Auto abschleppen lassen: Was es kostet und wohin es geht

Details zu Abschleppdiensten
Truck auf Truck
Mit schwerem Gerät räumen Abschleppdienste auch das schwerste Fahrzeug aus dem Weg. CrispyPork/Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 24.05.2018

Eine Panne mit einem Auto, das nicht mit Seil oder Stange abgeschleppt werden kann, ist besonders ärgerlich. Denn anstatt sich auf die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen verlassen zu können, muss man sein Fahrzeug von einem professionellen Abschlepper von der Straße holen lassen. Aber nicht immer sind Autofahrer zufrieden mit dem Abschleppdienst, denn sie ignorieren eine fundamentale Tatsache: Ein Abschleppwagen ist kein Taxi.

Es geht in die Werkstatt, ob Sie wollen oder nicht.

Ein Auto, das nur noch von einem Abschleppdienst bewegt werden kann, hat offensichtlich ein ernsteres Problem. Darum sollte die erste Fahrt natürlich die nächste Werkstatt zum Ziel haben. Genau die ist es auch, in die der Abschleppfahrer Ihr Auto auf direktem Wege bringt. Wer der Meinung ist, der Fahrer müsste ihn und sein Auto bis vor die eigene Haustür bringen, der irrt. Ausnahmen gibt es im Falle einer Panne nur selten. Allerdings kann man mit vielen Abschleppdiensten einen Termin für eine solche Überführung machen. Dann bringt der Abschleppwagen gestrandete Fahrer auch weiter als nur bis zur Werkstatt.

Abschleppen lassen kostet Geld. Viel Geld.

Der ADAC schleppt kostenlos ab, oder? Nein, bei weitem nicht. Die gelben Engel übernehmen innerhalb Deutschlands Abschleppkosten bis 300,- Euro, im Ausland allerdings nur mit einer Plus-Mitgliedschaft. Andere Automobilclubs übernehmen die Kosten unbegrenzt oder limitieren die Kilometer, die kostenfrei abgeschleppt werden. Achtung: Der ADAC bietet Ihnen zwar an, im Pannenfall gleich vor Ort beizutreten, für diese Panne wird aber trotzdem nur eine Grundleistung angeboten. Die Kosten für den Abschleppdienst muss man also immer noch aus eigener Tasche bezahlen.

Und das kann schnell teuer werden. 30 Kilometer kosten ungefähr 270 Euro. Allerdings kann, je nach Methode, Wochentag und benötigter Ausrüstung, viel mehr fällig werden. Besonders gefährdet für teure Abschleppfahrten sind Elektroautos wie das Tesla Model S. Diese Fahrzeuge sollten nicht an Vorder- oder Hinterrad abgeschleppt werden. Elektromotoren, die von außen bewegt werden, wirken wie Generatoren. So kann empfindliche Steuerelektronik oder sogar die teure Traktionsbatterie schnell einer Überspannung zum Opfer fallen. Elektrofahrzeuge müssen also auf die Ladefläche eines Lastwagens gehievt und abtransportiert werden. Viele Abschleppdienste lassen sich den Einsatz dieses schweren Gerätes fürstlich entlohnen.

Diese Autos bleiben fast nie liegen!

Abschleppen lassen mit Vorbereitung ist günstiger

Eine Mitgliedschaft in einem der großen Automobilclubs kann sich also durchaus lohnen, und zwar nicht nur im Falle einer Panne. Neben dem ADAC gibt es auch noch den AVD, ACE und einige mehr, die alle verschiedene Leistungen bieten. Wer regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist, sollte überlegen, einer dieser Organisationen beizutreten. Nicht nur das Abschleppen lassen eines Autos wird dadurch weniger stressig.


Weitere Artikel zu diesem Thema