Inspektion – wie oft sollte ich mein Auto zur technischen Überprüfung bringen?

Wir erklären Ihnen außerdem den Unterschied zwischen großer und kleiner Kfz-Inspektion
Zur großen Inspektion eines Autos sollte auch der Austausch des Motoröls nicht fehlen.
©iStock.com/Norasit Kaewsai
sascha
Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 05.05.2015

Viele Autobesitzer fragen sich, weshalb ihr Kfz bereits so früh zur nächsten Inspektion in die Auto-Werkstatt berufen wird, während andere Fahrzeuge sehr viel später erst zum Service müssen. Unsere Experten klären zum Thema Autoinspektion auf.

Inspektion – wovon ist beim Auto das Service-Intervall abhängig?

Bei den Wartungsintervallen gibt es von Hersteller zu Hersteller große Unterschiede. Während manche Fahrzeugmodelle bereits nach 15.000 Kilometern zur Inspektion müssen, werden andere Autos erst nach einer Fahrleistung von 30.000 Kilometern zur Routineuntersuchung in die Werkstatt gebeten.

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Die Premiummarken vertrauen oftmals auf qualitativ hochwertige Komponenten, die langlebiger sind und deshalb nicht so schnell getauscht werden müssen. Dies trifft unter anderen auf Bremsbeläge, Zündkerzen und andere Fahrzeug-Bestandteile zu. Daher sind die Abstände zwischen den einzelnen Serviceintervallen oftmals größer. Die Premiumhersteller verbauen zudem Sensoren, die wichtige Bestandteile des Fahrzeugs ständig überwachen und anhand der ermittelten Daten den idealen Zeitpunkt für die Inspektion des Autos bestimmen.

Bei Fahrzeugen mit günstigeren Komponenten muss man unter Umständen mit sehr viel kürzeren Inspektionsintervallen und folglich höheren Inspektionskosten rechnen. Die Annahme, dass teurere Fahrzeuge höhere Wartungskosten verursachen, trifft also nicht unweigerlich zu.

Bei vielen Marken steht aber nach maximal 30.000 Kilometern bzw. zwei Jahren eine Wartung an, bei Herstellern, die auf keine sensorgesteuerte Überwachung einzelner Bestandteile setzen, muss man oftmals bereits nach 15.000 Kilometern oder einem Jahr zum Service. Einen wesentlichen Aspekt bei der Bestimmung des Serviceintervalls spielt auch das Fahrverhalten. Ein Fahrzeug, das viel unter Vollgas bewegt wird, wird aufgrund der höheren Abnutzung sehr viel schneller per Bordcomputer zur Inspektion aufgefordert, als ein Auto, dass überwiegend im gemäßigten Tempo gefahren wird.

Was wird bei einer Inspektion gemacht?

Bei der Inspektion geht es darum, bestimmte Teile am Auto zu überprüfen und diese gegebenenfalls instand zu setzen. Die kleine Inspektion umfasst, wie der Name verrät, nur kleinere Wartungsarbeiten. Hierzu gehören etwa die Überprüfung von Ölstand und Luftfilter oder die Kontrolle des Kühlerwassers. Diese Wartungsarbeiten können in der Regel vom Autofahrer selbst oder eben von einer Werkstatt ausgeführt werden.

Die große Inspektion beinhaltet eine Vielzahl von Leistungen am Auto und ist dementsprechend kostenintensiver. Diese große Untersuchung dient dazu, Mängel am Auto frühzeitig zu erkennen sowie Folgeschäden und hohe Reparaturkosten zu vermeiden. Dabei werden alle wichtigen Bestandteile des Kfz auf ihre Mängelfreiheit und Funktionsfähigkeit überprüft. Dazu gehören unter anderen die Wartung der Bremsanlage, Überprüfung des Motors samt aller wichtigen Komponenten wie Zahnriemen, Zündkerzen, Lichtmaschine etc. sowie die Kontrolle der Lenkung, des Getriebes und der Elektrik.

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Long-Life-Öle sorgen für längere Wartungsintervalle

Besonders wichtig für die Langlebigkeit eines Motors ist ein regelmäßiger Ölwechsel. Viele Autohersteller werben für den Einsatz so genannter Long-Life-Öle. Diese halten zwar länger, kosten aber auch um einiges mehr. Für Vielfahrer ist das durchaus interessant, der Serviceintervall lässt sich auf diese Weise verlängern. Für Autofahrer, die im Jahr nur wenige Kilometer zurücklegen, ist auch ein günstigeres Motoröl eine gute Option. Dann ist es aber zu empfehlen, von der Werkstatt den Serviceintervall elektronisch auf 15.000 Kilometer einstellen zu lassen.

Unser Tipp: Hier besteht für Sie Einsparpotenzial
Kontrollieren Sie vor einer Inspektion an Ihrem Auto den Stand von Öl, Kühlerwasser und Scheibenwischerwasser. Füllen Sie diese bei Bedarf auf. Werkstätten lassen sich diesen Nachfüll-Service häufig fürstlich entlohnen.


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