Alufelgen: ästhetisch und praktisch

Die Vorteile und Kosten der Leichtmetallfelgen
Die Investition lohnt sich nicht für jeden.
Auffällig oder doch eher schlicht? Alufelgen gibt es für jeden Geschmack. sakkukps/Shutterstock.com
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Einleitung von Berit Hoffmann, Redakteur bei PKW.de 01.08.2018

Für Autoliebhaber sind Felgen „Der Schmuck fürs Auto“. Gerade Alufelgen genießen eine besondere Beliebtheit – sie sind schicker als die herkömmlichen Stahlfelgen, aber noch praktischer als die edlen Chromfelgen. PKW.de hat für Sie zusammengefasst, was Sie über Alufelgen wissen müssen.

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Warum sind Alufelgen so beliebt?

Leichtmetallfelgen haben ihren festen Platz in den Herzen von Tuning-Fans gefunden und sich gegen Stahl-, Carbon- und Chromfelgen durchgesetzt. Das auch nicht zu Unrecht: Sie werden aus einer Aluminiumlegierung hergestellt, die oft Kupfer und Eisen enthält, wodurch die Felge stabiler wird, aber trotzdem ihr leichtes Gewicht behält. Alufelgen können nämlich bis zu 5 kg leichter als Stahlfelgen sein und da sie so leicht sind, wird der Kraftstoffverbrauch, der Schadstoffausstoß und der Rollwiderstand verringert.

Gerade im Tuning-Bereich trifft auch die variable Optik auf viel Begeisterung. Während Stahlfelgen meist in einem eher klassischen Design daherkommen, gibt es Aluminiumfelgen in verschiedenen Designs, Formen und Farben. Durch unterschiedliche Lackierungen kann individuell bestimmt werden, wie stark der Glanz sein soll. Die Felge kann personalisiert und aufs Auto zugeschnitten ausgewählt werden.

Auch für weniger Optik-orientierte Fahrer bringt eine Alufelge Vorteile mit sich: Anders als Chromfelgen sind die Aluminium-Pendants sehr pflegeleicht und können schon nur mit Wasser und etwas Seife wieder sauber gemacht werden. Weitere Informationen zum Reinigen von Felgen finden Sie hier.
Obwohl Alufelgen als Kompletträder eher in Kombination mit Sommerreifen zu sehen sind, können auch spezielle Winteralufelgen benutzt werden. Diese sind durch eine Pulverbeschichtung deutlich widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen und Streusalz und eignen sich auch für Winterreifen.

Wenn die Optik für Sie jedoch gar keine Rolle spielt, Sie gerne mal etwas unkoordiniert fahren und dabei vielleicht auch noch die ein oder andere Bordsteinkante mitnehmen, sollten Sie lieber bei den etwas billigeren und robusteren Stahlfelgen bleiben, die in den meisten Grundausstattungen verwendet werden.

Wie viel kosten Alufelgen?

Die Preisspanne für Alufelgen ist sehr groß: Von 20 € bis zu mehreren 1000 € findet man alles. Gerade, da Felgen zu den meistverkauften Kfz-Teilen gehören und als Mode fürs Auto gelten, ist dem Preis nach oben quasi keine Grenze gesetzt. Wer eindeutig zu viel Geld übrig hat, kann seine Felgen auch mit Edelsteinen besetzen lassen. Von Bugatti kann man einen Felgensatz für knappe 40.000 € bekommen, aber für diejenigen unter uns, die nicht gerade Multimillionäre sind, gibt es hochwertige Felgen im Durchschnitt für 100-200 € zu kaufen.

Der Preis ist hier neben der Designausführung unter anderem auch von der Größe und Struktur abhängig. Bei den einteiligen Alufelgen ist preislich kein großer Unterschied zu Stahlfelgen zu erkennen – mehrteilige Felgen, die den Vorteil haben, dass einzelne kaputte Teile einfach ersetzt werden können, sind jedoch etwas teurer. Wir empfehlen Ihnen, vor einem Kauf einen ausführlichen Preisvergleich durchzuführen.

Wie gebrauchte Reifen auch, werden Felgen öfters second-hand gekauft. Wenn diese minimale Kratzspuren haben, ist das kein Problem, denn schließlich kann man die mit etwas Polieren verschwinden lassen. Bei größeren Schäden, zum Beispiel durch Streusalz, ist etwas mehr Vorsicht geboten. Wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie nicht nachher mehr Geld für die Reparatur oder den Ersatz einer gebrauchten Felge als für eine neue Felge ausgeben, sollten Sie gebrauchte Felgen nur von zugelassenen Händlern und dann auch nur mit Garantie kaufen.

Welche Alufelge ist die richtige?

Die Wahl der ansprechendsten Alufelgen ist besonders durch die Optik einfach eine objektive Entscheidung. Es müssen trotzdem gewisse Kriterien erfüllt sein: Beim Kauf müssen Sie natürlich gucken, ob die Felgen überhaupt auf Ihr Auto passen. Bei den meisten Online-Konfiguratoren können Sie die Daten Ihres Autos eingeben und dann gezielt nach den richtigen Felgen suchen. Wenn Sie die Angebote nicht automatisch aussortieren, müssen Sie bei der Auswahl unter anderem die Raddimension, die Anzahl der Schrauben, die zur Befestigung benötigt werden, den Lochdurchmesser und die Größe des Lochkreises mit den Vorgaben Ihres Wagens vergleichen. Bei Felgen, die nicht auf Ihr Auto zugelassen sind, brauchen Sie außerdem eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und gegebenenfalls eine EG-Typgenehmigung.


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