Zündkerzen selber wechseln: Worauf es dabei zu achten gilt!
Die Zündkerzen zu wechseln ist auch für ungeübte Schrauber machbar, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Zündkerzen wechseln – wenn der Funke nicht mehr richtig überspringt

Hier erfahren Sie, wie Sie Zündkerzen ganz einfach selber auswechseln können

Wenn das Auto schlecht startet, ruckelt oder stehen bleibt, sind oft defekte Zündkerzen das Problem. Da diese nicht ein Autoleben lang halten, müssen Sie ausgetauscht werden. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Zündkerzen selber wechseln können.

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von Sascha Nendza, Redakteur*in bei PKW.de 30.06.2015

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Zündkerzen wechseln – so gelingt der Austausch!

Wenn Zündkerzen das Ende ihres Lebenzyklus erreichen, merken Autofahrer dies oftmals sehr schnell: Nicht nur der Motor startet dann schlecht, oft reduziert sich auch die Leistung, es gibt Zündaussetzer und der Kraftstoffverbrauch nimmt zu. Diese Symptome sind meist ein Zeichen dafür, dass man die Zündkerzen auswechseln sollte. Normalerweise halten Zündkerzen je nach Motor und Hersteller zwischen 30.000 und 60.000 Kilometer. Zündkerzen mit Iridium- oder Platinkern ermöglichen sogar einen längeren Einsatz. Doch erst die Sichtung der Zündkerzen bringt Gewissheit darüber, ob sie ausgetauscht werden sollten.

Um die Zündkerzen selber zu wechseln, benötigt man ein speziellen Zündkerzenschlüssel, den es im Autofachhandel zu kaufen gibt. Da dieser in verschiedenen Größen und Arten erhältlich ist, sollten Sie darauf achten, den Passenden für Ihr Fabrikat zu wählen. Alternativ sind auch viele Steckschlüsselsätze mit speziellen Zündkerzeneinsätzen versehen. Diese speziellen Zündkerzen-Nüsse haben in der Regel eine Größe von 16 oder 21 mm. Oftmals sind die Zündkerzen schwer zugänglich und nur mit einer Ratschen-Verlängerung erreichbar.

Richtiger Andrehmoment beim Zündkerzenwechsel entscheidend!

Als erstes müssen die Zündkerzenstecker abgezogen werden. Manchmal ist dazu ein wenig Kraftaufwand erforderlich. Dann gilt es, mit dem Kerzenschlüssel die Zündkerzen gegen den Uhrzeigersinn herauszudrehen. Dabei sollte man immer eine Kerze nach der anderen austauschen und darauf achten, dass kein Schmutz in die Öffnung gelangt. Am besten merkt man sich dabei, von wo aus man angefangen hat die Zündkerzen zu wechseln, damit man später beim Austausch nicht durcheinander kommt.

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Sind die Elektroden der alten Zündkerzen verschlissen oder stark verrußt, kann der Zündfunke nicht mehr richtig überspringen. Dann sollten die Zündkerzen gewechselt werden. In der Regel muss pro Zylinder eine Zündkerze getauscht werden, in einigen Fällen gibt es auch Motoren mit Doppelzündung, bei denen zwei Kerzen pro Zylinder zum Einsatz kommen. Um für Ersatz zu sorgen, wirft man am besten einen Blick in das Benutzerhandbuch des Fahrzeugs. Darin ist vermerkt, welche Zündkerzen für den jeweiligen Motor zu verwenden sind. Auch kann ein Blick auf die alten Kerzen helfen, passende Neue zu finden. Sind Sie sich bei der Wahl der Zündkerzen nicht sicher oder bereitet der Austausch der Zündkerzen Probleme, ist es empfehlenswert, eine Fachwerkstatt aufzusuchen.

Beim Reindrehen und Festziehen der neuen Kerzen sollte man behutsam vorgehen und am besten einen Drehmomentschlüssel verwenden, denn eine zu lose Zündkerze dichtet schlechter ab und erzeugt einen Wärmestau – eine zu fest eingedrehte Kerze kann das Gewinde am Motorblock beschädigen. Nachdem alle Zündkerzen gewechselt und alle Zündstecker wieder angebracht wurden, gilt es abschließend zu testen, ob der Motor anspringt und rund läuft.

(Bildmaterial: ©iStock.com/Byrdyak)


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