Autounfall – was tun, wenn es geknallt hat?

Wie Sie sich nach einem Unfall verhalten sollten, erfahren Sie hier
Nach einem Autounfall sind viele zunächst ratlos. Was muss ich nun tun?
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Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 07.05.2015

Jedes Jahr passieren in Deutschland mehr als 2 Millionen Verkehrsunfälle. Der Schock nach einem Autounfall ist oft groß. Nur wenige Fahrer wissen, was danach zu tun ist. Wir sagen Ihnen, welches die wichtigsten Schritte nach einem Crash sind.

Autounfall – was gilt es zu tun?

Die meisten Unfälle verlaufen ohne schlimmere Folgen, zumeist handelt es sich nur um Blechschäden. Statistisch gesehen wird nur bei jedem fünften Zusammenstoß eine Person verletzt. Doch obwohl oft nichts Schlimmes passiert, reagieren viele Beteiligte bei einem Autounfall unbesonnen und wissen nicht, was zu tun ist.

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Zunächst einmal gilt es, Ruhe zu bewahren und die Unfallstelle abzusichern. Als verpflichtende Maßnahme ist die Warnblinkanlage des Fahrzeugs einzuschalten und die seit Juli 2014 mitführpflichtige Warnweste anzuziehen (idealerweise sollte für alle Insassen eine Signalweste vorhanden sein). Anschließend stellt man das Warndreieck und – falls vorhanden – eine Warnleuchte in ausreichender Entfernung auf. Im Stadtverkehr sollte der Abstand des Warndreiecks zum Fahrzeug etwa 50 Meter, auf Landstraßen 100 Meter sowie auf Autobahnen 200 Meter betragen. Bei Dunkelheit ist es grundsätzlich ratsam, die Fahrzeugbeleuchtung einzuschalten. Bei Bagatellschäden muss das Fahrzeug unverzüglich aus der Gefahrenzone befördert werden. Bei einem Crash sowie einer Panne auf der Autobahn gilt es, umgehend einen sicheren Schutz aufzusuchen (etwa hinter der Leitplanke.)

Ist eine Notrufsäule in der Nähe, benutzt man diese, um Hilfe zu holen. Alternativ lässt sich per Mobiltelefon der Notruf der Autoversicherer unter (0800) 66 836 63 (die entsprechende Buchstabenfolge für diese Nummer lautet 0800 NOTFON D) anwählen. Die Mitarbeiter beim Notruf der Autoversicherer nehmen die Unfalldaten auf und entsenden bei Bedarf ein Pannenhilfsfahrzeug oder einen Abschleppwagen.

Bagatellunfall kann selbst aufgenommen werden

Bei einem Unfall mit geringfügigen Blechschäden verlangen Versicherer für die Schadensregulierung keine polizeiliche Unfallaufnahme. In so einem Fall notiert man sich alle wichtigen Daten der Unfallbeteiligten sowie eventueller Zeugen. Hierzu gehören vor allem das Kennzeichen des Unfallgegners, Anschrift des Fahrzeughalters (falls abweichend auch die des Fahrers) sowie die Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheins. Unser Tipp: Der Zentralruf der Autoversicherer ermittelt unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 25 026 00 die zuständige Versicherung des Unfallverursachers. Erforderlich ist hierzu das Kennzeichen des gegnerischen Fahrzeugs. Um den Unfallhergang festzuhalten, ist auch das Erstellen eines Unfallprotokolls empfehlenswert. Hierzu sollte man am besten einen Europäischen Unfallbericht verwenden, den man bei jedem Versicherer erhält. Ebenso hilfreich zur Klärung des Unfallhergangs ist es, wenn man Fotos von den Fahrzeugschäden und dem Unfallort macht. Hier ist es auch ratsam, die Spuren des Unfallhergangs, etwa Reifen- und Kratzspuren auf der Straße, im Bild festzuhalten.

Vor allem bei Personen- oder hohem Sachschaden und wenn die Schuldfrage strittig ist, sollte man unbedingt die Polizei zur Unfallaufnahme hinzuziehen.

Beim Autounfall wurde jemand verletzt – was ist zu tun?

Sind Personen bei dem Autounfall verletzt wurden, wissen viele Autofahrer nicht, was sie tun sollen. Nachdem man die Unfallstelle abgesichert hat, gilt es, zunächst die Rettungskräfte unter 112 zu alarmieren und anschließend dem Verletzten Erste Hilfe zu leisten.

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