend extrem sind die Fahrleistungen. Während der Standardsprint auf Tempo 100 lediglich 2,9 Sekunden dauern soll, fällt die 200er-Marke nach nur 7,9 Sekunden. Das ist schnell, allerdings auch nicht rekordverdächtig. Zum Vergleich: Der ultimative Sprintkönig Koenigsegg One:1 braucht mit seinen 1.131 PS 5,8 Sekunden, bis aus dem Stand die 200-km/h-Marke fällt.

Wie der Name schon sagt: Der McLaren 675LT leistet 675 PS.
Wie der Name schon sagt: Der McLaren 675LT leistet 675 PS.

Dennoch geht es bei dem 675LT nicht allein um die längsdynamische Performance, sondern auch darum, wie der ambitionierte Fahrer diese auf der Piste in optimale Rundenzeiten umsetzen kann. Hier deutet der Name auf eine weitere Besonderheit hin: LT steht nämlich für Longtail und verweist auf die speziell modifizierte Karosserie, die eben etwas länger als bei anderen McLaren ausfällt. Das aerodynamisch ausgefeilte Hinterteil mit zwei hochgelegten, MG-artigen Auspuffendrohren soll für besonders viel Abtrieb sorgen. Im Vergleich zu Standardvarianten wie dem 650S soll der Anpressdruck um 40 Prozent höher sein. Entsprechend souverän dürfte der LT in schnellen Kurven auf dem Asphalt kleben.

Nur vom Feinsten: Die Keramikstopper des McLaren 675LT werden von sechs Kolben in die Zange genommen.
Nur vom Feinsten: Die Keramikstopper des McLaren 675LT werden von sechs Kolben in die Zange genommen.

Viel Zeit zum Überlegen hatten Kaufinteressenten übrigens nicht. Im März 2015 vorgestellt, legte McLaren dann Anfang Juli 2015 mit der Produktion los, um knapp zwei Wochen später bereits den Ausverkauf zu verkünden. Vermutlich konnte ein Großteil bereits bei der Weltpremiere in Genf abgesetzt werden, weitere Zuschläge dürfte McLaren dann auf dem Festival of Speed in Goodwood erhalten haben. Kurz danach waren in jedem Fall die letzten Exemplare verkauft. Wer aber auf das letzte Quäntchen Anpressdruck verzichten kann, kann für deutlich weniger Geld weiterhin eine Vielzahl von Alternativen aus dem mittlerweile sehr reichhaltigen Modellangebot von McLaren wählen. Nach einem souveränen Kontostand verlangen aber selbst diese Versionen.

(Bildmaterial: McLaren)

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