Schwacke-Liste, ADAC & Co. – Bewertungen für Gebrauchtwagen

Wir verraten, wo du eine schnelle und kostenlose Fahrzeugbewertung erhältst!
Eine Fahrzeugbewertung kann oft entscheidend sein.
Eine Fahrzeugbewertung kann oft entscheidend sein.
svetlana
Einleitung von Svetlana Haffner, Redakteurin bei PKW.de 08.01.2018

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen oder verkaufen möchte, stellt sich oft die Frage nach dessen tatsächlichem Marktwert. Es gibt viele Möglichkeiten einer Fahrzeugbewertung. In Deutschland sind die Schwacke-Liste und der ADAC die bekanntesten Anlaufstellen, wenn es um die Restwertermittlung von Gebrauchtwagen geht. Sowohl Schwacke als auch ADAC haben ihre Vorteile, sind jedoch nicht kostenfrei. Wer Geld sparen will, muss zu kostenlosen Alternativen wie der DAT-Fahrzeugbewertung oder dem PKW.de Preis-Check greifen.

Update 8.1.2017: Diesen Artikel haben wir für euch aktualisiert und mit Links versehen.

Wer vor dem Kauf oder dem Verkauf eines Pkw steht, will oftmals den aktuellen Marktwert des Fahrzeugs wissen, um den bestmöglichen Kaufpreis zu erzielen bzw. einen guten Deal abzuwickeln. In Deutschland gibt es einige Möglichkeiten, um den aktuellen Marktwert eines Gebrauchtwagens zu ermitteln. Die bekanntesten sind die Schwacke-Liste und die Fahrzeugbewertung des ADAC.

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So erhältst du Einblick in die Schwacke-Liste

Die Schwacke-Liste kennt man bereits seit Ende der Fünfzigerjahre. 1957 veröffentlichte der Autohändler Hanns W. Schwacke eine erste Liste, die damals noch aus nur einer Seite bestand und lediglich zwei Opel-Modelle umfasste. Heute finden sich über 3.000 verschiedene Fahrzeugmodelle in der Schwacke-Liste wieder. Es gibt Listen u. a. für Pkw, Motorräder, Wohnwagen und Nutzfahrzeuge, die sowohl von Gewerbetreibenden als auch von Privatpersonen eingesehen werden können.

Anhand von Angaben zu Fahrzeugtyp, Baujahr, Laufleistung und Ausstattung lässt sich der ungefähre Restwert von Gebrauchtwagen ermitteln. Für Privatleute stellt die Online-Fahrzeugbewertung von Schwacke die einfachste Möglichkeit dar, den Marktwert eines Gebrauchtwagens zu ermitteln. Dafür müssen sie einige für die Berechnung relevante Daten wie z. B. Zulassungsdatum, Modell, Marke und Kilometerstand eingeben, um anschließend aus einer Liste von infrage kommenden Modellen das eigene auszuwählen. Schließlich müssen noch die Sonderausstattungen, die je nach Fahrzeug z. B. ein Radio, eine Klimaautomatik oder ein Navigationssystem umfassen können, gewählt werden und schon ist man fast am Ziel. Es fehlt nämlich nur noch eines – die Bezahlung.

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Rund acht Euro verlangt die EurotaxSchwacke GmbH für die Fahrzeugbewertung. Zunächst ist es viel Geld für eine Leistung, die man nicht sieht, muss man doch alle Fahrzeugdaten selbst heraussuchen und eintragen. Doch für die eigentliche Bewertung sind eine Vielzahl unterschiedlichster Daten erforderlich, die alle von Schwacke in einer großen Datenbank erfasst und anschließend analysiert werden. Dazu gehören u. a. Daten aus Fachpresse, Zeitungsinseraten, internen Preislisten und Firmenwagen-Portalen der Hersteller, Pkw-Börsen im Internet sowie Statistiken. Insgesamt fließen in die Schwacke-Bewertung etwa 700.000 Vergleichswerte mit ein, welche die Ermittlung eines möglichst realitätsnahen Restwert eines Gebrauchtwagens ermöglichen.

Fahrzeugbewertung und Restpreisermittlung: Diese Möglichkeiten bietet der ADAC

Während Schwacke für eine Online-Bewertung um die acht Euro verlangt, bietet der ADAC diesen Service für seine Mitglieder kostenlos an. Eine ADAC-Mitgliedschaft kostet 49,00 Euro im Jahr, was effektiv etwa 4,00 Euro pro Monat bedeutet. In diesem Preis sind aber auch andere Services inbegriffen, wie z. B. kostenlose Muster-Kaufverträge, Rechtsberatung, Pannen- und Unfallhilfe sowie Tipps und Ratschläge für den Autokauf. Der Clou dabei ist: Mitglieder können die Online-Fahrzeugbewertung zu jeder Zeit und so oft sie wollen nutzen. Die Fahrzeugbewertung erfolgt beim ADAC nicht viel anders als bei Schwacke. Auch in diesem Fall müssen Nutzer eine Reihe von Daten wie Modell, Baujahr und Kilometerstand in ein Online-Formular eingeben, um einen Schätzwert ermitteln zu lassen.

Während Interessenten bei Schwacke ein Entgelt bezahlen müssen, um einen Einblick in die Schwacke-Liste zu bekommen, bietet der ADAC außerdem eine kostenlose Online-Preisliste, die etwa 3600 Modelle umfasst auch für Nichtmitglieder an. Die Gebrauchtwagenpreise in der Schwacke-Liste des ADAC basieren auf den Erhebungen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT). Wichtig: Die in der ADAC-Schwacke-Liste angegebenen Preise sind reine Händler-Verkaufspreise. Diese sind von den Händler-Einkaufspreisen sowie von auf dem Privatmarkt erzielten Verkaufspreisen zu unterscheiden, wobei letztere in der Regel 8 bis 15 Prozent unter dem Händler-Verkaufspreis liegen. Darüber hinaus beinhalten die Preise in der Schwacke-Liste des ADAC weder Auf- noch Abschläge aufgrund hoher/niedriger Kilometerstände sowie vorhandener Extras bzw. Sonderausstattungen.

ADAC vs. Schwacke – wer bietet die bessere Leistung?

Ob der ADAC oder Schwacke besser ist, muss jeder Nutzer selbst entscheiden. Wer ohnehin Mitglied im Allgemeinen Deutschen Automobil-Club ist, sollte logischerweise dessen kostenlose Fahrzeugbewertung nutzen. Zwar bietet der ADAC eine eigene Schwacke-Liste online an, die auch für Nichtmitglieder kostenlos abrufbar ist, allerdings beinhaltet diese nur 3.600 Modelle, die maximal acht Jahre alt sind. Dennoch kann sich ein Blick in diese Tabellen lohnen, wenn man den Restwert eines jüngeren Gebrauchtwagens wissen will. Wer die ADAC-Fahrzeugbewertung nicht nutzen kann und die Online-Fahrzeugbewertung bei Schwacke durchführen lassen will, wird um die Bezahlung nicht herumkommen.

Der ADAC bietet kostenlose Einsicht in seine Preisliste mit 3.600 Gebrauchtwagen.
Der ADAC bietet kostenlose Einsicht in seine Preisliste mit 3.600 Gebrauchtwagen.

Der Markt bietet aber auch einige kostenlose Alternativen zum ADAC und zur Schwacke-Liste. Eine davon ist zum Beispiel die DAT-Fahrzeugbewertung, die auch dem ADAC als Grundlage dient. Diese kann ebenfalls online in wenigen Schritten und unter Berücksichtigung der wichtigsten Parameter wie Fahrzeugbaujahr, Kilometerstand und Marke/Modell durchgeführt werden. Anschließend erfährt der Nutzer umgehend den geschätzten Restwert des Fahrzeugs. Allerdings werden auch bei dieser Bewertung Faktoren wie Sonderausstattungen oder hohe Laufleistungen nicht berücksichtigt, obwohl diese eine wichtige Rolle bei der Ermittlung eines reellen Marktwertes spielen. Möchte man den tatsächlichen Restwert des Gebrauchten wissen, muss ein Kfz-Sachverständiger beauftragt werden, was wiederum höhere Kosten verursacht.

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Der ebenfalls kostenlose PKW.de Preis-Check hingegen bezieht auch solche Faktoren in die Berechnung mit ein und ermittelt ausschließlich anhand echter Marktdaten den aktuellen Marktwert von Gebrauchtwagen. Mit unserer Fahrzeugbewertung können wir bei rund 650 Modellen von 100 Herstellern für alle Gebrauchtwagen den aktuellen Marktwert ermitteln. Die Genauigkeit der Ergebnisse wurde vom TÜV-Rheinland geprüft und bestätigt.

Kostenlose und faire Sofort-Bewertung Ihres Fahrzeugs Für die Online-Wertermittlung analysieren unsere Hochleistungs-Server permanent alle Gebrauchtwagen auf dem Markt. Sie beobachten deren Preise und Preisentwicklung, wobei ein eigens von uns entwickelter Algorithmus automatisch erkennt, welche Ausstattungsmerkmale die Preise beeinflussen und welche nicht. Dadurch erhält jedes Auto eine ganz individuelle Wertermittlung, die genau berücksichtigt, was bei diesem konkreten Fahrzeug an Bord ist.

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen will, kann in unserer Autobörse sein Wunschmodell eingeben und erhält eine Übersicht aller erhältlichen Gebrauchtwagen. Das Beste dabei ist: Der ermittelte Marktwert wird dem Nutzer sofort zu jedem Angebot angezeigt. Attraktive Angebote werden dabei mit ‘Superpreis’ und ‘fairer Preis’ gekennzeichnet und sind so auf einen Blick erkennbar.

Bei PKW.de siehst du direkt, welcher Deal sich lohnt.
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Möchte man wiederum sein Fahrzeug verkaufen, bietet sich die PKW.de Sofort-Bewertung an, die ebenfalls online in nur wenigen Schritten durchgeführt werden kann. Abgefragt werden neben gängigen Angaben zu Modell und Baujahr außerdem die wichtigsten Ausstattungsmerkmale. In Minutenschnelle erfährt der Nutzer so den fairen Händlerankaufspreis für sein Fahrzeug.

(Bildmaterial: ⓒiStock.com/mrdoomits; Screenshot PKW.de; Screenshot ADAC)


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