An üblen Gerüchen im Auto sind of Bakterien schuld
Damit es im Auto nicht unangenehm riecht, sollte die Klimaanlage ab und zu desinfiziert werden. Tomasz Romsky / Shutterstock

Wartung der Klimaanlage: Besser zu früh als zu spät

So kommen Autofahrer auch im Sommer nicht ins Schwitzen.

Genau wie alle Teile eines Autos bedarf die Klimaanlage regelmäßiger Wartung. Bewegliche Teile, Gummidichtungen und Kühlmittelschläuche sind die typischen Verschleißteile. Aber auch ohne einen Defekt kann die Kühlleistung leiden: Bakterienbefall ist der häufigste Grund für unangenehme Gerüche aus der Klimaanlage.

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von Jonas Futschik, Redakteur*in bei PKW.de 06.12.2016

Angewandte Physik

Die Funktionsweise der Temperaturregulierung im Auto beruht auf dem Joule-Tompson Effekt. Forscher fanden heraus, dass sich expandierendes Gas abkühlt. Diesen Effekt nutzt auch die Klimaanlage: In einem sogenannten Verdampfer wird unter hohem Druck ein Kühlmittel eingeleitet, das sich rasch ausdehnt und so den Radiator abkühlt. Warme Luft wird außen an dem Radiator vorbeigeführt und in den Innenraum des Autos eingeleitet. Das Kühlmittel wird dann von einem Kompressor wieder verdichtet und der Kreislauf beginnt von vorn.

Die häufigsten Verschleißteile

Probleme entstehen mit der Zeit besonders oft am Kompressor oder an den Dichtungen. Die Klimaanlage wird meist über den Keilriemen des Motors angetrieben. Daher kann die Anlage nicht laufen, wenn der Motor nicht läuft. Ein Schaden am Keilriemen bedeutet also nicht nur einen Motorschaden, sondern auch einen Defekt der Klimaanlage. Besonders im Sommer kann das schnell unangenehm werden. Und selbst im Winter droht ohne Wartung das Risiko eines Defektes: Dem Kühlmittel ist für gewöhnlich ein Öl beigesetzt, das die Gummidichtungen der Klimaanlage von innen geschmeidig halten soll. Wird sie für längere Zeit nicht benutzt, können diese Dichtungen porös werden. Ein Leck in einem der Schläuche und damit der Austritt des Kühlmittels ist die Folge.

Eine defekte Klimaanlage ist ein teurer Spaß

Häufig ist die Wartung der Klimaanlage nicht Teil des Inspektionsplanes. Techniker nehmen dann lediglich eine Sichtprüfung der sichtbaren Teile vor. Vor einem Defekt schützt das aber nicht, denn meistens liegt der Schwachpunkt im Innern des Systems. Darum ist die regelmäßige Wartung wichtig. Ein schwerwiegender Defekt an einem der Teile kann schnell sehr teuer werden: Je nach Automarke und technischem Aufwand kann die Reparatur mit bis zu 2000 Euro zu Buche schlagen. Die regelmäßige Wartung ist viel günstiger. Die Techniker tauschen dann das Kühlmittel aus und stellen sicher, dass es in der Anlage keine undichten Stellen gibt.

Regelmäßiger Betrieb hilft gegen Gerüche

Klimaanlagen sollten regelmäßig laufen, auch im Winter. Das hält die Dichtungen geschmeidig und verhindert außerdem Bakterienbefall, der für üble Gerüche verantwortlich ist. Der Tausch des Luftfilters geht mit ein wenig Geduld und Körpereinsatz auch recht einfach von der Hand. Die Wartung bestimmter Komponenten klappt also auch in der heimischen Garage. Wenn die Klimaanlage trotzdem muffig riecht, kann ein Desinfektionsspray aus dem Fachhandel Abhilfe schaffen. Das wird einfach in den Lufteinlass gesprüht und beseitigt schnell und zuverlässig Bakterienbefall.

(Bildmaterial: ©Shutterstock.com)


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