Kühlwasser im Auto
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Kühlwasser nachfüllen: Niemals, wenn der Motor warm ist!

Was tun, wenn im Motor Ebbe herrscht?
Veröffentlicht am 21.11.2022
3 Minuten Lesedauer

Der Sommer kommt, und mit ihm die Hitze. Die macht nicht nur Mensch und Tier zu schaffen, sondern lässt auch Autos gehörig schwitzen. Zu viel Hitze unter der Haube lässt den Motor schlechter laufen und kann sogar zu einem kapitalen Motorschaden führen. Darum ist es wichtig, dass das Kühlsystem in Ihrem Auto in der besten Form ist, in der es sein kann. Was du dafür tun kannst? Zuallererst kannst du deinem Auto etwas zu trinken geben. Wie man das Kühlwasser nachfüllt, ohne dass es zu mittleren Katastrophen kommt, weiß PKW.de.

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Wenn du die Motorhaube deines Autos öffnest, siehst du neben Kabeln, Schläuchen und mit großer Wahrscheinlichkeit einem Motor auch einige Einfüllstutzen, in die die verschiedenen Flüssigkeiten gefüllt werden. Jede einzelne dieser Flüssigkeiten ist auf irgendeine Art und Weise dafür zuständig, dass dein Auto sicher funktioniert. Das Öl schmiert den Motor, das Scheibenwischwasser sorgt für Durchblick und das Kühlwasser hält den Motor auch im Sommer auf seiner optimalen Betriebstemperatur. Um die Kühlflüssigkeit nachzufüllen, reicht es allerdings nicht immer, einfach ein paar Liter Leitungswasser in das Reservoir zu kippen. Faktoren wie die Temperatur des Motors, die Füllhöhe des Reservoirs und nicht zuletzt auch eventuelle Zusatzstoffe spielen dabei eine Rolle

Wo kommt das frische Kühlwasser hinein?

Das erste Problem: Der Behälter, in den du das Kühlwasser nachfüllen musst, ist manchmal schwer zu finden. Oft sieht es aus wie ein kleines, weißes Plastikgefäß mit Deckel. An diesem sind Markierungen angebracht, zwischen denen sich der Kühlwasserstand befinden sollte. Wenn das Wasser unterhalb der unteren Markierung steht, muss frisches Wasser in den Kühlkreislauf.

Kühlmittel nachzufüllen, ist eine eher simple Wartungsarbeit, die eigentlich jeder Führerscheininhaber selbst durchführen kann. Nur eines ist wirklich wichtig: Öffne den Deckel des Kühlmittelreservoirs niemals, wenn der Motor noch heiß ist. Heißes Wasser erzeugt Druck im System, darum kann der Verschluss einfach nach oben schießen und alle Umstehenden mit fast kochendem Wasser bespritzen. Schwere Verbrühungen sind die Folge.

Also: Warte unbedingt, bis der Motor kalt ist! Wenn du mal zu viel Kühlflüssigkeit nachgefüllt haben, kann es sein, dass überschüssiges Wasser während der Fahrt austritt. Wenn das auf den heißen Motorblock gelangt, verdampft es in dicken weißen Wolken. Normalerweise ist das kein Problem, achte aber trotzdem darauf, nicht zu viel Wasser einzufüllen.

Kann man statt Kühlflüssigkeit auch Leitungswasser einfüllen?

Die meisten Motoren kommen tatsächlich mit simplem Leitungswasser klar, zumindest kurzfristig. Allerdings kann dieses Kalk enthalten, der sich auf Dauer ablagern und die Dichtungen porös machen kann. Darum eignet sich weicheres oder sogar destilliertes Wasser am besten. Spätestens, wenn es wieder kälter wird, sollte außerdem ein Additiv in den Kühler gegeben werden. Gefrierendes Wasser dehnt sich stark aus und kann im Kühlkreislauf schwere Schäden verursachen. Darum sollte beim Auffüllen des Kühlwassers ein bisschen Frostschutzmittel beigefügt werden. Besonders gute Mittel enthalten auch noch einen Rost- und Korrosionsschutz. Der sorgt dafür, dass Ihr Motor nicht nur kühl, sondern auch lange gut läuft.