Wann tankt man am günstigsten?

RWI empfiehlt, beim Tanken auf die Tageszeit zu achten
Die Höhe der Spritpreise hängt auch von der Uhrzeit und der Mineralölgesellschaft ab.
Wer beim Tanken Geld sparen will, sollte auf Uhrzeit und Tankstellen-Marke achten.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 30.03.2015

Köln, 30.03.2015 – Seit September 2013 sind die über 14.000 Tankstellen in Deutschland verpflichtet, dem Bundeskartellamt Auskunft über Preisänderungen zu übermitteln. Seither stehen recht aufschlussreiche Daten zur Verfügung, die unter anderem vom RWI (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung) ausgewertet werden. Das in Essen beheimatete RWI will nun Erkenntnisse darüber gewonnen haben, wo und wann man am günstigsten tanken kann.

In einer heute veröffentlichten Auswertung gewährt das RWI unter anderem einige interessante Einblicke über die Preisgestaltungsmechanismen bei Mineralölkonzernen. Unter anderem haben die Wissenschaftler aus Essen festgestellt, dass der jüngst extreme Rückgang der Rohölpreise am Weltmarkt nicht in analoger Weise an die Verbraucher an den Zapfsäulen weitergegeben wird. So ist das Verhältnis des Preises für E5-Benzin relativ zum Rohölpreis zwischenzeitlich sogar deutlich gestiegen. Trotz des allgemeinen Rückgangs der Kraftstoffpreise an den Tankstellen konnten die Mineralölkonzerne somit am deutlichsten vom Verfall der Rohölpreise profitieren.

Spritpreise variieren je nach Anbieter und Uhrzeit

Ein weiterer interessanter Aspekt bei den Preisen von Benzin und Diesel an den Zapfsäulen sind die Unterschiede bei den Anbietern und den Tageszeiten. Bei einem Vergleich der Tankstellenbetreiber Shell und Jet weist das RWI auf grundsätzlich deutliche Preisunterschiede hin. So ist Treibstoff bei Shell stets teurer, außerdem werden dort auch häufiger im Tagesverlauf die Preise angepasst. Bisweilen kann der Preisunterschied für einen Liter E5-Benzin zwischen Shell und Jet mehr als 10 Cent betragen.

Nicht nur bei der Wahl des Anbieters lässt sich Geld sparen – auch bei den Zeiten, zu denen man tankt. Grundsätzlich sind die Preise am Nachmittag bis in die frühen Abendstunden am niedrigsten und gegen 23 Uhr am höchsten, so das RWI. Wer also bis zum Nachmittag oder Abend warten kann, kann auch Geld sparen. An Feiertagen steigen die Preise außerdem. Insofern könnte es sich lohnen, noch vor Karfreitag zu tanken. Am besten gegen 18:00 Uhr.

(Bildmaterial: ©iStock.com/bogdanhoda)


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