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16.06.2015

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Was kostet mich die TÜV-Prüfung?

Wie teuer die begehrte TÜV-Plakette gegenwärtig ist, erfahren Sie hier
Was kostet die TÜV-Plakette aktuell?
©TÜV Rheinland
alessandro
Einleitung von Alessandro Radegonda, Redakteur bei PKW.de 16.06.2015

Die meisten Autofahrer müsse alle zwei Jahre ihr Auto beim TÜV vorstellen, um das Fahrzeug auf seine Verkehrssicherheit überprüfen zu lassen. Neuwagenkäufer haben indes eine Frist von drei Jahren, bevor Sie den Wagen erstmalig vorführen müssen. Doch was kostet der TÜV? Wir haben für Sie die aktuelle TÜV-Preise ermittelt.

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Was kostet der TÜV? Tipps zur technischen Abnahme Ihres Autos

Bei der Hauptuntersuchung (HU) sowie der Abgasuntersuchung (AU) werden alle sicherheitsrelevanten Ein- und Vorrichtungen eines Kfz auf ihre Funktionsfähigkeit und Verkehrstauglichkeit getestet. Doch nicht nur der TÜV kann diese technische Abnahme eines Fahrzeugs vornehmen, auch die Kraftfahrzeug-Prüforganisationen von DEKRA, GTÜ und KÜS dürfen entsprechend die TÜV-Plakette erteilen oder bei erheblichen Fahrzeugmängeln verwehren.

Kosten der Hauptuntersuchung: Direkt zum TÜV oder lieber zu einer anderen Überwachungsorganisation?

Laut einer Untersuchung der Autozeitschrift „auto motor und sport“ haben sich die Preise einer HU in den letzten Jahren sehr angeglichen. Während es vor einigen Jahren noch von Region zu Region Unterschiede von bis zu 15 Euro gab, liegen die Preise für eine HU beim TÜV Süd und TÜV Nord nun einheitlich bei rund 110 Euro.

Wer sein Fahrzeug vor 5 Jahren einmal hat untersuchen lassen, der wird sicher gemerkt haben, dass sich die Preise erhöht haben. Dies liegt daran, dass bei der Abgasuntersuchung seit neuestem eine Endrohrmessung verpflichtend ist, bei der Defekte oder Manipulationen am Fahrzeug kenntlich gemacht werden. Die Abgasuntersuchung kann übrigens auch unabhängig von der HU gemacht werden. Sollten Sie sich für diese Variante entscheiden, empfehlen wir Ihnen, die HU nicht später als 2 Monate nach der Abgasuntersuchung zu machen, da diese sonst hinfällig ist und bei der Hauptuntersuchung erneut gemacht werden muss, was für Sie zu zusätzlichen Kosten führt.

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Die Nachuntersuchung

Sollte der Fall eintreten, dass Ihr Fahrzeug vom Prüfer als nicht verkehrstauglich eingestuft wird und Sie keine Plakette erhalten, gestattet der Gesetzgeber Ihnen einen Zeitraum von einem Monat, um die festgestellten Mängel zu beheben und das Kfz zur erneuten Prüfung vorzustellen. Die Nachuntersuchung kostet zwischen 15 und 20 Euro und es empfiehlt sich, diese früh genug anzumelden. Sollten Sie das versäumen, müssen Sie die Kosten einer komplett neuen Hauptuntersuchung tragen. Die Frist von einem Monat ist nämlich nicht verlängerbar.

TÜV überzogen, und jetzt?

Wer übrigens den nächsten TÜV-Termin mehr als zwei Monate überzieht, muss mit einem erweiterten Check sowie erhöhten TÜV-Kosten von rund 20 Prozent rechnen. Damit steigt auch möglicherweise die Gefahr, dass die Plakette verweigert wird. Zudem drohen bei der Überschreitung der Prüffrist sogar Bußgelder von bis zu 60 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Damit erhöhen sich die Kosten für die TÜV-Abnahme nochmals erheblich. Ebenfalls teuer kann es bereits bei kleineren Fahrzeugmängeln werden: So können schlecht eingestellte Scheinwerfer oder eine defekte Kennzeichenbeleuchtung dazu führen, dass die TÜV-Plakette nicht erteilt und eine Nachprüfung erforderlich wird. Diese kann nochmals bis zu 25 Euro kosten. Daher sollte man vor der TÜV-Prüfung eigens das Fahrzeug auf solche Mängel hin untersuchen und diese im Vorfeld beheben.

Tiefergelegt? Breitere Reifen? Ab zum TÜV!

Bei den folgenden Zeilen sollten vor allem Tuningfreunde aufpassen. Ein lauter Auspuff, breitere Reifen, getönte Scheiben! Sieht alles gut aus, darf aber nicht einfach so dran geschraubt werden. Um zu gewährleisten, dass Ihr Fahrzeug auch nach Umbau und Tuning noch verkehrstauglich ist, müssen Sie die Änderungsabnahme machen lassen. Bei der Änderungsabnahme benötigen Sie eine allgemeine Betriebserlaubnis, ein Teilegutachten, das beim Verkauf eines neuen Autoteils mit ausgehändigt wird, oder eine EG-Typgenehmigung. Liegt etwas Derartiges vor, können die Änderungen in die Papiere eingetragen werden und Ihr Fahrzeug wird für die Straße zugelassen. Die Kosten für diese Abnahme liegen zwischen 30 und 50 Euro.

Tipps fürs Kostensparen

Geld kann man bekanntlich nicht genug haben, daher hier ein paar Tipps für Sie, um Ihren Besuch beim TÜV so günstig wie möglich zu gestalten:

Tipp 1: Lassen Sie Ihr Fahrzeug vor der Hauptuntersuchung in der Werkstatt Ihres Vertrauens überprüfen, so können Mängel schnell festgestellt und behoben werden. Dies erspart Ihnen eine mögliche Nachuntersuchung. Kleine Probleme wie ein defektes Rücklicht können meistens sogar selbstständig durch das Austauschen einer defekten Sicherung behoben werden. Solche Kleinigkeiten erfordern kein Fachwissen und lassen sich problemlos im Handbuch des Autos finden, können Ihnen aber eine Nachuntersuchung ersparen.

Tipp 2: Trödeln Sie nicht! Das Überziehen des TÜV kostet genau wie die zu späte Anmeldung einer Nachuntersuchung. Nehmen Sie sich die Zeit und schreiben Sie sich auf, bis wann Sie spätestens die Möglichkeit zur Anmeldung eines Termins haben, das kann Ihnen viel Geld sparen.

Tipp 3: Suchen Sie nach Alternativen! Zwar haben sich die Preise des TÜV einigermaßen angeglichen, unabhängige Prüforganisationen können aber unterschiedliche Preise aufweisen (wir haben diese Unterschiede für Sie in der Tabelle unter diesem Artikel einmal zusammengefasst). Eine gute Alternative sind akkreditierte Werkstätten. Diese bieten die Hauptuntersuchung an, mit dem Vorteil, dass Sie Ihr Fahrzeug vor Beginn der HU auf mögliche Mängel überprüfen lassen und diese dann direkt behoben werden können. Auch dies spart Ihnen Geld, da so eine Nachuntersuchung hinfällig wird.


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