Wie lässt sich Baumharz entfernen? Tipps für leidgeplagte Autofahrer!

Erfahren Sie hier, wie Sie die hartnäckigen Flecke schnell und lackschonend beseitigen
Harz sollte man schnell entfernen, um den empfindlichen Autolack zu schützen.
©iStock.com/trendobjects
sascha
Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 08.05.2015

Gerade in den warmen Sommermonaten setzen viele Bäume, zum Leidwesen vieler Autofahrer, Harz frei. Plötzlich ist das Fahrzeug von einer klebrigen Schicht überdeckt, die selbst in der Waschanlage kaum weggeht. Wie man diesen Baumharz dennoch leicht entfernen kann und dabei den Autolack schont, erfahren Sie hier.

Baumharz entfernen – so bekommen Sie Ihr Auto wieder sauber!

Wer einmal versucht hat, die weißlich bis gelbbraunen, klebrigen Harzflecken vom Auto zu entfernen, weiß, wie mühselig diese Arbeit sein kann und wie unschön die Ergebnisse oftmals sind. Besonders eingetrocknete Tropfen sind ein Gräuel für jeden Fahrzeughalter. Einfache Seifenlauge reicht kaum aus, um das Harz zu entfernen und das Auto wieder sauber zu bekommen. Wer es zudem mit dem Scheuern übertreibt, ruiniert schnell den Lack.

Doch wer einmal den Schaden hat, sollte schnell handeln und der zähen, hartnäckigen Masse umgehend zu Leibe rücken. Denn je frischer das Baumharz ist, desto leichter lässt es sich vom Auto entfernen. Allerdings löst auch die Fahrt durch die Waschstraße das Problem häufig nicht vollständig. Gerade bei eingetrockneten Flecken versagt auch die beste Waschanlage. Hier ist oft nur noch Handarbeit angesagt. Bei kleineren Rückständen hilft es zumeist, den Lack mit einer Autopolitur zu behandeln.

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Vor dem Harz entfernen, Auto erst einmal waschen!

Zuallererst sollte das Fahrzeug gewaschen und von Schmutz befreit werden, denn Sand und Staub können Lackkratzer hinterlassen. Keinesfalls sollte man mit einem säurehaltigen Reiniger ans Werk gehen, dieser könnte dem empfindlichen Lack schaden. Nach dem Waschen kann man am besten mit einer leichten Nitroverdünnung den Harz vorsichtig vom Autolack entfernen. Dabei ist sanfter Druck gefordert, da der Lack ohnehin durch die anhängliche Klebemasse angegriffen ist. Doch Vorsicht ist geboten! Handelt es sich nicht um den Originallack, kann es passieren, dass die Verdünnung den Lack abträgt.

Vorsicht ist auch angesagt bei verharzten Gummidichtungen. Diese sollten keinesfalls mit einer Politur bearbeitet werden, da die darin enthaltenen Schleifmittel den Gummi angreifen. Am besten ist es auch hier, mit einem leichten Lösungsmittel zu arbeiten und anschließend eine Gummipflege aufzutragen.

Auch mit Fett lässt sich ein frischer Harzfleck gut bekämpfen. Dazu sollte man ein wenig auf den Fleck geben und vorsichtig einreiben. Anschließend nimmt man ein Mikrofasertuch zur Hand sowie Wasser und Spülmittel, um das Baumharz sanft vom Auto zu entfernen.

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Ebenfalls als wirksame Methode gilt spezielle Reinigungsknete. Diese sollte aber nur auf feuchtem Lack und mit großer Behutsamkeit angewandt werden. Insbesondere bei Fahrzeugen mit schwarzem Lack kann es bei zu festem Druck zu so genannten Hologrammeffekten kommen. Solche “kleinen Lackkratzer” sehen dann äußerst unschön aus.

Tipp
Insbesondere Nadelbäume sondern viel Harz ab. Wer häufig unter solchen Bäumen parkt, der sollte unter Umständen eine professionelle Nanoversiegelung des Lacks in Erwägung ziehen. Die dadurch entstehende Schutzschicht verhindert, dass Baumharz und anderer Schmutz anhaften können und das Fahrzeug lässt sich leichter reinigen.


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