Autobatterie selber wechseln – das sind die wichtigsten Schritte!

Worauf man beim Austausch des Akkumulators unbedingt Acht geben sollte
Autobatterie selber wechseln: Beim Los- und Festmachen der Polklemmen gilt es auf die richtige Reihenfolge zu achten.
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Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 18.05.2015

Die Autobatterie ist das Herzstück eines Fahrzeugs. Ohne Starterbatterie, die die elektrische Energie an den Anlasser liefert, kann der Verbrennungsmotor nicht in Gang gesetzt werden. Versagt die Batterie ihren Dienst, muss sie ausgetauscht werden. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Autobatterie richtig wechseln.

Autobatterie wechseln – dies gilt es zu beachten!

Im Normalfall gilt es, eine Autobatterie nach 5 bis 7 Jahren auszutauschen. Denn im Laufe der Zeit verliert der Stromspeicher seine Leistung und kann dann nicht mehr genügend Kapazität zum Starten des Motors zur Verfügung stellen. Vor allem beim Startvorgang werden der Autobatterie hohe Stromstärken abgefordert. Ein niedriger Ladezustand äußerst sich vor an kalten Wintertagen, wenn der Motor zunehmend längere Zeit zum Starten benötigt oder gar nicht mehr anspringen will. In der Regel ist es dann Zeit, die Autobatterie zu wechseln.

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Kälte aber auch Kurzstrecken sind die größten Feinde der Batterie. Kurze Fahrten reichen zumeist nicht aus, um die Batterie mit der erforderlichen Menge an Energie zu versorgen, die für einen erfolgreichen Startvorgang am nächsten Morgen benötigt wird. Zusätzliche Verbraucher wie Sitzheizung oder Scheibenheizung sorgen für eine zusätzliche Belastung. Wer nur wenig fährt, sollte deshalb gelegentlich ein Ladegerät anschließen.

Doch nicht nur Kälte und Kurzstrecken setzen der Autobatterie zu, auch bei Nichtbenutzung des Fahrzeugs wird die Batterie mit der Zeit entladen, da ein gewisser Teil der elektrischen Anlage dauerhaft unter Spannung steht (Verbraucher sind etwa Uhr oder die Alarmanlage). Eine lange Standzeit kann sogar zum Totalausfall der Batterie führen. Auch eine zu hohe oder eine zu niedrige Ladespannung – durch einen falsch eingestellten Spannungsregler der Lichtmaschine – kann die Batterie schädigen und ihre Leistung vermindern. Lässt die Kapazität spürbar nach, hilft nur noch, die Autobatterie zu wechseln.

Vorsicht beim Abklemmen!

Beim Austausch gilt es darauf zu achten, dass der neue Akkumulator mindestens die technischen Werte des alten aufweist. Gerade bei der Vielzahl der Komfortfunktionen, über die moderne Autos verfügen, spielt die Kapazität der Batterie eine nicht unerhebliche Rolle. Diese liegt bei Pkws normalerweise zwischen 28 und 140 Amperestunden (Ah).

Damit die neue Batterie auch passt, sind die Maße entscheidend. Vor dem Kauf sollten daher die Breite, Länge und Höhe der alten Batterie gemessen werden. Vor dem Wechsel der Autobatterie kann ein Blick in die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs nicht schaden: Denn bei manchen Stromverbrauchern wie Radio oder Alarmanlage sind nach dem Wiederanklemmen die Eingabe eines Codes oder besondere Bedienungsschritte erforderlich.

Dann geht es an den Ausbau der alten Batterie. Zunächst schaltet man alle Verbraucher sowie die Zündung aus, ehe man die Befestigungen in der Reihenfolge Minus- dann Plusklemmen der Batterie löst. Anschließend muss die Batterie aus ihrer Halterung entfernt werden – diese ist je nach Fahrzeughersteller und Modell unterschiedlich. Anschließend nehmen Sie die alte Batterie heraus, setzen die neue ein und befestigen diese in der Halterung. Zunächst wird dann die Plusklemme angebracht und anschließend die Masseklemme am Minuspol. Nach dem Einbau sollten die Pole der Batterie mit einem säurefreiem Fett (etwa Lithiumfett) oder einem Schutzlack überzogen werden, um Korrosion zu vermeiden.

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