24.03.2015

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Keiner ist schneller

Honda Civic Type R: Preis und Nordschleifen-Rekord vermeldet
Honda Civic Type R: 270 km/h für 34.000 Euro.
Kommt im Sommer 2015 für 34.000 Euro in Deutschland auf dem Markt: Honda Civic Type R.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 24.03.2015

Köln, 24.03.2015 – Der Rüstungswahn in der frontgetriebenen Kompaktklasse hat unter anderem auf der Nürburgring-Nordschleife in jüngster Zeit mehrfach neue Rekordmarken beschert. So lieferten sich im Jahr 2014 Renault und Seat hier eine kleine Marketing-Schlacht, denn beide Marken übertrafen sich mit den Starkversionen von Mégane und Leon abwechselnd mit neuen Bestmarken knapp unterhalb von acht Minuten für eine Fahrt um die Nordschleife. Diese Rekorde will jetzt Honda mit dem Civic Type R mit einer neuen Frontantriebs-Bestmarke von 7:50 Minuten überflügelt haben. Nebenbei hat Honda noch den Preis für den Rekordmarken-Jäger verraten.

34.000 Euro wollen die Japaner für ihren recht martialisch auftretenden Kompaktboliden, der im Sommer 2015 offiziell in den Markt startet, mindestens haben. Optisch bekommt man dafür schon mal einen erhöhten Aufmerksamkeitsfaktor geboten, denn der Viertürer beeindruckt mit diversen Breitbau-Accessoires, einem gewaltigen Heckflügel und eine diffusorartige Heckschürze mit vier Auspuffendrohren. Understatement sieht anders aus.

Jenseits von Understatement: Das martialische Heck des Honda Civic Type R.
Jenseits von Understatement: Das martialische Heck des Honda Civic Type R.
Auch fahrtechnisch bekommt man im Fall des Civic Type R mehr als das Übliche geboten. Der Zweiliter-Vierzylinder-Benziner soll dank Zwangsbeatmung stolze 310 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment allein an die Vorderräder schicken. Damit soll die Sprintzeit lediglich 5,7 Sekunden betragen, während die Höchstgeschwindigkeit mit atemberaubenden 270 km/h angeben wird. Gekoppelt ist der Motor an ein manuelles Sechsgang-Handschaltgetriebe. Die 7,5 Liter Normverbrauch bewegen sich angesichts der Fahrleistungen im Rahmen, werden dies allerdings praktisch eher selten bleiben, denn der Turbomotor wird, sofern man viel Leistung abruft, auch deutlich mehr Sprit verbrauchen. Wahrscheinlich wird man praktisch meist mit zweistelligen Werten leben müssen.

Fahrwerk für Performance stark optimiert

Angriffslustige Front: Honda Civic Type R.
Angriffslustige Front: Honda Civic Type R.
Damit die Kräfte auch sauber auf die Straße kommen, hat Honda dem Type R ein adaptives Dämpfersystem mit vier fest programmierten Stufen entwickelt. Das Dämpfersystem stellt sich aktiv auf die Fahrbahnzustand ein und hilft damit, die extremen Belastungen aktiv und kontrolliert auszugleichen. Zudem soll eine Doppelachsenaufhängung an der Vorderachse helfen, die hohen Antriebskräfte mit minimalen Lenkeinflüssen auf die Straße zu bringen. Filigrane und quasi gummibedampfte Leichtmetallräder sowie gelochte Bremsscheiben mit 350 Millimeter Durchmesser von Brembo runden das sehr kompetent anmutende Fahrwerkssetup ab. Konstruktionsbedingt kann der Fronttriebler nicht zum Querfahren wie etwa ein BMW 1er eingesetzt werden, aber immerhin verfügt der Japaner noch über einen klassischen Handbremshebel, mit dem ein kesses Ausstellen des Hecks zumindest möglich ist.

Auf den Geschmack sportlicher Fahrer abgestimmt: Innenraum des Honda Civic Type R.
Auf den Geschmack sportlicher Fahrer abgestimmt: Innenraum des Honda Civic Type R.
Neben all den sportlichen Besonderheiten zeichnet sich der Civic Type R zudem noch durch eine gute Ausstattung aus. Wie es sich für ein dynamisch ausgelegtes Modell gehört, gibt es Schalensitze mit Bezügen in Veloursleder-Optik, einen Aluschaltknauf und einen schwarzen Dachhimmel. Damit die Insassen einen kühlen Kopf bewahren können, gibt es zudem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Wer noch einmal 2.500 Euro drauflegt, bekommt das GT-Pack, welches unter anderem Parkpiepser vorne und hinten, Licht- und Regensensor, elektrische Außenspiegel, ein Infotainmentsystem mit großem Touchscreen sowie ein klanggewaltiges CD-Radio beinhaltet. Auch bei der Sicherheit kann der Type R sich sehen lassen, denn ein Spurhalteassistent, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Fernlichtassistent, ein Totwinkel-Warner und die zeitgemäße Frontsensorik mit Kollisionswarner sowie City-Notbremsfunktion runden das üppige Paket ab.

Angesichts seines Performance-Potenzials und seiner vielen Nettigkeiten ist der Honda Civic Type R im Vergleich zu den Mitbewerbern durchaus günstig eingepreist. Der Renault Mégane mit 273 PS als auch der Seat Leon mit 280 PS sind jeweils sogar leicht teurer und bieten zudem deutlich weniger Leistung.

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(Bildmaterial: Honda)


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