Abarth

Alle Abarth-Modelle auf einen Blick

Gelungenes Comeback: Der Cinquecento

Mit der Einführung des Fiat 500 gelang dem italienischen Autobauer 2007 die Wiedergeburt eines echten Klassikers. Der Cinquecento ist bis heute eines der beliebtesten Modelle von Fiat. Aber die neue Version brachte auch einen anderen Autobauer wieder auf die große Bühne: Abarth hatte vor der Einführung des Fiat 500 lang brach gelegen, nur einige wenige Sondermodelle waren unter dem Namen der Tuningschmiede vermarktet worden.

Wurzeln im Rennsport

Schon vor der Partnerschaft mit Fiat wurden bei Abarth hauptsächlich kompakte Sportwagen hergestellt. Nach dem Niedergang des Rennsportteams von Cisitalia in den frühen Fünfzigerjahren übernahm dessen Rennsportleiter Carlo Abarth die Firma. Der Sitz der Firma wurde nach Turin verlegt und bald darauf begann die Kooperation mit Fiat, aus der unter anderem die Sportversionen des 500 hervorgingen. Insbesondere in Bergrennen konnte Abarth in den Fünfziger- und Sechzigerjahren große Erfolge feiern.

Der 124 – eine Rallylegende

Mit dem Verkauf an Fiat im Jahr 1971 mussten sich die Ingenieure auf eine neue Renndisziplin einstellen: Man wollte den Erfolg in den Bergrennen auf den Rallysport übertragen. Tatsächlich fuhren der Abarth 124 Rally und 131 Rally mehr als 10 Mal zum Sieg in diversen Disziplinen. Mit den sportlichen Erfolgen des kleinen italienischen Sportwagens kam auch die Aufmerksamkeit der Kunden. Der 124 verkaufte sich in den Jahren 1970 bi 1985 mehr als 170 000 Mal. Die Neuauflage des Klassikers erschien 2016 auf Basis des beliebten Mazda MX5 Miata, von dem ein Großteil des Chassis und der Mechanik übernommen wurde. Der Neuwagen ist mit 40.000 Euro allerdings nicht gerade günstig.

Sportwagen für die Hosentasche

Seit 2007 produziert Fiat wieder Autos, die explizit als Abarth verkauft werden. Die Neuauflage des 500 kam bei den Käufern so gut an, dass man sich entschloss, eine Performance-Version für Kunden zu bauen, die den italienischen Kleinstwagen etwas sportlicher fahren wollen. Das Ergebnis ist ein 190 PS starker Turbomotor, der den Abarth 695 Biposto in 5,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Die Entwicklung des Triebwerks ist das Ergebnis einer Kollaboration mit Ferrari. Der Biposto ist allerdings nicht das praktischste Auto der Welt: Es fehlen neben der Klimaanlage auch die Sitze für die Fondpassagiere. Immerhin: Elektrische Fensterheber scheinen auch in Autos Platz zu finden, die eigentlich für Rennstrecken konzipiert sind. In der Grundversion gibt sich der sportliche Miniitaliener durchaus alltagstauglich. Die Klimaanlage ist dann serienmäßig, genau wie zwei Sitze im Fond des Wagens.

Abarth: Der Fiat mit Charakter

Auch wenn Abarth nicht mit Herstellern wie Lamborghini mithalten kann, stecken die kleinen Rennfiats doch voller Charakter und Leidenschaft. Und ein bisschen Rennsportfeeling muss nicht sehr teuer sein: Ein getunter und veredelter Fiat 500 mit Abarth-Emblem kostet als Neuwagen weniger als 19.000 Euro.

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