Schwacke-Liste – das musst du wissen!

Wir erklären dir, wie du mithilfe der Schwacke-Liste den Restwert deines Gebrauchtwagens ermittelst
Schwacke-Liste: Das ist dein Auto noch wert!
Schwacke-Liste: Das ist dein Auto noch wert!
svetlana
Einleitung von Svetlana Haffner, Redakteurin bei PKW.de 08.01.2018

Köln, 01.10.2015 – Die Schwacke-Liste ist die wohl bekannteste Möglichkeit in Deutschland, den aktuellen Wert eines Gebrauchtwagens zu ermitteln. Die Liste gibt einen ungefähren Restwert eines gebrauchten Fahrzeugs wieder, welcher anhand des Fahrzeugtyps, des Baujahres, der Ausstattung und des Kilometerstandes errechnet wird. Sowohl gewerbliche als auch private Käufer und Verkäufer können für eine geringe Gebühr ein Fahrzeug bewerten lassen. Die von Schwacke ermittelten Daten sind heute Industriestandard und eine wertvolle Richtlinie für alle, die ein Gebrauchtfahrzeug kaufen oder verkaufen wollen. Allerdings gibt es mittlerweile auch kostenlose Alternativen zur Schwackeliste, die ähnliche Fahrzeug-Bewertungsmodelle nutzen.

Update 8.1.2018: Diesen Artikel haben wir für euch aktualisiert und mit Links versehen.

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Was ist die Schwacke-Liste?

Die erste Schwacke-Liste wurde 1957 veröffentlicht. Sie ist benannt nach dem Autohändler Hanns W. Schwacke, welcher seinerzeit die Idee des amerikanischen Schwacke-Pendants Kelley Blue Book übernahm und für den deutschen Markt umsetzte. Während die erste Schwacke-Liste aus nur einer einzigen Seite bestand und nur zwei Opel-Modelle (den Olympia Rekord und den Kapitän) umfasste, sind es mittlerweile über 3.000 verschiedene Modelle zahlreicher Autohersteller. Neben der klassischen Liste für Pkw gibt es über zwanzig weitere Publikationen, die zur Restwertermittlung von Motorrädern, Nutzfahrzeugen, Wohnmobilen oder Booten herangezogen werden können. Die Bewertung kann wahlweise online oder auch telefonisch stattfinden.

So berechnet Schwacke den Fahrzeugwert

Der Herausgeber der Schwacke-Liste ist die Eurotax Schwacke GmbH mit Sitz im hessischen Maintal. Für die Berechnung beschafft sich das Unternehmen eine große Menge an aktuellen Daten zu den unterschiedlichsten Fahrzeugen, die in einer umfangreichen Datenbank erfasst und analysiert werden. Dazu werden u. a. Daten aus Tages- und Fachpresse, Kleinanzeigen, internen Preislisten und diversen Kfz-Börsen im Internet erfasst und ausgewertet. Zusätzlich fließen regelmäßige Auskünfte von Autohändlern über die regionale Markt- und Wertentwicklung in die Auswertung ein und schließlich auch statistische Daten wie Neuzulassungen, Besitzumschreibungen, Bestandszahlen und Standzeiten.

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Anschließend errechnet ein Computer zunächst einen Mittelwert für jeden Fahrzeugtyp. Doch damit ist die Arbeit nicht getan, denn die elektronisch ermittelten Werte müssen nun noch mit den Werten abgeglichen werden, die in der Praxis vorkommen. Das ist von Bedeutung, denn nur so können regionale Unterschiede bei Angebot und Nachfrage und sonstige Preisschwankungen wie z. B. bei bevorstehenden Modellwechseln ausgeglichen werden.

Schwackeliste für Gewerbetreibende

Wer nur ein Auto bei Schwacke bewerten lassen will – in der Regel sind dies Privatleute, die das eigene Fahrzeug verkaufen oder einen Gebrauchtwagen kaufen wollen –, hat es leicht: An schnellsten und einfachsten geht es per Online-Bewertung direkt auf der Schwacke-Website. Autohändler dagegen müssen oft für mehrere Fahrzeuge Daten schnell und zu jeder Zeit einsehen können. Dazu bietet Schwacke die Möglichkeit, die Schwacke-Liste im Abonnement zu beziehen. Die Liste für Pkw beispielsweise erscheint in einem monatlichen Turnus und kostet im Abonnement 399,- bzw. pro Einzelexemplar 75,- Euro.

Wichtig: Man sollte wissen, dass in diesen Schwacke-Listen nur Modelle mit durchschnittlicher Laufleistung und im durchschnittlichen Zustand sowie mit serienmäßiger Ausstattung auftauchen. Um den tatsächlichen, individuellen Wert eines Gebrauchtwagens ermitteln zu können, benötigt man sogenannte Korrekturlisten. Die Liste mit Sonderausstattungen kann z. B. ebenfalls im Abonnement für 419,- Euro geordert werden, wobei die Daten dann nur alle drei Monate aktualisiert werden. In den Korrekturlisten kann man dann die Werte für Extras wie z. B. eine Klimaanlage oder eine Anhängerkupplung einsehen, die den Wert des Fahrzeugs erhöhen. Abschläge beim Wert gibt es hingegen, wenn der Gebrauchtwagen über eine hohe Laufleistung verfügt oder die Zulassung am Anfang des Jahres war.

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Schwacke Online-Bewertung – so geht es!

Wenn es um ein konkretes Auto geht, für welches der Blick in die Schwacke-Liste nötig ist, kann man die Online-Fahrzeugbewertung von Schwacke nutzen. Die Bewertung erfolgt gegen ein Entgelt von aktuell 7,90 Euro. Für eine möglichst exakte Bewertung empfiehlt es sich, den Fahrzeugschein bereitzuhalten. Wer diesen nicht besitzt, z. B. vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens, kann alternativ auch ohne den Fahrzeugschein eine Wertberechnung durchführen.

Bei der Berechnung werden Daten wie Baujahr, Marke, Modell, Kraftstoffart, Anzahl der Türen und Kilometerstand abgefragt, die in das Abfrageformular für den Schwacke-Rechner eingetragen werden. Anschließend erhält man eine Übersicht mit passenden Fahrzeugen in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Ist die gesuchte Modellvariante dabei, können im nächsten Schritt die Sonderausstattungen gewählt werden, die den Fahrzeugwert erhöhen.

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TÜV-geprüfter PKW.de Preis-Check als kostenlose Alternative zur Schwacke-Liste

Wer mit Hilfe der Schwacke-Liste sein Auto verkaufen will, hat ein schlagkräftiges Argument beim Verhandeln. Dieses Dokument ist sowohl für Käufer als auch für Verkäufer von Gebrauchtwagen eine gute Richtlinie, um einen für beide Seiten zufriedenstellenden Verkaufswert zu erzielen. Allerdings sind die Daten von Schwacke nicht transparent, sodass man nicht mit Sicherheit wissen kann, ob die ermittelten Preise wirklich individuell sind. Außerdem ist der Service von Schwacke kostenpflichtig.

Mittlerweile gibt es jedoch auch kostenlose Alternativen zur Schwacke-Liste, die mit modernen Technologien und aktuellen Marktdaten arbeiten. Der PKW.de Preis-Check ist eine solche Möglichkeit, das eigene Fahrzeug kostenlos bewerten zu lassen und ist im Gegensatz zur Schwacke-Liste TÜV-geprüft. Dabei sehen interessierte Gebrauchtwagenkäufer sogar auf den ersten Blick, ob ihr Wunschfahrzeug zu einem ‘Superpreis’, der deutlich unter dem Marktwert des Modells liegt, oder zu einem ‘fairen Preis’, der dem tatsächlichen Marktwert entspricht, angeboten wird. Wer sein Fahrzeug verkaufen will, hat mit PKW.de ebenfalls die Möglichkeit, schnell und kostenlos den aktuellen und individuellen Ankaufswert des Gebrauchtwagens ermitteln zu lassen.

Beim PKW.de Preis-Check handelt es sich um eine hochkomplexe Fahrzeugbewertung, mit der wir in der Lage sind, bei rund 650 Modellen von 100 Herstellern einen fairen Verkaufspreis für alle Gebrauchtwagen zu ermitteln. Unsere Hochleistungs-Server beobachten und analysieren Tag und Nacht die Preise sowie die Preisentwicklung aller am Markt angebotenen Gebrauchtwagen. Daten, die z. B. bei Schwacke alle vier Wochen, drei Monate oder gar halbjährlich aktualisiert werden, sind bei PKW.de jeden Tag aktuell. Für die Analyse wird ein eigens von uns entwickelter Algorithmus eingesetzt, welcher durch hunderttausende Rechenschritte automatisch erkennt, welche Ausstattungsmerkmale eines Gebrauchtwagens den Preis beeinflussen und welche es nicht tun. Dadurch erhält jedes Fahrzeug auf PKW.de ausschließlich mittels echter Marktdaten eine individuelle Wertermittlung.

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(Bildmaterial: ⒸiStock.com/chrispixe)


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