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06.11.2017

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Wird es jetzt teuer beim TÜV?

Ab 2018 ist die Endrohrmessung auch für neue Pkw Pflicht
Was erwartet uns ab 2018 beim TÜV?
Die Endrohrmessung ist ab 2018 Pflicht - wird es nun teuer beim TÜV? r.classen / Shutterstock.com
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Einleitung von Rabea Gräfe, Redakteur bei PKW.de 06.11.2017

Ab dem 11.01.2018 ist es soweit: Die Endrohrmessung wird zur Pflichtprüfung, die Ihr Wagen beim TÜV bestehen muss. Autos, die vor dem Jahr 2006 gebaut wurden, müssen sich dieser Prüfung sowieso schon unterziehen, doch jetzt sind auch alle anderen fällig.

Der TÜV deckt auf: Fahren Sie eine Dreckschleuder?

Bei Autos, die vor dem Jahr 2006 gebaut wurden, ist die Endrohrmessung sowieso schon Pflicht, bei neueren Modellen kam man bisher um diese Untersuchung herum – doch das ändert sich nun. Es ist beschlossene Sache: Ab dem 11.01.2018 müssen auch die neuen Autos diese Darmspiegelung über sich ergehen lassen. Zurzeit wird beim TÜV eine Kombination aus Abgasmessung und der elektronischen On-Board-Diagnose vorgenommen, wobei die Endrohrmessung sich nur auf die älteren Autos mit Baujahr vor 2006 beschränkte. Bei der sogenannten OBD-Untersuchung wurde bisher nur der Diagnose-Adapter ausgelesen, ermittelte diese Diagnose keinen Fehler, war der Test bestanden. Bei nur 15% der neueren Autos wird eine Endrohrmessung vorgenommen. ’Was soll das bringen?’ fragen Sie sich jetzt? Nun, laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt soll so sicherer erkannt werden, ob die Abgasreinigung bei einem Auto ordnungsgemäß funktioniert.

Welche Kosten kommen für die Endrohrmessung beim TÜV auf Autofahrer zu?

Die Kosten für die reine Endrohrmessung halten sich in Grenzen. Autofahrer müssen mit Mehrkosten von bis zu 12 € beim TÜV rechnen. Die eigentliche Kostenfalle bei der Endrohrmessung liegt im Ergebnis. Sollte herauskommen, dass der Pkw die festgelegten Abgaswerte übersteigt, so werden Reparaturen fällig, die vielleicht sonst nie hätten gemacht werden müssen. Wenn zum Beispiel Partikelfilter ausgetauscht werden müssen, kann es schon einmal teuer werden: 1.300 € bis 1.500 € können dann auf den Fahrzeughalter zukommen – oder es gibt eben keine Plakette vom TÜV. Nun kommt natürlich die Frage auf, ob man durch die Endrohrmessung beim TÜV die Manipulationen, die beispielsweise VW an seinen Autos durchgeführt hat, hätte erkennen können. Die Antwort lautet schlichtweg: Nein. Denn, es wird zwar die Abgastrübung, aber nicht der Stickoxid-Ausstoß gemessen. ’Warum dann das Ganze?’ fragen Sie sich jetzt? Aufgrund des Elektroauto-Trends versucht die Autoindustrie, noch so viel Geld wie möglich aus den Dieseln und Benzinern zu schlagen, denn ein Elektroauto braucht keine Abgasuntersuchung. Vielleicht soll dies auch ein weiterer Anreiz sein, auf die elektronisch betriebenen Wagen umzusteigen?

(Bildmaterial: ©Shutterstock)


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