Kennzeichen 70
(Foto: Bjoern Wylezich / Shutterstock.com)

Mit dem Saisonkennzeichen durch den Sommer

So fährst du im Sommer Cabrio, Motorrad und Co.
Veröffentlicht am 14.08.2022
3 Minuten Lesedauer

Nicht alle Fahrzeuge sind nur gemacht, um ihren Fahrer von A nach B zu befördern. Sie können Feriendomizil oder Spaßmaschine sein. Wer ein Wohnmobil, ein Cabrio oder ein Motorrad besitzt, wird diese Fahrzeuge in den Wintermonaten kaum bewegen wollen. Es macht also keinen Sinn, ein solches Fahrzeug für die volle Zeit anzumelden, wenn es die meiste Zeit nur herumsteht und Geld kostet. Ein Saisonkennzeichen kann dazu dienen, beim Saisonbetrieb eines Fahrzeuges Geld und Verwaltungsaufwand zu sparen. Welche Fahrzeuge saisonal zugelassen werden können, was dafür nötig ist und welche Vorteile es hat, weiß PKW.de.

Saisonkennzeichen: Das sind die Unterschiede zum normalen Nummernschild

Ein Auto zuzulassen und zu versichern, ist teuer. Die Kosten steigen mit dem Zeitraum, in dem das Fahrzeug benutzt werden soll. Wer sein Auto über den Winter stilllegt, müsste sich aber jedes Jahr durch den bürokratischen Dschungel wühlen, der mit der An- und Abmeldung eines Pkw verbunden ist. Darum ist es möglich, den Zeitraum der Zulassung zu begrenzen. Dann wird kein normales Nummernschild vergeben, sondern ein sogenanntes Saisonkennzeichen, in das neben der üblichen Identifikationsnummer auch ein Verfallsdatum eingeprägt ist. Die Zulassung ist dann immer nur bis zu diesem Datum gültig, wer danach weiterfährt, handelt illegal.

Wo kann man ein Saisonkennzeichen beantragen?

Das Saisonkennzeichen kann ganz normal bei der zuständigen Zulassungsstelle beantragt werden. Dabei gibst du den gewünschten Gültigkeitszeitraum an, der zwischen 2 und 11 Monaten betragen muss. Weniger ist nicht drin, wer mehr braucht, kann sein Auto auch direkt normal anmelden. Die Gültigkeit wird dann auf dem Nummernschild gut sichtbar vermerkt. Die Gebühr dafür beträgt einmalig 27 Euro. Allerdings spart man sowohl bei der Kfz-Steuer als auch bei der Versicherung kräftig, weil das Fahrzeug außerhalb der Saison als stillgelegt gilt und damit quasi beitragsfrei ist.

Wenn die Saison vorüber ist, wird das Auto stillgelegt

Wie bei jedem Sonderkennzeichen ist man in der Nutzung des Saisonkennzeichens allerdings eingeschränkt. Ein stillgelegtes Fahrzeug darf zum Beispiel nicht auf öffentlichen Straßen oder Parkflächen abgestellt werden. Das gilt auch für Autos außerhalb der Saison. Diese müssen auf einem Privatgrundstück oder bestenfalls in einer Garage abgestellt werden, um sie vor Witterung und allzu neugierigen Nagetieren zu schützen. Wer trotzdem auf einer öffentlichen Fläche parkt, riskiert eine Geldstrafe, Punkte in Flensburg und den kostspieligen Einsatz eines Abschleppdienstes. Wer sich außerhalb der Saison zu einer Spritztour hinreißen lässt, begeht eine Straftat.

Saisonkennzeichen und der TÜV

Und wie ist das mit dem TÜV? Angenommen, Ihr Saisonkennzeichen ist von März bis Oktober gültig, aber im November ist der TÜV fällig. Kein Problem, einfach kurz rüber zur Prüfstelle, die werden das schon verstehen, oder? Falsch! Auch die Fahrt zur HU ist außerhalb der Saison verboten. Das ist also einer der wenigen Gründe, aus denen man den TÜV überziehen darf. Du musst allerdings unbedingt innerhalb des ersten Monats der Saison zum TÜV. So genießt du die Cabriosaison nicht nur sicher, sondern auch so günstig wie möglich.