TÜV überziehen: Weshalb man die Prüffrist unbedingt einhalten sollte.
TÜV überziehen? Vorsicht, sogar der Führerscheinentzug kann drohen!

TÜV überziehen – welche Strafen drohen bei einer überfälligen Hauptuntersuchung?

Wir sagen Ihnen, weshalb die Überschreitung der TÜV-Frist teuer werden kann

Alle zwei Jahre steht sie an – die TÜV-Prüfung: Von vielen Autobesitzern gefürchtet, von vielen gerne auch einmal vergessen. Wir sagen Ihnen, weshalb es keine gute Idee ist, die Hauptuntersuchung zu lange herauszuzögern und den TÜV zu überziehen.

sascha
von Sascha Nendza, Redakteur*in bei PKW.de 30.06.2015

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TÜV überziehen kann teuer werden

Der Termin für die nächste Hauptuntersuchung (HU) gerät schnell mal in Vergessenheit. Nun, eigentlich nicht so schlimm, wenn man die TÜV-Frist nur ein wenig überschreitet. Doch aufgepasst! Seit Mai 2014 haben sich die Regeln verschärft. Wer den TÜV nun länger überzieht, dem droht nicht nur ein Strafzettel, sondern sogar ein Punkt in der Verkehrssünderkartei. So erhebt der Gesetzgeber für das Überziehen des TÜV-Termins um mehr als zwei Monate ein Bußgeld von 15 Euro, bei mehr als vier und bis zu acht Monaten werden 25 Euro fällig. Ist der TÜV mehr als 8 Monate abgelaufen, sieht der Bußgeldkatalog ein Verwarngeld von 60 Euro sowie ein Punkteeintrag in das Fahreignungsregister in Flensburg vor. Den TÜV zu überziehen, kann bei einem hohen Punktekonto im ungünstigsten Fall sogar zum Führerscheinentzug führen.

Ist der TÜV abgelaufen, können auch Konsequenzen seitens des Versicherers drohen. Wird mit dem Fahrzeug etwa aufgrund eines technisches Defektes ein Unfall verursacht, kann die Versicherung Regressansprüche gegen den Versicherten erheben.

Bei TÜV-Überschreitung droht Eintrag in die Verkehrssünderkartei

Wer den TÜV überzogen hat und sein Auto mit abgelaufener Plakette bei einer der vielzähligen Prüforganisationen vorführt, muss zwar nicht fürchten, dass der Verstoß an die Bußgeldbehörden gemeldet wird, aber er muss mit einer erhöhten TÜV-Gebühr rechnen. Denn bei einer Versäumnis von mehr als zwei Monaten wird das Fahrzeug einer erweiterten Prüfung unterzogen. Die erweiterte Prüfung kostet dabei etwa 20 Prozent mehr als die normale Untersuchung. Allerdings wird dafür bei einer Überziehung des TÜV-Termins für die nächste Hauptuntersuchung auch nicht mehr zurückdatiert.

Doch schon allein aus eigenem Interesse sollten Autofahrer den TÜV-Termin nicht überziehen. Die alle zwei Jahre (Ausnahme: Neuwagen müssen erst nach drei Jahren zur Prüfung) fällig werdende Hauptuntersuchung erfüllt schließlich eine sinnvolle Aufgabe. Durch die technische und unabhängige Begutachtung werden mögliche Mängel an einem Kfz aufgedeckt und die Verkehrssicherheit damit erhöht.

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Woran erkenne ich, ob der TÜV bereits überfällig ist?

Wann Sie Ihr Fahrzeug zur nächsten TÜV-Prüfung vorführen müssen, erfahren Sie anhand der TÜV-Plakette auf Ihrem Nummerschild. Die Zahl in der Mitte der Plakette bestimmt das Jahr für die nächste TÜV-Prüfung, die Zahl direkt senkrecht darüber den jeweiligen Monat. Ebenso finden Sie die Angaben zur nächsten Hauptuntersuchung in der Zulassungsbescheinigung Teil 2 (ehemals Fahrzeugschein). Hier wird meist in Form eines Stempelaufdrucks das Datum der nächsten HU dokumentiert.

(Bildmaterial: TÜV Nord)


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