Der Hybrid-Herbst 2016 – Neuheiten mit Hybridantrieb

Hyundai IONIQ und Kia Niro machen dem Hybrid-Altmeister Prius Konkurrenz
2016 ist das Jahr der Hybridautos – mit dem Kia Niro und Hyundai IONIQ kriegt der Toytoa Prius neue Konkurrenz.
Hybrid steht für zukunftsweisende und energieeffiziente Antriebstechnik. maziarz / Shutterstock.com
lukas
Einleitung von Lukas Thies, Redakteur bei PKW.de 14.10.2016

Es ist schon ein Weilchen her, da sorgte Toyota mit dem Prius und dessen alternativem Antrieb für Aufsehen. Die energieeffiziente Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor fand ihre Nische neben den herkömmlichen Antrieben. Zwischen 1997 und 2015 konnte Toyota mehr als 8,5 Millionen Autos mit Hybridantrieb auf der ganzen Welt absetzen und ist damit ungeschlagener Marktführer in dieser Kategorie. Diesen Herbst erscheinen mit dem Hyundai IONIQ und dem Kia Niro zwei neue Konkurrenten für den japanischen Hybrid-Pionier. In Zeiten drohender Dieselverbote bringen die Südkoreaner somit zwei bezahlbare Hybridautos mit einigen interessanten Neuerungen auf den Markt.

Hybrid statt Diesel? Diese Hybridautos sind eine saubere Alternative

Der Dieselmotor ist gerade in Europa ein sehr beliebter Antrieb, doch nach dem Volkswagen-Skandal scheint dieser langsam das Vertrauen der treuen Kundschaft zu verlieren. Selbst im Diesel-Land Deutschland, wo die großen Autohersteller den angeblich sauberen Selbstzünder als Zukunftstechnologie auserkoren haben, stellt der Hybridantrieb neben dem Ottomotor für viele Neuwagenkäufer mittlerweile eine ernsthafte Alternative dar. Mögliche Diesel-Fahrverbote, die aufgrund der erhöhten Steinstaubbelastung in den Innenstädten ausgesprochen werden könnten, sind zwar noch nicht beschlossen, aber auch keine Utopie mehr. Darüber hinaus nehmen viele Hersteller ihre kleineren Dieselmodelle aus ihrem Programm, da die Abgasreinigung einfach zu teuer und aufwendig für diese Preisklasse wird.

Hybrid-Offensive der Südkoreaner im Herbst 2016 – Hyundai IONIQ und Kia Niro

Die Hybridoffensive der Südkoreaner kommt also zu einem Zeitpunkt, zu dem sich viele potenzielle Käufer nach zukunftstauglichen Alternativen zum Diesel umsehen. Der Kia Niro im angesagten SUV-Look ist seit September und der futuristische Hyundai IONIQ seit Oktober 2016 in Deutschland erhältlich. Preislich sagen die südkoreanischen Hersteller der bewährten Konkurrenz um Toyota Prius und Auris den Kampf an – der IONIQ ist ab 23.900 Euro und der Niro ab 24.990 Euro hierzulande erhältlich.

Den Hyundai IONIQ gibt e als Hybrid-, Elektro- und Plugin-Hybridauto. Bildquelle: <a href='http://www.shutterstock.com/gallery-499780p1.html?cr=00&pl=edit-00'>VanderWolf Images</a> / <a href='http://www.shutterstock.com/editorial?cr=00&pl=edit-00'>Shutterstock.com</a>
Den Hyundai IONIQ gibt e als Hybrid-, Elektro- und Plugin-Hybridauto. Bildquelle: VanderWolf Images / Shutterstock.com

Die in enger Zusammenarbeit mit den Batterieherstellern LG Chem und SK Innovation von Grund auf neu entwickelte Plattform des Hyundai IONIQ schließt sowohl einen Hybrid- als auch einen Elektro- und Plug-in-Hybrid-Antrieb mit ein. Somit finden drei verschiedene Antriebskonzepte Platz unter einer einheitlichen Karosserie, was es in der bisherigen Automobilgeschichte so noch nicht gab. Im Gegensatz zu den Toyota-Hybridmodellen schaltet der Hyundai IONIQ mithilfe eines Doppelkupplungsgetriebes und nicht mit der Toyota-typischen stufenlosen CVT-Automatik.

Der Kia Niro verbindet den beliebten SUV-Look mit zukunftsweisendem Hybridantrieb. Bildquelle: <a href='http://www.shutterstock.com/gallery-285811p1.html?cr=00&pl=edit-00'>Darren Brode</a> / <a href='http://www.shutterstock.com/editorial?cr=00&pl=edit-00'>Shutterstock.com</a>
Der Kia Niro verbindet den beliebten SUV-Look mit zukunftsweisendem Hybridantrieb. Bildquelle: Darren Brode / Shutterstock.com

Der Kia Niro vereint innovative Hybridtechnik mit populärem SUV-Look. Bei vielen Hybridmodellen sahen sich die Hersteller scheinbar gezwungen, eine extravagant-futuristische Optik zu bieten, um jedem Verkehrsteilnehmer die avantgardistische Individualität des Hybridfahrers zu suggerieren. Mit dem Niro versucht sich Kia an einer anderen Herangehensweise: Von außen ist er in seinem angesagten SUV-Crossover-Look nicht sofort als Hybridauto zu erkennen. Erst wenn der 44 PS starke Elektromotor den Boliden lautlos vom Fleck bewegt, merkt man, was hinter der bulligen Optik steckt. Nach einigen 100 Metern übernimmt dann der 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS das Kommando. Wie beim IONIQ übernimmt auch beim Niro eine 6-Gang-Doppelkupplungsautomatik die Schaltvorgänge.

(Bildmaterial: ©shutterstock.com)


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