Auto überführen: So funktioniert‘s!

Was zu beachten ist, wenn ein Pkw auf Reise geht
Mit einem nicht angemeldeten Auto dürfen Sie nicht einfach so durch die Weltgeschichte fahren.
Der Wagen kann die Strecke selbst oder auch kilometersparend auf der Ladefläche eines Transporters zurücklegen. Krivosheev Vitaly/Shutterstock.com
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Einleitung von Berit Hoffmann, Redakteur bei PKW.de 01.08.2018

Wenn Sie ein nicht zugelassenes bzw. abgemeldetes Auto von einem Ort zum anderen bewegen wollen, spricht man auch von einer Autoüberführung. Besonders wenn Autos den Besitzer wechseln, müssen diese überführt werden. Wir erklären Ihnen, was Sie für eine Überführung innerhalb der EU oder auch im Ausland brauchen und wann ein Überführungskennzeichen fällig wird.

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Kfz-Überführung auf einem Transporter

Für die Überführung eines Autos ohne Zulassung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird das Auto mit einem Transporter durch die Gegend gefahren oder es bewältigt die Strecke selber. Bei der Wahl eines Transporters wird Ihr Wagen einfach auf einen Lkw gespannt und los geht‘s. Es gibt mehrere Speditionen, die mit Überführungen verschiedene Extras und ein regelrechtes Wellness-Programm für Sie und Ihr Auto anbieten. So können Sie Ihren Wagen zusätzlich reinigen und den Papierkram bezüglich Versicherungen oder An- und Abmeldung einfach von anderen erledigen lassen.

Der Transport auf fremder Achse lohnt sich je nach Standort des Autos mehr oder weniger. Wenn Sie über die Zeit und Mittel verfügen, Ihr Auto selber zu fahren und überführen, jedoch nicht unnötig Geld aus dem Fenster schmeißen wollen, sollten Sie auf jeden Fall die Kosten und den Aufwand für die Anreise per Flugzeug, Zug oder mit einem weiteren Auto mit dem Preis für einen Transport vergleichen. Wenn Sie allerdings einfach nicht die Zeit haben, um ein Auto quer durch die Weltgeschichte zu fahren, bieten die Transporte eine entspannte und unkomplizierte Alternative. Einige Speditionen bieten auch an, dass ein professioneller Fahrer Ihr Auto für Sie fährt.
Weitere Informationen zum Überführen lassen finden Sie hier.

Eigenständige Überführung

Wenn Ihr Auto die Strecke nicht auf einem Transporter, sondern auf eigener Achse zurücklegen soll, müssen einige Anforderungen erfüllt werden. Das Auto muss fahrtüchtig, seit 2015 auch TÜV-geprüft und mit einem Überführungskennzeichen versehen sein. Der Begriff Überführungskennzeichen umfasst sowohl das Kurzzeitkennzeichen für Strecken innerhalb der EU als auch das Ausfuhrkennzeichen, früher Zoll- oder Exportkennzeichen genannt, das für Überführungen im Ausland genutzt wird.

Das Kurzzeitkennzeichen kann bei der Zulassungsstelle oder im Straßenverkehrsamt für einen Zeitraum von 5 Tagen beantragt werden und erlaubt, dass Ihr Auto auch ohne Zulassung und Anmeldung gefahren werden kann. Neben dem Kurzzeitkennzeichen sollten Sie auch über eine Versicherung verfügen. Wir empfehlen, bei jeder Art der Überführung eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Wenn Sie Ihr Auto aus dem Ausland überführen wollen, reicht das Kurzzeitkennzeichen jedoch nicht aus. Sie benötigen ein Ausfuhrkennzeichen, das Sie ebenfalls beim Straßenverkehrsamt oder der Zulassungsstelle bekommen können. Je nach dem Land, aus dem das Auto kommt bzw. in das die Reise geht, betragen die Kosten 30-50 €. Sie sollten auch hier eine Haftpflichtversicherung abschließen und zusätzlich eine internationale Versichertenkarte (IVK) mitführen, um Ihren Versicherungsschutz international nachweisen zu können. Diese Karte können Sie kostenlos bei Ihrer Versicherung beantragen, wobei anzumerken ist, dass Sie nicht in allen Ländern anerkannt wird. Wir empfehlen Ihnen, sich über die Regelungen in dem jeweiligen Land zu informieren.


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