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30.10.2017

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Reifenwechsel sparen: Lohnen sich Allwetterreifen?

Winterreifen oder doch lieber Allwetterreifen – wir klären auf
Reifenwechsel muss sein - aber ist das wirklich so?
Reifenwechsel - Haben Sie schon Ihre Winterreifen drauf? Thawornnurak / Shutterstock.com
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Einleitung von Rabea Gräfe, Redakteur bei PKW.de 30.10.2017

Die Frage, die sich zu dieser Jahreszeit viele Autofahrer stellen, ist wahrscheinlich so alt wie das Auto selbst: Winterreifen? Oder doch lieber Allwetterreifen? Ja, der Reifenwechsel ist schon ein schwieriges Thema – wir klären auf und verraten Ihnen, was Sie bei dieser Entscheidung beachten sollten.

Winterreifen haben einige Vorteile gegenüber den Allwetterreifen

Generell ist zu sagen, dass viele Autofahrer sich an die Faustregel ’O bis O’, also ‘Oktober bis Ostern’ halten und demnach sowohl im Oktober als auch zu Ostern einen Reifenwechsel vornehmen. Dagegen ist auch erst einmal nichts einzuwenden, Sie sollten jedoch wissen, dass es in Deutschland nur eine situative Winterreifenpflicht gibt. Das bedeutet, dass nur dann Winterreifen auf dem Auto sein müssen, wenn das Wetter es verlangt, also zum Beispiel bei Schnee oder Glatteis. Wer bei diesen Wetterbedingungen ohne einen für die Witterungsverhältnisse angemessenen Reifen beim Fahren von der Polizei erwischt wird, muss blechen: Ein Bußgeld in Höhe von mindestens 60 € und 1 Punkt in Flensburg sind fällig. Ein Winterreifen hat natürlich vor allem bei kaltem und nassem Wetter Vorteile. Dies liegt an der speziellen Zusammensetzung des Gummis, das mit einem hohen Kautschukanteil versehen ist, um für mehr Elastizität des Reifens zu sorgen. Zudem ist der Winterreifen mit zusätzlichen Rillen im Profil ausgestattet, damit Matsch und Schnee sich dort nicht festsetzen können. Die Winterreifen sind außerdem auf eine Temperatur zwischen + 7°C und - 20°C optimiert.

Das hört sich alles wunderbar an, doch auch bei Winterreifen sollten Sie auf bestimmte Merkmale achten: Zunächst einmal sollte ein Winterreifen mit dem M+S-Siegel ausgestattet sein, dieses steht für ’Schnee und Matsch’. Da das Siegel nicht geschützt ist, ist es aber nicht unbedingt ausschlaggebend für die Wintertauglichkeit des Reifens. Wer sichergehen möchte, sollte ebenfalls nach dem Schneeflocken-Symbol Ausschau halten. Dieses bescheinigt neben einem gröberen Profil auch die Qualitäten, die im Winter erforderlich sind. Das Gesetz schreibt zudem eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm vor. Um jedoch eine optimale Funktion des Winterreifens zu gewährleisten, sollte die Tiefe des Profils laut dem ADAC bei mindestens 4 mm liegen. Um dies zu überprüfen, können Sie einfach ein 2 €-Stück nutzen. Verschwindet der silberne Rand im Profil, ist dieses ausreichend. Nach 6 Jahren sollte ein Reifenwechsel stattfinden.

Allwetterreifen – Die Alternative zum Reifenwechsel

Wer keine Lust auf den ständigen Reifenwechsel, die Einlagerung seiner Winterreifen bzw. Sommerreifen und die daraus resultierenden Kosten hat, der setzt auf Allwetterreifen. Allwetterreifen bestehen aus einem Mix aus dem harten Gummi der Winterreifen und dem weichen Gummi der Sommerreifen und sind aus diesem Grund nur ein Kompromiss. Zwar sind sie für den Gebrauch in der kalten Jahreszeit zugelassen, weisen aber enorme Qualitätsunterschiede auf, die dazu führen können, dass sie, wenn sie im Sommer gut funktionieren, im Winter über zu wenig Grip verfügen. Wenn sie hingegen im Winter gute Dienste leisten, kann es sein, dass sie im Sommer aufgrund des anders beschaffenen Gummis und Profils zu einem schwammigen Fahrerlebnis führen. Allwetterreifen haben im Winter zudem eine schlechtere Seitenführung in Kurven und im Sommer weisen sie einen längeren Bremsweg auf. Zudem sollten Sie beachten, dass Allwetterreifen sich schneller abnutzen als Spezialreifen, da diese schwankenden Temperaturen und der ständigen Abnutzung ausgesetzt sind.

Allwetterreifen eignen sich somit am besten für Autofahrer, die in schneearmen Gebieten wohnen und vom Winter nicht allzu hart getroffen werden. Aber auch hier sollten Sie beachten, dass Allwetterreifen in einigen beliebten Urlaubsländern, wie zum Beispiel Südtirol, Schweden und Finnland, nicht erlaubt sind. Wer sich trotzdem für Allwetterreifen entscheidet, der sollte diese immer im Herbst austauschen, damit im Winter noch ausreichend Profil vorhanden ist.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)


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