Auto selber folieren – hilfreiche Tipps für Hobbybastler

Erfahren Sie hier, wie Sie Ihr Fahrzeug im Do-it-yourself-Verfahren pimpen
Auto selber folieren – unsere Autoexperten sagen Ihnen, wie es geht.
Wer sein Auto selber foliert, benötigt sehr viel Zeit und Geduld.
svetlana
Einleitung von Svetlana Haffner, Redakteurin bei PKW.de 26.06.2015

Den eigenen Wagen mit einer Autofolie zu verzieren, klingt verlockend einfach. Doch die Tücken beim Folieren eines Autos sind groß. Wer in Eigenregie sein Auto mit Folie bekleben möchte, sollte gut präpariert sein und ein paar grundlegende Details beachten. Erfahren Sie hier, wie Sie beim Folieren die besten Ergebnisse erzielen.

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Auto selber folieren – die Alternative zum Lackieren

Viele Fahrzeughalter schwören auf ein individuelles Erscheinungsbild ihres Autos, da kommt eine auffällige Wagenfarbe nur recht. Doch grundsätzlich sollte man schon beim Kauf eines Pkw auf die “richtige” Lackierung achten, insbesondere wenn man plant, das Fahrzeug irgendwann wieder zu verkaufen. Der Wertverlust durch eine falsche Farbe kann gravierend sein. Ein Kfz mit einer ungewöhnlichen Lackierung bekommt man meist nicht so schnell und oft nur deutlich unter Marktwert wieder los.

Statt einer teuren Speziallackierung sollte man deshalb das Auto folieren lassen. Der Clou: Diese Folie lässt sich später wieder abziehen. Ein weiterer Vorteil: Der Lack bleibt darunter vor Steinschlag und anderen Witterungseinflüssen geschützt. Vorausgesetzt, die Folie wurde ordnungsgemäß angebracht.

Wer darüber nachdenkt, sein Auto selber zu folieren, sollte diese Entscheidung jedoch gründlich überdenken. Natürlich ist es günstiger, wenn man selbst Hand anlegt, doch das Folieren eines Autos, insbesondere bei großflächigen Folierungen, bedarf einer geübten und ruhigen Hand. Wer es dennoch auf eigene Faust wagen möchte, benötigt zudem entsprechendes Werkzeug, eine geeignete Autofolie sowie jede Menge Geduld und viel Geschick. Auch die richtige Umgebungstemperatur ist entscheidend. Damit die Folie optimal haftet, empfiehlt sich ein Temperaturbereich von 20 bis 25 Grad. Im Freien sollte man das Auto übrigens nicht folieren. Wind und umherfliegende Schmutzpartikel können die Arbeit und das Ergebnis beeinträchtigen.

Man sollte sich zunächst an einfachen und ebenen Flächen versuchen, hierfür eignet sich etwa die partielle Folierung des Autodachs oder der Motorhaube. Die Wahl sollte nicht auf die günstigste Folie fallen. Sie sollten lieber etwas mehr Geld für eine bessere Qualität ausgeben. Daneben wird ein Kunststoffrakel – ein spezielles Utensil, um die Folie glatt zu ziehen – sowie ein Föhn benötigt.

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Auto selber folieren – Luftbläschen kaum vermeidbar

Zunächst sollte die zu folierende Stelle gründlich gereinigt werden und der Lack frei von Verschmutzungen sein. Es sollten zudem keine Dellen, Kratzer oder Rost vorhanden sein, diese scheinen ansonsten später sehr unschön durch die Folie. Ganz wichtig! Wenn man später die Autofolie wieder entfernen möchte, muss der Lack zunächst mit einem speziellen Trennmittel behandelt werden, damit er sich später nicht mit ablöst. Wer sein Auto selber folieren möchte, sollte sich also im Klaren sein, dass dies mitunter sehr viel Zeit beansprucht.

Foliert werden sollte stets von innen nach außen, beginnend an großen Flächen. Mit dem Föhn wird die Folie erhitzt – dadurch wird sie weicher und lässt sich besser spannen und so vor allem an Kanten und schwer erreichbaren Stellen besser auftragen. Beim Zuschneiden der Folie ist ein scharfes Skalpellmesser von Vorteil. Doch um damit den Lack nicht zu beschädigen, ist es sinnvoll, dickes Kreppband entlang der Schneidelinie zu kleben.

Kleinere Lufteinschlüsse unter der Folie lassen sich beim Anbringen kaum vermeiden, in der Regel ziehen sie sich diese Blasen aber nach ein paar Tagen von alleine raus. Falls nicht, lassen sie sich vorsichtig mit einer Nadel aufstechen und glattstreichen.

Als Laie erzielt man beim Folieren, das sehr viel Konzentration und Fachwissen erfordert, natürlich keine ansprechenden Ergebnisse wie der Profi. Aber bei kleineren Arbeiten kann es sich vor allem auch aus finanzieller Sicht lohnen, selber Hand anzulegen. Die Vollfolierung eines Fahrzeugs sollte man allerdings besser einem Fachmann überlassen. Echte Folier-Profis besitzen eine langjährige Erfahrung und verfügen über das entsprechende Know-how sowie über spezielle Gerätschaften, mit denen sie die Folie professionell aufbringen und damit ein optisch einwandfreies Ergebnis erzielen.

(Bildmaterial: ©iStock.com/Ikonoklast_Fotografie)


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