Der günstige Fahrzeugpreis ist nicht das einzige Kriterium beim Autokauf – die monatlichen Autokosten könnten sehr hoch sein.
Neben dem Anschaffungspreis sollte man beim Kauf auch auf die monatlichen Autokosten achten. kitzcorner / Shutterstock.com

Achtung Autokosten! Passt der Gebrauchtwagen in mein Budget?

Tappen Sie nicht in die Kostenfalle und informieren Sie sich vorher zu laufenden Kosten.

Sie haben Ihren Traumwagen entdeckt, der Preis ist super und Sie möchten direkt zuschlagen? Damit der Kauf des vermeintlich günstigen Gebrauchten nicht in einem finanziellen Fiasko endet, lohnt sich die Recherche zu den monatlichen Autokosten. Wir zeigen Ihnen hier, welche langfristigen Kostenfaktoren man vor dem Kauf beachten sollte.

lukas
von Lukas Thies, Redakteur*in bei PKW.de 25.05.2016

Jetzt günstige Kfz-Angebote auf PKW.de finden

Haben Sie die langfristigen Autokosten im Blick?

Jeder Autokäufer hat sein individuelles Budget – das Augenmerk beim Gebrauchtwagen-Kauf liegt allerdings meistens allein auf dem Anschaffungspreis. Häufig werden die langfristigen Autokosten bei der Budgetkalkulation außer Acht gelassen. Genaueres Hinschauen lohnt sich definitiv, denn was nützt einem der günstige Kaufpreis, wenn die monatlichen Autokosten auf Dauer den Finanzrahmen sprengen. Werfen Sie hier einen Blick auf die verschiedenen Faktoren, aus denen sich die laufenden Autokosten für den Gebrauchtwagen-Unterhalt zusammensetzen:

Treibstoffkosten: Wie viel Sprit schluckt der Neue? Informieren Sie sich zu realitätsnahen Verbrauchsangaben des gewünschten Modells. Junge Gebrauchte sind in der Regel nicht so durstig wie ältere. Ein Diesel kostet in der Anschaffung und bei der Kfz-Steuer mehr, ist jedoch sparsamer im Verbrauch und günstiger an der Zapfsäule.

Wertverlust: Wer sein Auto zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu einem vernünftigen Preis loswerden möchte, sollte auf den Wertverlust achten. Dieser ist vor allem bei Neuwagen in den ersten vier Jahren enorm. Je nach Marke und Modell fällt der Wertverlust unterschiedlich schwer ins Gewicht.

Kfz-Versicherung: Die Autoversicherung ist ein weiterer wichtiger Faktor, den man bei der Autokosten-Kalkulation berücksichtigen sollte. Denn trotz hoher Schadenfreiheitsklasse werden nicht alle Modelle von den Versicherungen gleich eingestuft. Der Grund: Bestimmte Fabrikate werden statistisch gesehen häufiger in Unfälle verwickelt als andere.

Kfz-Steuer: Die Höhe der zu entrichtenden Kfz-Steuer hängt von der Größe des Hubraums, des verwendeten Kraftstoffes sowie der Schadstoffemissionen ab. Ältere Gebrauchtwagen werden häufig aufgrund ihres hohen CO₂-Ausstoßes mit höheren Steuersätzen belegt. Nur teure Nachrüstungen können hier Abhilfe schaffen.

Werkstattkosten: Billig gekauft, teuer repariert – hiervon können viele Käufer ein Lied singen. Informieren Sie sich deshalb schon vorher zu den Wartungs- und Reparaturkosten, die früher oder später auf Sie zukommen werden. Wie hoch sind die Preise für Inspektion, Reparatur und Autoteile für Ihr favorisiertes Modell? Hier gibt es große Unterschiede!

Autopflege und Sonstiges: Kleinvieh macht auch Mist – viele kleine Beträge für unterschiedlichste Dinge, können sich schnell zu einem größeren Kostenblock zusammenläppern. Kosten für Motoröl, Waschstraßenbesuch, ADAC-Mitgliedschaft, An- und Ummeldung oder Stellplatz zählen deshalb ebenfalls zu den Autokosten.

Von A wie Autoversicherung bis Z wie Zulassung – behalten Sie neben dem Kaufpreis die voraussichtlichen Autokosten im Blick. Je nach Fahrzeugmodell können durch unterschiedliche Versicherungseinstufungen, Spritverbrauch oder Wartungskosten ungeahnte Ausgaben auf Sie zukommen. Wenn Sie bereits vor dem Gebrauchtwagen-Kauf die Autokosten berechnen, bleiben Ihnen böse Überraschungen erspart.

Preiswerte Neu- und Gebrauchtwagen jetzt auf PKW.de finden

Die Formel „günstiger Kaufpreis – niedrige Autokosten“ geht nicht immer auf

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein niedriger Anschaffungspreis nicht unbedingt mit niedrigen Unterhaltskosten einhergeht. Rechnen Sie deshalb vorher aus, welche Autokosten langfristig auf Sie zukommen. Gehen Sie dabei Schritt für Schritt die genannten Faktoren durch und ermitteln Sie einen monatlichen Durchschnittswert, um eine gute Übersicht zu erhalten. Erst dann kristallisiert sich heraus, ob der gewünschte Gebrauchtwagen überhaupt ins Budget passt.

(Bildmaterial: ©shutterstock.com/pic-350482739)


Alle Artikel in: Autokauf

Bei denen mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbe- bzw. sog. Affiliate-Verlinkungen. Klicken Sie auf einen solchen Link und kaufen über diesen Link ein, erhalten wir von dem betreffenden Unternehmen hierdurch eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.