Automatikauto fahren: Der Autoscooter für die Straße

Nie wieder verkuppeln
Wenn man nicht an die Automatikschaltung gewöhnt ist,ist das Fahren zu erst ziemlich ungewohnt. Lanski / Shutterstock.com
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Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 18.05.2018

Wer einmal in die USA gereist ist und dort ein Auto gemietet hat, der musste es schon lernen: Die manuelle Gangschaltung, die nicht nur hierzulande, sondern in weiten Teilen der Welt zur Standardausrüstung eines jeden Autos gehört, wird immer mehr von einem automatischen System verdrängt. Automatikschaltungen haben im Prinzip eine Menge Vorteile, werden aber immer wieder als der „leichte Weg“ gesehen. Was daran schlecht sein soll, verstehen wir auch nicht so ganz. PKW.de hat es sich leicht gemacht, und bereitet Sie auf den Umgang mit einem Automatikauto vor.

Automatikautos fahren heute besser denn je

Alle Automatikschaltungen funktionieren nach demselben Prinzip: Das System wählt nicht nur für jede Situation den richtigen Gang, sondern es übernimmt auch das Schalten und die Bedienung der Kupplung. Das heißt, dass Automatikautos auch mit nur einem Bein gefahren werden können, denn das Auskuppeln vor dem Schaltvorgang fällt weg. Der größte Vorteil eines solchen Systems: Der Motor kann immer im optimalen Drehzahlbereich arbeiten. Je nach Abstimmung des Systems spart das Sprit, sorgt für bessere Fahrleistungen oder erleichtert beispielsweise das Ziehen eines Anhängers. An sich sind Automatikautos also eine super Sache, oder?

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Gemütlich unkomfortabel

Besonders in Deutschland macht man es sich gerne besonders schwer. Das Überwinden einer Unbequemlichkeit gibt manchen Menschen ein gutes Gefühl, und wenn es sein muss, kreiert man eine solche Unbequemlichkeit eben selbst. Kopfschüttelnd stehen Autofahrer vor einem Automatikwagen und murmeln Dinge wie „Faulpelz“ oder „Amerikaner“. Tatsächlich hatten frühere Systeme den massiven Nachteil, den Benzinverbrauch zu erhöhen. In Amerika war das kaum ein Problem, dort ist das Benzin meist günstiger. Europäischen Autofahrern konnte man den höheren Verbrauch allerdings nie schmackhaft machen.

Der Umstieg auf die Automatik

Wenn man an den Gebrauch einer Handschaltung gewöhnt ist, kann es zunächst ziemlich verwirrend sein, ein Automatikauto zu fahren. Man wird wohl einige Male ins Leere treten, bis man sich an das fehlende Kupplungspedal gewöhnt hat. Mit einem Automatikauto zu fahren, wird dann aber extrem einfach: Der Gangwahlhebel muss (bei gedrückter Bremse) nur auf „D“ für Drive gestellt werden. Wenn dann die Bremse losgelassen wird, fährt das Auto mit Standgas an. Das Gaspedal beschleunigt, logischerweise, das Auto weiter. „R“ steht für den Rückwärtsgang, „N“ für Neutral, also den Leerlauf, und „P“ steht für Parken. Vor dem „Gang“wechsel muss das Auto stehen und die Bremse durchgedrückt werden. Im Prinzip also ganz einfach. Neuere Automatikwagen haben außerdem Wahlhebel, mit denen man das Getriebe halbautomatisch schalten kann. Diese sind meistens mit Schaltwippen hinter dem Lenkrad ausgestattet. Die rechte schaltet hoch, die linke runter.

Automatikautos fahren immer häufiger auf deutschen Straßen

Einen Automatikwagen zu fahren, hat also viele deutliche Vorteile, insbesondere, wenn man viel in Stadt unterwegs ist. Außerdem sind Autofahrer, die sich nicht auf kuppeln und schalten konzentrieren müssen, häufig sicherer unterwegs. Das haben auch die meisten Autohersteller erkannt und bewerben die immer günstigeren Automatikautos verstärkt. Wenn man den Statistiken Glauben schenken möchte, dauert es allerdings noch zehn bis fünfzehn Jahre, bis es auf deutschen Straßen genauso viele Automatik- wie manuelle Autos gibt.

(Bildmaterial: Toyota, Shutterstock)


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