Autoausstattung: Straßenverkehr in Zahlen

Was steckt drin in deutschen Autos?
Wie viele Autos gibt es in Deutschland?
Autos in Zahlen: So sehen deutsche Straßen in der Statistik aus. Shai_Halud / Shutterstock.com
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Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 09.10.2017

Autoneid scheint besonders in Deutschland weit verbreitet zu sein. Egal was man fährt, der Nachbar scheint es immer noch in wenig bequemer zu haben. Jetzt zeigt eine Statista-Umfrage, wie genau der Alltag im deutschen Straßenverkehr aussieht. Die Ergebnisse der Studie offenbaren noch die ein oder andere Überraschung.

Diesel auf dem Rückzug

Seit dem Diesel-Skandal geht der Anteil der Selbstzünder auf deutschen Straßen rapide zurück. Nur noch 26 Prozent der befragten Autofahrer geben an, einen Diesel zu fahren. Die offiziellen Zulassungszahlen liegen zwar etwas darüber, aber der Abwärtstrend für Dieselfahrzeuge ist sehr deutlich. Dafür geht der Aufschwung der alternativen Antriebe weiter: Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz von Elektroautos um 33,4 Prozent, Hybridfahrzeuge waren fast 27 Prozent beliebter als 2016. So besonders ist das aber gar nicht: Fahrzeuge mit alternativen Antrieben machen gerade einmal 0,4 Prozent des deutschen Fahrzeugbestandes aus. Technologischer Fortschritt sieht anders aus.

Sonderausstattungen: Die Deutschen mögen es kühl.

Tatsächlich steckt in deutschen Autos weniger Luxus, als man annehmen sollte. Immerhin: Es gibt kaum noch Autos ohne Klimaanlage. Nur knapp 20 Prozent der Autofahrer müssen im Sommer schwitzen. Navigationssysteme sind immerhin in jedem vierten Auto eingebaut und angeblich fahren ganze 23 Prozent einen Wagen mit Einparkhilfe. Immerhin: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Nachbar tatsächlich das schnellere Auto fährt, ist gering: Nur unter jeder zehnten Motorhaube stecken mehr als 150 PS.

Die SUV-Lüge?

Auch interessant: Offenbar geben Autofahrer ungern zu, ein SUV oder einen Geländewagen zu fahren. In der Umfrage gaben nur 5,9 Prozent der Befragten an, ein solches übergroßes Fahrzeug zu fahren, der Anteil dieser Klassen auf deutschen Straßen liegt aber bei über 9 Prozent. Der Trend zu großen Autos ist also noch immer nicht gebrochen.

Deutsche Autos werden immer älter

Die Autos der Deutschen werden, genau wie ihre Besitzer, immer älter: Im Durchschnitt sind PKW schon seit 9,3 Jahren auf den Straßen unterwegs. Nur die Autos der Belgier sind neuer und in Polen dauert ein Autoleben im Schnitt mehr als 17 Jahre. Übrigens: Mit mehr als 188.000 Kilometern Laufleistung am Ende des Autolebens gilt der Audi A3 als der beste Langläufer der letzten Jahrzehnte.

Autonation Deutschland

Insgesamt scheinen sich die Trends der letzten Autojahre also fortzusetzen. Immer mehr SUV und Geländewagen wälzen sich durch die Vorstädte, während die mangelnde Infrastruktur nach wie vor den Verkauf von Elektroautos verhindert. Knapp jeder zehnte Deutsche fährt einen Sportwagen und Bluetooth im Auto wird immer beliebter. Ach ja, insgesamt fahren in Deutschland 45.803.560 Autos.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)


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