Diese 7 Fragen sollten Sie sich unbedingt vor dem Autokauf stellen

Einfache Wege, um Kostenfallen zu entgehen
Spare schon beim Autokauf an den Unterhaltskosten
Wie Sie schon beim Autokauf an den Unterhaltskosten sparen können
alessandro
Einleitung von Alessandro Radegonda, Redakteur bei PKW.de 15.11.2019

Düsseldorf, 13.11.2019 – Wer einen Gebrauchtwagen kauft, schaut oft nur auf den Verkaufspreis und auf das, was das Auto so alles kann. Und vergisst dabei, dass das Fahrzeug ja nicht nur einen Anschaffungspreis hat, sondern auch im Unterhalt Geld kostet. Wer sich nicht angemessen informiert, bei dem kann schnell die Kostenfalle zuschnappen. Im folgenden Text erklären wir, wie Sie schon beim Autokauf an den Unterhaltskosten sparen können.

Wie groß ist der CO2-Ausstoß?

Das ist eine Frage, die nicht nur für umweltbewusste Menschen relevant ist. Jeder Autokäufer sollte sich dessen bewusst sein, dass der CO2-Ausstoß neben Antriebsart, Hubraum-Größe und Datum der Erstzulassung ein Faktor ist, der die Höhe der Kfz-Steuer bestimmt.

Aber auch nach dem Autokauf können Sie noch an der Kfz-Steuer sparen. In manchen Fällen ist es sinnvoll, im Bereich der Schadstoffreduzierung nachzurüsten. Zwar kostet dies zunächst Geld, kann sich aber, besonders bei älteren Modellen mit alten Abgas-Standards, lohnen. Denn durch einen geringeren Schadstoffausstoß verringern sich auch die Steuerbeiträge.

Wie viel Kraftstoff verbraucht das Auto?

Der Kraftstoffverbrauch kann eine große Kostenfalle bei den Betriebskosten Ihres neuen Fahrzeugs darstellen. Wenn der Verbrauch höher liegt als erwartet oder vom Hersteller angegeben, bedeutet das zusätzliche Kosten, mit denen Sie möglicherweise nicht gerechnet haben. Achten Sie deswegen schon bei einer Testfahrt auf den Verbrauch. Bedenken Sie auch Ihr persönliches Fahrverhalten – sind Sie schneller unterwegs, verbrauchen Sie auch mehr Kraftstoff.

Rechnen Sie zudem mit schwankenden Spritpreisen. Super E10 war 2017 im Jahresdurchschnitt 8 Cent günstiger pro Liter als 2018, bei Diesel waren es sogar 12 Cent.

Wie hoch sind die Versicherungskosten von Fahrzeugmarke und -typ?

Die Fahrzeugmarke und der -typ sind Faktoren zur Berechnung des Versicherungsbeitrags ebenso wie die Art der Versicherung (Teilkasko, Vollkasko), die Höhe der Selbstbeteiligung, die bisherige Unfallanzahl, die Sicherheit des Stellplatzes, die durchschnittliche gefahrene Kilometerzahl im Jahr, die Länge der Fahrpraxis und diverse Rabatte.

Bei einer Kfz-Versicherung gilt aber grundsätzlich: Wer regelmäßig vergleicht, spart bares Geld. Durch einen solchen Vergleich können Sie bis zu 900 Euro im Jahr sparen. Während einige Faktoren wie die bisherige Unfallanzahl nicht beeinflussbar sind, können Sie andere Faktoren auch nach dem Kauf eines Fahrzeugs noch verändern und so den Versicherungsbeitrag beeinflussen. Sie sollten hier also gründlich abwägen und Preise vergleichen, um die Variante zu finden, die für Sie ideal ist.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Die Daumenregel ist hier: Je höher Ihr Startkapital ist, desto geringer fallen nachher die monatlichen Kosten aus. Dennoch lohnt es sich auch hier, verschiedene Anbieter und Finanzierungsmodelle zu vergleichen.

Null-Prozent-Finanzierungen sind oft gepaart mit versteckten Kosten und an andere Produkte wie bestimmte Versicherungen geknüpft. Auch gibt es hier selten einen Rabatt auf den Anschaffungspreis des Wagens. Diese Finanzierungsart solltest du genau prüfen.

Eine Drei-Wege-Finanzierung beginnt mit einer Anzahlung in variabler Höhe, dann werden relativ geringe monatliche Raten fällig und am Ende der Vertragslaufzeit kannst du entscheiden, ob du das Auto behalten oder abgeben möchtest. Beim Behalten wird ein Schlussbetrag fällig, der aber auch mit einer Weiterfinanzierung beglichen werden kann.

Der Ratenkauf ist die bekannteste Variante der Kfz-Finanzierung. Der fällige Betrag richtet sich hier nach dem Anschaffungspreis, der Höhe der Anzahlung und Laufzeit des Vertrags. Auch die Zinsen sind zu bedenken.

Beim Auto-Leasing kauft der Autofahrer das Fahrzeug nicht, sondern mietet es nur. Leasing galt lange nur für Unternehmer als interessant. Ist Leasing eine günstige Alternative zum Kredit? – Die Antwort findest du hier.

Wann war die letzte Inspektion? Wann war der TÜV?

TÜV und Co. sind natürlich Pflicht und es führt kein Weg daran vorbei. Doch trotzdem sollten Sie beim Autokauf darauf achten, wann die nächsten Wartungen und Inspektionen anstehen. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob das frisch gekaufte Auto gerade noch beim TÜV war oder in 6 Monaten schon dorthin muss.

Wie teuer sind Ersatz- und Verschleißteile? Wie gut kann man das Auto in freien Werkstätten reparieren lassen?

Je nach Hersteller variieren die Preise von Ersatz- und Verschleißteilen stark. Und gegebenenfalls können Sie auf die Teile des Herstellers verzichten. Sie sollten aber jemanden haben, der diese alternativen Komponenten einbauen kann. Auch die Wahl der Werkstatt kann einen großen Unterschied machen – meistens sind freie Werkstätten günstiger. Achten Sie also darauf, ob Sie bei Ihrer Finanzierung vertraglich an eine bestimmte Werkstatt gebunden sind.

Ist das Pflichtzubehör vollständig oder fehlt etwas?

Zwar sind dies vergleichsweise nur geringe Kosten, aber ärgerlich ist es schon, wenn Sie erst bei einer Polizeikontrolle feststellen, dass das nötige Pflichtzubehör fehlt und Sie dann eine Strafe bezahlen müssen. Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste sind Pflicht in Deutschland, achten Sie beim Kauf eines Gebrauchwagens auf deren Anwesenheit. Beim Verbandskasten ist wichtig, dass er vollständig ist und sein Ablaufdatum noch nicht erreicht hat. Im Idealfall sind auch Fußmatten und Ersatzreifen im Fahrzeug vorhanden.

Erfahren Sie hier, welche Autos im Unterhalt besonders günstig sind!

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