5 Gründe, ein altes Auto zu fahren

Rostlauben sind nur noch Schrott wert? PKW.de sieht das anders.
Der Charme des alten
Das sieht aber alt aus: Auch in alten Autos stecken noch ein paar Geschichten. Dedyukhin Dmitry / Schutterstock.com
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 15.11.2017

Alte Autos sind oft teure Maschinen, die im Betrieb noch viel teurer werden. Gut erhaltene Muscle-Cars aus den Sechzigerjahren erzielen auf Auktionen und im Internet regelmäßig Preise jenseits der 30.000 Euro und auch deutsche Klassiker sind auf der ganzen Welt begehrt und entsprechend teuer. Wie sieht es aber aus mit den vergessenen Autos, den ungeliebten Fahrzeugen der Neunziger, von den Kunden gehasst und von der Geschichte vergessen? Sie sind die wirklich idealen Autos für alle Lebenslagen. Die renommierten Historiker von PKW.de erklären Ihnen, warum.

Grund 1: Alte Autos sind wirklich spottbillig.

Ein echtes Coupé für 150 Euro? Klar!
Ein echtes Coupé für 150 Euro? Klar!

Wenn Sie die Wahl hätten zwischen einem schicken Abendessen mit Ihren Schwiegereltern oder einem neuen Gebrauchtwagen, wofür würden Sie sich entscheiden? Genau, wir auch. PKW.de führt eine ganze Fahrzeugflotte für weniger als 200 Euro. Allein der Rotwein, den es brauchen würde, um den Abend mit den Schwiegereltern erträglich zu machen, dürfte mehr kosten. Und anstatt hämmernder Kopfschmerzen hat man am nächsten Tag immer noch fast ein ganzes Auto. Zugegeben, in dieser Preisklasse darf man keine Luxuswunder erwarten, aber immerhin bekommt man fast immer 4 Räder und einen mehr oder weniger funktionstüchtigen Motor.

Grund 2: Alte Autos sind schon kaputt genug.

Gebrauchtwagen in der Preisklasse unter 200 Euro sind echte Kämpfer. Fast jeder hat ein Leben hinter sich, das gegen mindestens die Hälfte aller Menschenrechtskonventionen verstoßen würde. Die Folge: Es kann eigentlich fast nur besser werden. Kleine Reparaturen, die Sie selbst auf dem Bordstein durchführen können, werden sich groß und wichtig anfühlen. Das Beste: Schrammen, Beulen und andere kleine Schäden kosten so gut wie nichts und sind im Grunde auch ganz egal. Besonders verwegene Zeitgenossen besorgen sich auf dem nächsten Schrottplatz Ersatzteile und lassen alte Autos noch ein wenig weiterarbeiten.

Grund 3: Alte Autos sind Qualen gewohnt.

Wollten Sie immer schon wissen, wie es sich anfühlt, eine Bodenschwelle mit 50 km/h zu nehmen? Was im Normalfall mehrere Tausend Euro in Reparaturen kosten kann, ist jetzt für ein großes Taschengeld möglich. Ein Ausflug ins Gelände auf Sommerreifen mit Frontantrieb? Auch das ist kein Problem mehr. Achtung: PKW.de haftet nicht für durch extreme Dummheit verursachte Schäden an Leib, Seele und Kontostand.

Grund 4: Alte Autos sind ihr Gewicht in Schrott wert.

Selbst für Autos, die nur noch durch Rost und guten Willen zusammengehalten werden, gibt es irgendwo jemanden, der gutes Geld loswerden will. Wer seine Verluste minimieren will, kann seine Rostlaube zum Beispiel versteigern lassen oder online für einen Kasten Bier verscherbeln. Und selbst, wenn am Ende nur noch die Schrottpresse übrig bleibt, gibt es Autoverwerter, die noch ein paar Euro für Ihr Altmetall springen lassen. Wer sich am Hersteller seiner Schrottkarre rächen will, kann sie auch vom Hersteller entsorgen lassen. Seit dem 1. Januar 2007 geht das kostenlos und für alle Baujahre. Viel Spaß mit meinem Altmetall, Herr Müller.

Grund 5: Alte Autos will man am Ende doch nicht gehen lassen.

Egal, wie sehr man sich mit seinem Auto gestritten hat, am Ende wird man doch traurig, wenn man es in die Presse geben muss. All die Kilometer, die Fahrten zum Bewerbungsgespräch oder zu einem ersten Date, verregnete Nächte am Drive-in und lautes Mitgrölen zum Autoradio binden den Fahrer an sein Auto. Vielleicht kann man ja doch die 15 Euro für eine neue Zylinderkopfdichtung ausgeben und ein neues Autoradio wäre doch das ideale Weihnachtsgeschenk? Der Einbau kann so schwer nicht sein, und eigentlich wollte man ja immer schon lernen, Autos zu reparieren. Egal, wie Sie sich entscheiden, ein altes Auto muss nicht immer Spaß machen, aber es kann.

(Bildmaterial: Shutterstock)


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