Urlaub mit dem Auto – Sicher und angenehm

Urlaubsreisen mit dem Auto enden oft mit gestressten Eltern und quengelnden Kindern. So gestalten Sie die Fahrt ins Ausland möglichst angenehm.
Schon vor der Fahrt verzweifelt so manche Familie.
Ab in den Urlaub! Mit unseren Tipps gehen die Ferien schon im Auto los.
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 10.07.2017

Machen wir uns nichts vor – die meisten Eltern können sich Schöneres vorstellen, als die Fahrt in den Urlaub mit dem Auto anzutreten: Während die Gattin sich noch sorgt, ob auch Sonnencreme in allen Lichtschutzfaktoren zwischen 5 und 50 im Koffer liegt, fragt der Sohnemann schon, wie lange es denn noch dauern würde. Noch bevor er sicher auf dem Kindersitz fixiert ist. Die Tochter steht noch Smartphonetippend in der Küche und verabschiedet sich von ihren 400 Facebookfreunden, denn am Ferienort gibt es selbstverständlich kein WLAN. Papas einzige Sorge: Schafft der 8 Jahre alte Kombi die lange Fahrt sicher? Und wie stellt man die Kinder am besten ruhig? Unsere Tipps für eine angenehme und vor allem sichere Fahrt in den Sommerurlaub.

Urlaub mit Auto: Das Fahrzeug

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber die meisten Autofahrer treten selbst lange Fahrten an, ohne sich davon zu vergewissern, dass das Auto die Fahrt sicher überstehen kann. Besonders die Reifen sind häufig der Knackpunkt auf langen Fahrten: Der Reifendruck lässt sich ganz einfach an jeder guten Tankstelle überprüfen und gegebenenfalls ausbessern. Besonders bei schwerer Beladung darf dieser sich ruhig an der zulässigen Obergrenze befinden. Und wenn man schon mal dabei ist, kann man auch gleich die Profiltiefe messen. Mindestens drei Millimeter empfiehlt der ADAC, um sicher ans Ziel zu kommen. Ganz wichtig: Bevor der Motor gestartet wird, sollte der Kühlwasserstand kontrolliert werden. Je wärmer der Motor wird, desto mehr Druck baut sich im Kühlkreislauf auf. Darum den Deckel des Kühlmittelbehälters nur dann öffnen, wenn der Motor noch kalt ist. Wenn dann auch noch die Beleuchtung der treuen Familienkutsche funktioniert und der Ölstand kontrolliert wurde, ist zumindest das Auto bereit für die Langstrecke.

Urlaub mit Auto: Das Gepäck

Es mag verlockend sein, neben dem eigenen Kühlschrank auch einen Fernseher, Spülmaschine und am besten noch den halben Hausrat ins Auto zu packen. Immerhin ist es zu Hause doch am schönsten. Wenn die Kinder auf dem Rücksitz die lange Fahrt in den Urlaub aber zwischen sperrigen Gepäckstücken verbringen müssen, ist Gequengel vorprogrammiert. Lassen Sie lieber das sechste Paar Schuhe oder die dritte Angelrute daheim, dann läuft die Fahrt für alle entspannter. Wenn es doch etwas schwerer wird, empfiehlt es sich, die schwersten Gepäckstücke möglichst weit unten zu lagern. So bleibt der Schwerpunkt des Wagens niedrig und man läuft nicht Gefahr, in der nächsten Kurve einen ungeplanten Ausflug ins Grüne zu machen. Dass die Sicht des Fahrers zu allen Seiten frei sein sollte, versteht sich hoffentlich von selbst. Aber auch die Passagiere profitieren von einer guten Sicht auf die Umgebung, um zum Beispiel Reisekrankheit vorzubeugen.

Urlaub mit Auto: Die Menschen

Vorbereitung ist alles: Wer früher packt, hat am Reisetag weniger Stress.
Vorbereitung ist alles: Wer früher packt, hat am Reisetag weniger Stress.

Die beste Vorbereitung nützt überhaupt nichts, wenn die Familie einfach keine Lust auf die Fahrt hat. Aber auch Nervenzusammenbrüchen kann man vorbeugen. Wenn der Audi mit dem gelben Nummernschild viel zu schnell an Ihnen vorbeirauscht, kann es verlockend sein, seinem Ärger durch herzhaftes Fluchen Luft zu machen. Hier hat PKW.de ein echtes Geheimnis aufgedeckt: Der Raser kann Sie nicht hören. Verrückt, aber wahr. Also das Fluchen lieber sein lassen, denn schlechte Stimmung überträgt sich sofort auf die Kinder und andere Passagiere. Wenn die Langeweile dann irgendwann zuschlägt, kommt gestressten Eltern die Technologie zu Hilfe: Tablets und kleine DVD-Player eignen sich hervorragend, um mehrere Stunden lang die Aufmerksamkeit der Kleinen zu bannen. Pädagogisch nicht wertvoll, klar, aber auch die besten Eltern haben mal eine Pause verdient. Apropos Pause: Anstatt auf dem ekelhaften Rastplatz könnte man ja auch mal zwei Kilometer aufs Land rausfahren und mehr von der Welt sehen, als Schallschutzmauern und Leitplanken. Zuletzt könnte man die Fahrt in die Nacht verlegen, vorausgesetzt, der Fahrer fühlt sich sicher genug. Im Sommer sind kühlere Temperaturen besonders angenehm, und leere Autobahnen schonen die Nerven. In diesem Sinne: Gute Fahrt in den Urlaub!

(Bildmaterial: Shutterstock)


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