Welche Ausstattung lohnt sich beim Autokauf und welche nicht?

Wir sagen Ihnen, welche Extras an Bord eines Neuwagens gehören
Welche Extras machen beim Autokauf Sinn, welche weniger?
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sascha
Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 14.04.2015

Wer ein neues Auto kauft, der macht sich zumeist keine große Gedanken über den Wiederverkauf des Fahrzeugs. Doch wer den Wertverlust am Ende möglichst gering halten möchte, sollte bereits beim Kauf darauf achten, dass er die richtige Ausstattung wählt. Erfahren Sie hier, was mit an Bord gehört.

Ausstattungsnachfrage abhängig vom Fahrzeugsegment

Für den Wiederverkaufswert eines Autos kommt der Ausstattung eine bedeutende Rolle zu. Da bestimmte Extras besonders stark nachgefragt sind, erhöht es die Chancen, das Auto später zu einem guten Kurs zu verkaufen. Je nach Fahrzeugtyp und Segment hat jedoch nicht jedes Extra werterhaltendes Potenzial. Ein fehlendes Ausstattungsdetail kann dagegen den Wiederverkaufswert erheblich nach unten senken.

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Zu den Extras, die vor allem in der Kleinwagen- und in der Kompaktklasse als Standard angesehen werden, gehören Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Metallic-Lackierung sowie ESP. Hierauf gilt es lieber nicht zu verzichten. Beim Kompaktwagen sollten ebenso Alufelgen sowie Sitzheizung nicht fehlen. Dagegen wirken sich eine Standheizung, Automatikgetriebe, Xenon-Scheinwerfer oder eine Anhängerkupplung kaum auf den Wiederkaufswert in dieser Fahrzeugklasse aus.

In der Mittelklasse gehören dagegen Xenonlicht, sowie ein Navigations- und Infotainmentsystem zum Standard und sind beim Kauf eines Fahrzeugs absolut ratsam. Um später einen hohen Wiederverkaufswert zu erzielen, sind ebenso Parkassistent und Lederausstattung unverzichtbare Extras. Oberklassefahrzeuge sollten zusätzlich auch über Schiebedach sowie LED-Scheinwerfer verfügen. Als Merkregel kann gelten: Je größer das Auto, desto bedeutsamer ist eine gehobene Ausstattung für den Wiederverkauf.

Assistenzsysteme weit weniger begehrt

Während bestimmte Ausstattungsdetails bei einem Kfz zum absoluten Muss gehören, sind andere weit weniger gefragt und gelten oft nur als netter Zusatz. So hat die markenunabhängige Leasinggesellschaft LeasePlan herausgefunden, dass nicht alle Ausstattungsmerkmale, die beim Neuwagenkauf begehrt sind, auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt eine Rolle spielen. So etwa sind Assistenzsysteme wie ein Distanzregeltempomat, ein Spurwechselassistent oder der selbstlenkende Parkassistent bei Gebrauchtwagen derzeit nur wenig gefragt und beim Wiederverkaufswert deshalb von geringer Bedeutung.

Und eine Garantie für einen guten Wiederverkaufswert ist eine große Ausstattung ebenfalls nicht, denn auch diese verliert schnell an Wert. Bereits nach drei Jahren sind die Extras oft nur noch ein Drittel ihres ursprünglichen Kaufpreises wert. Zudem ist der Gebrauchtwagen-Käufer in der Regel nicht bereit, für zusätzliches Zubehör mehr zu bezahlen. Ein großes Mehr an Ausstattung führt also nicht unweigerlich zu einem höheren Verkaufspreis.

Wer bei der Fahrzeuganschaffung auf das falsche Zubehör setzt, verliert beim Wiederverkauf ebenfalls schnell mehrere Tausend Euro. So kann eine spezielle Wagenlackierung oder eine wenig geschätzte Innenausstattung dazu führen, dass der Gebrauchte deutlich an Wert verliert, weil sich nur wenige Interessenten dafür finden. Da die Nachfrage den Marktwert bestimmt, wird es dann schwierig, einen guten Preis für das Auto zu erzielen.

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