13.03.2020

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Auto abschleppen lassen: Was es kostet und wohin es geht

Details zu Abschleppdiensten
Truck auf Truck
Mit schwerem Gerät räumen Abschleppdienste auch das schwerste Fahrzeug aus dem Weg. CrispyPork/Shutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 13.03.2020

Eine Panne mit einem Auto, das nicht mit Seil oder Stange abgeschleppt werden kann, ist besonders ärgerlich. Denn anstatt sich auf die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen verlassen zu können, muss man sein Fahrzeug von einem professionellen Abschlepper von der Straße holen lassen. Wann Sie einen Abschleppdienst brauchen, wie teuer dies wird und wohin er Ihr Fahrzeug bringt, verrät Ihnen PKW.de.

  1. Wohin bringt der Abschleppdienst mein Auto?
  2. Wie viel Geld kostet das Abschleppen?
  3. In welchem Fall hilft nur noch der Abschleppdienst?
  4. Abschleppen lassen mit Vorbereitung ist günstiger

Wohin bringt der Abschleppdienst mein Auto?

Ein Auto, das nur noch von einem Abschleppunternehmen bewegt werden kann, hat offensichtlich ein ernsteres Problem. Darum bringt der Abschleppfahrer Ihr Fahrzeug auch auf direktem Weg in die nächste Werkstatt. Wer der Meinung ist, der Fahrer müsste ihn und sein Auto bis vor die eigene Haustür bringen, der irrt sich. Ausnahmen gibt es im Falle einer Panne nur selten. Allerdings kann man mit vielen Abschleppdiensten einen Termin für eine solche Überführung machen. Dann bringt der Abschleppwagen gestrandete Fahrer auch weiter als nur bis zur Werkstatt.

Wie viel Geld kostet das Abschleppen?

Der ADAC schleppt kostenlos ab, oder? Nein, bei weitem nicht. Die gelben Engel übernehmen innerhalb Deutschlands Abschleppkosten bis 300,- Euro, im Ausland allerdings nur mit einer Plus-Mitgliedschaft. Andere Automobilclubs übernehmen die Kosten unbegrenzt oder limitieren die Kilometer, die kostenfrei abgeschleppt werden.

Achtung: Der ADAC bietet Ihnen zwar an, im Pannenfall gleich vor Ort beizutreten, für diese Panne wird aber trotzdem nur eine Grundleistung angeboten. Den Preis für den Abschleppdienst muss man also immer noch aus eigener Tasche bezahlen.

Und das kann schnell teuer werden. 30 Kilometer kosten ungefähr 270 Euro. Allerdings können, je nach Methode, Wochentag und benötigter Ausrüstung auch deutlich höhere Kosten entstehen.

Je nach Situation und Versicherungsumfang kann auch die Kfz-Versicherung die Abschleppkosten übernehmen. Bei einem selbstverschuldeten Unfall werden die Kosten nur mit Teil- oder Vollkasko-Versicherung übernommen. Bei einer Panne werden die Kosten meist nur übernommen, wenn zusätzlich ein Schutzbrief zur Versicherung vorhanden ist. Wenn man sich nach einem unverschuldeten Unfall von Privatpersonen abschleppen lässt und keine Kaskoversicherung hat, wird die abschleppende Person für ihre Mühe entlohnt und bekommt etwa die Hälfte des örtlichen Abschlepp-Tarifs. Wenn Sie bei einem Unfall, an dem Sie selbst keine Schuld haben, lieber einen Abschleppdienst beauftragen wollen, so seien Sie beruhigt: In diesem Fall muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers das Abschleppen bezahlen. Wenn das Abschleppen von der Kfz- oder Haftpflichtversicherung bezahlt wird, sind Sie aber dazu angehalten, die Kosten möglichst gering zu halten.

Sie wollen Ihr Fahrzeug selber abschleppen? PKW.de verrät Ihnen wichtige Tipps!

In welchem Fall hilft nur noch der Abschleppdienst?

Elektroautos sollten nicht an Vorder- oder Hinterrad abgeschleppt werden. Elektromotoren, die von außen bewegt werden, wirken wie Generatoren. So kann empfindliche Steuerelektronik oder sogar die teure Traktionsbatterie schnell einer Überspannung zum Opfer fallen. Elektrofahrzeuge müssen also auf die Ladefläche eines Lastwagens gehievt und abtransportiert werden.

Auch Fahrzeuge mit Automatikgetriebe sollten besser vom Profi abgeschleppt werden. Gezogen werden dürfen sie nur in Stufe N und dann auch nur für wenige Kilometer. Durch das Abschleppen kann eine starke Wärme entstehen, die wiederum Schäden verursachen kann. Falls man im Fahrzeug mit automatischem Getriebe eine Funktion findet, um die Verbindung zwischen Antriebsachse und Getriebe zu entriegeln, kann man das Auto problemlos auch selbst abschleppen. Hier lohnt sich also ein Blick in das Handbuch.

Bei Autos mit Allradantrieb kann es ebenfalls sein, dass es nur auf eine bestimmte Art abgeschleppt werden darf. Ein Blick ins Handbuch ist auch hier sehr aufschlussreich, denn manche Automodelle dürfen nicht auf 4 oder auch 2 Rädern gezogen werden.

Abschleppen lassen mit Vorbereitung ist günstiger

Eine Mitgliedschaft in einem der großen Automobilclubs kann sich durchaus lohnen, und zwar nicht nur im Falle einer Panne. Neben dem ADAC gibt es auch noch den AVD, ACE und einige mehr, die alle verschiedene Leistungen bieten. Wer regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist, sollte überlegen, einer dieser Organisationen beizutreten. Neben dem Abschleppen hat eine solche Mitgliedschaft auch noch zahlreiche andere Vorteile.

Mein Auto wurde ohne mein Wissen abgeschleppt! PKW.de erklärt Ihnen, was zu tun ist.


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