Aston Martin Valkyrie – Der Walkürentritt

Aston Martin will wieder bei den Wahnsinnigen mitspielen. Die Valkyrie ist dafür bestens geeignet

Die Valkyrie von Aston Martin Die Valkyrie ist eine ungewöhnliche Erscheinung.

Aston Martin ist berühmt für dramatische Auftritte in eleganten Autos. Understatement als Designelement wird bei den Briten ganz groß geschrieben. Was aber passiert, wenn man den Fünfuhrtee großzügig mit LSD versetzt und einfach mal alle Hemmungen fallen lässt? Bei Aston sieht das Ergebnis aus wie ein Auto, das nicht mal Ferrari so hätte gestalten können. Die Aston Martin Valkyrie ist alles, was das Superauto so unsinnig, übertrieben und vor allem verdammt cool macht.

Seit ein paar Jahren geht ein dringend benötigter frischer Wind durch die bunte Welt der Supersportwagen. Der Bugatti Veyron wird endlich nicht mehr hergestellt, dafür stiegen Porsche, McLaren und Ferrari wieder in das Geschäft mit den wirklich übertriebenen Fahrzeugen ein. Rimac, Tesla und Fisker setzen ihrerseits auf Elektromotoren und der Project One von Mercedes AMG soll zeigen, dass die Stuttgarter auch Autos für Menschen unter 70 bauen können. Wo aber bleibt Aston Martin? Die Briten haben sich bei der Entwicklung der Valkyrie Hilfe von unwahrscheinlichen Partnern geholt.

Die Aston Martin Valkyrie kommt fast ohne Spoiler aus

Mercedes‘ Project One basiert auf Formel 1-Technologie. Aston Martin wollte für die Valkyrie etwas Ähnliches, aber mit einem V6 wollte man sich dann doch nicht abgeben. Darum fiel die Wahl für das Herz der Valkyrie auf einen V12, der von der Tuningschmiede Cosworth eine großzügige Steroidkur bekam. Das 6,5 Liter-Aggregat soll ohne Aufladung daher kommen und für bis zu 11.000 Umdrehungen gut sein. Das wirklich Besondere an der Aston Martin Valkyrie ist aber die Form des Supersportwagens. Auf den ersten Blick scheint Astons großer Wurf einfach weniger Auto zu sein. Wo normalerweise breite Schweller und Lufteinlässe zu sehen sind, ist hier einfach ein Loch. Das lässt den Supersportwagen aussehen wie ein höher gelegtes Geländeauto. Die Idee: Anstatt eines übergroßen Heckspoilers setzt man auf sogenannte Venturi-Tunnel. Die Luftkanäle am Unterboden des Autos erzeugen den Anpressdruck unter dem Wagen anstatt darüber.

Die Valkyrie hat ihren Preis. Und was für einen.

Das merkwürdige Äußere der Aston Martin Valkyrie hat also durchaus einen Sinn. Zusammen mit den elektronischen Assistenzsystemen soll die Technologie eine Seitenbeschleunigung von mehr als 4 G ermöglichen. Die sonstigen Zahlen sind genauso beeindruckend wie nichtssagend: 1130 PS, 1030 kg Gewicht, über 400 km/h Höchstgeschwindigkeit und mehr als 3 Millionen Euro Kaufpreis.

Höher gelegt. Gut zu sehen ist der Venturi-Tunnel unter dem Cockpit.Höher gelegt. Gut zu sehen ist der Venturi-Tunnel unter dem Cockpit.

Ab nach Le Mans? Zumindest äußerlich passt die Valkyrie in das Legendäre Starterfeld.Ab nach Le Mans? Zumindest äußerlich passt die Valkyrie in das Legendäre Starterfeld.

Minimalistisch: Beim Einbau des Cockpits vergaß man offenbar den Einbau eines Cockpits.Minimalistisch: Beim Einbau des Cockpits vergaß man offenbar den Einbau eines Cockpits.

(Bildmaterial: Aston Martin)

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