Wie lässt sich Rost entfernen am Auto?

Wie man der Korrosion am geliebten Wagen am besten zu Leibe rückt
Rostige Stellen am Auto lassen sich auch in Eigenregie entfernen
©iStock.com/Stefani_Ecknig
sascha
Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 15.04.2015

Wind und Wetter setzen einem Auto und besonders dem Lack ordentlich zu. Ein paar Rostflecken können da schnell das Erscheinungsbild des geliebten Wagens trüben. Wir sagen Ihnen, wie Sie Rost am Auto einfach und effektiv entfernen.

Rost entfernen am Auto – mit diesen Tipps gelingt es problemlos!

Rostflecken am Auto sehen nicht nur unschön aus, sie können sich auch schnell weiter ausbreiten und zu einem größeren Schaden führen. Manchmal bleibt dann nur noch ein teurer Austausch des entsprechenden Bauteils. Doch nicht immer muss man gleich professionelle und teure Hilfe in Anspruch nehmen. Meistens lassen sich kleinere Roststellen am Auto schnell und günstig im Do-it-yourself-Verfahren entfernen.

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Insbesondere Steinschläge oder kleine Kratzer können Auslöser für Rost sein. Ein erstes Anzeichen ist oberflächlich auftretender Flugrost, der sich mit ein wenig Autopolitur einfach entfernen lässt. Die Politur sorgt dafür, dass Schmutz- und Rostpartikel in der oberen Lackschicht abgetragen werden und wieder eine saubere Oberfläche entsteht.

Oftmals ist schnelles Handeln gefragt

Hat sich der Rost allerdings den Weg bis unter den Lack gebahnt und greift dieser bereits die Grundierung an, sollte man eiligst reagieren. Wer hier schnell Gegenmaßnahmen ergreift, kann die weitere Rostausbreitung effektiv eindämmen.

Rostumwandler und Schleifpapier sind hier das allseits probate Hilfsmittel. Zunächst wird die betroffene Stelle vom groben Rost befreit und vorsichtig abgeschliffen. Wer angrenzende unversehrte Teile nicht beeinträchtigen will, sollte die Stelle vorher mit Kreppband abkleben. Bei etwas größeren Roststellen kann anstelle des Schleifpapiers auch eine Drahtbürste erst einmal nützlich sein, um den Oberflächenrost abzutragen.

Anschließend ist es ratsam, mit ein wenig Aceton oder Waschbenzin eine saubere Oberfläche zu schaffen. Danach wird der Rostumwandler aufgetragen, der – wie der Name verrät – den Rost per chemischer Reaktion in eine Eisenverbindung umwandelt. Der Rost am Auto wird so auf unkomplizierte Weise entfernt. Danach glänzt das Metall allerdings nicht mehr, sondern erscheint dunkelgrau. Um eine Lackierung der betroffenen Stelle kommt man also kaum umhin. Zuvor sollte man aber nicht vergessen, die Stelle mit einer Rostschutzgrundierung zu versehen, damit die behandelte Stelle nicht schon nach kürzester Zeit wieder korrodiert. Bei der abschließenden Lackierung kann es sich lohnen, auf eine Smart Repair in Form einer professionellen und günstigen Spotlackierung zurückzugreifen. Diese erzielt weitaus bessere optische Ergebnisse als ein Überlackieren per Sprühdose.

Wenn sich der Rost bereits durchgefressen hat

Sind bereits Löcher im Blech, reicht es nicht mehr aus, allein den Rost am Auto zu entfernen und neuen Lack aufzubauen. Hier muss fehlendes Material mit einer Spachtelmasse oder Harz ersetzt werden. Anschließend muss die verfüllte Partie abgeschliffen, lackiert sowie mit Klarlack fixiert werden.

Doch Achtung! An tragenden Teilen des Autos dürfen Rostlöcher nicht verspachtelt werden, da sonst Probleme bei der TÜV-Untersuchung drohen. Hier hilft oftmals nur noch der Austausch der betroffenen Bauteile oder das Anschweißen eines Ersatzbleches. Solche Arbeiten sollte man am besten in einer Werkstatt durchführen lassen, um die Fahrsicherheit des Fahrzeugs zu gewährleisten.

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