Autoreifen verliert Luft? Daran kann es liegen

Was tun bei plötzlichem Druckverlust?
Reifen platt?
Wenn der Reifen Luft verliert, fahren Sie besser nirgendwo hin. Andrey_Popov / shutterstock.com
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Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 29.08.2018

Mal ehrlich, wie oft kontrollieren Sie den Luftdruck Ihrer Reifen? Jede Woche? Jeden Monat? Oder vielleicht doch nur zweimal im Jahr? Den meisten Autofahrern sind ihre Reifen ziemlich egal, die Werkstatt wird sich bei der nächsten Inspektion schon darum kümmern. Ein schleichender Druckverlust im Reifen ist nicht immer sofort erkennbar und bis zu einem bestimmten Grad auch ganz normal. Auch das dickste Gummi ist nicht zu 100 Prozent dicht. Wenn der Reifen aber merklich mehr Luft verliert als sonst, kann es schon mal gefährlich werden. Woher der Luftverlust kommt, was Sie dagegen tun können und welche Kosten jetzt auf Sie zukommen, weiß PKW.de.

Wenn der Reifen Luft verliert, gibt es drei mögliche Schwachpunkte

Natürlich sollten Autoreifen möglichst dicht halten. Wenn ein Reifen Luft verliert, sollten Sie zunächst ein wenig Ursachenforschung betreiben. Es können drei Dinge für den Druckabfall verantwortlich sein: Der Reifen selbst, der durch hohes Alter oder einen Fremdkörper beschädigt sein kann, ist einer davon. Das Ventil ist ebenfalls ein neuralgischer Punkt: Haben Sie beim letzten Aufpumpen vergessen, die Ventilkappe wieder einzusetzen? Es kann ein kleiner Stein in das Ventil gelangt sein, der es jetzt undicht macht. Eher selten, aber dafür umso teurer, ist ein Haarriss in der Felge, der durch einen Produktionsfehler oder durch eine unkonventionelle Fahrweise entstanden sein könnte. Dann wird eine teure neue Felge fällig. Bevor Sie aber in Panik geraten, sollten Sie zunächst herausfinden, wo der Schaden denn nun liegt.

Wo verliert der Reifen Luft?

Fahrradfahrer wissen, wie man ein Leck im Reifen findet: Reifen aufpumpen und in einen Wasserbottich legen. Das Loch ist da, wo es blubbert. Nun ist ein Autoreifen aber ungleich schwerer und größer als das Pendant am Drahtesel. Was tun? Zunächst muss der Reifen in die Luft. Ein Wagenheber schafft Abhilfe. Wie Sie den benutzen, steht hier. Wenn Sie das Rad frei drehen können, kommt der Trick: Sie brauchen eine Sprühflasche, die Sie mit Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel füllen. Damit sprühen Sie jetzt den Reifen, die Felge und das Ventil großzügig ein. Wenn der Autoreifen tatsächlich Luft verliert, zeigt sich das jetzt durch Blasenbildung an der entsprechenden Stelle.

Reifen verliert durchs Ventil Luft

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Die gute Nachricht: Sie haben das Leck gefunden. Die schlechte: In den allermeisten Fällen wird es trotzdem teuer, denn einen Autoreifen flickt man nicht mal eben so und eine Felge schon gar nicht. Wenn der Reifen Luft verliert, weil das Ventil defekt ist, haben Sie vielleicht Glück: Drücken Sie mit einem langen, dünnen Gegenstand (meistens tut es der Autoschlüssel) mehrmals kurz hintereinander auf den Ventilstift. Dadurch lassen Sie Luft mit hohem Druck aus dem Reifen strömen. Wenn Sie Glück haben, werden dabei Staubkörner, die das Ventil blockieren, herausgeblasen. Vergessen Sie nicht, den Reifen danach wieder auf den vorgeschriebenen Luftdruck zu bringen.

Ihr Reifen verliert Luft? Fahren Sie bitte nicht!

Ein Reifen, der Luft verliert, gehört nicht mehr auf die Straße, egal, woran es liegt. Am sichersten sind Sie, wenn Sie das komplette Rad abbauen und damit in die Werkstatt fahren (natürlich mit einem anderen Auto oder Bus und Bahn). Wie das funktioniert, steht in unserer Anleitung zum Reifenwechsel. Bei einem Schaden am Gummi ist es außerdem empfehlenswert, die Pneus auf beiden Seiten auszutauschen, damit der Wagen nicht in eine Richtung zieht. Felgen kann man aber bedenkenlos einzeln austauschen, wenn es sich um dasselbe Modell handelt. Noch eine Warnung: Produkte, die den Reifen nach einer Panne abdichten sollen, funktionieren zwar kurzzeitig, sind aber wirklich nur für den Notfall gedacht. Solche Produkte weichen das Gummi stellenweise auf. Darum sollte man mit geflickten Reifen nur bis in die nächste Werkstatt fahren.


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