21.04.2015

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VW Käfer kaufen – ist der Wolfsburger Klassiker als Oldtimer eine gute Wahl?

Wir sagen Ihnen, worauf Sie sich beim Kauf eines Käfers achten sollten
Der VW Käfer ist als Oldtimer beliebt, der Kauf sollte jedoch nicht unüberlegt erfolgen
©iStock.com/Vwexport1300
sascha
Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 21.04.2015

Der VW Käfer ist in Deutschland einer der beliebtesten Oldtimer. Anfang 2015 waren mehr als 30.000 Käfer mit dem begehrten H-Kennzeichen zugelassen. Wer ein Exemplar dieses Kult-Autos sein Eigen nennen möchte, der sollte aber nicht gleich den Erstbesten nehmen. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich einen VW Käfer kaufen möchten? Wir verraten es Ihnen.

VW Käfer kaufen – hierauf gilt es zu achten!

Der VW Käfer gilt als das Symbol des deutschen Wirtschaftswunders. In Deutschland wurde der Käfer erstmals 1938 gebaut. Mit über 21,5 Millionen Fahrzeugen war der VW Käfer einst das meistverkaufte Automobil der Welt, bevor der VW Golf ihm diesen Rang ablief. Und auch als Oldie ist der Käfer äußerst beliebt.

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Was wenige wissen: Der Käfer wurde in Deutschland letztmalig Mitte 1974 produziert, das Cabrio lief 1980 bei Karmann in Osnabrück zum letzten Mal vom Band. Danach wurde der “Kugel-Porsche“, wie er gern auch bezeichnet wird, nur noch in Brasilien und Mexiko produziert (bis einschließlich 2003). Oldtimer-Fans bevorzugen allerdings den Käfer “made in Germany“ anstelle der Import-Varianten aus Lateinamerika.

Wer sich einen Käfer kaufen möchte, der sucht oft nach einer möglichst unverbastelten Version des Kultautos, denn der Originalzustand ist für viele Liebhaber fast noch wichtiger als der Produktionsort. Doch wer auf der Suche nach einem gebrauchten Exemplar ist, der sollte es ordentlich auf den Prüftstand stellen. Bei den bekannten Schwachstellen sollte man genauer hinsehen, um einen möglichen Blender noch vor dem Kauf zu entlarven.

Markante Roststellen unter die Lupe nehmen

Bereits der Lack gibt einiges über den Pflegezustand eines Wagens preis. Nicht nur diesen sollte man auf Unversehrtheit überprüfen, insbesondere gilt es, die Kotflügel, Türen und Trittbretter zu inspizieren und nach Rost abzusuchen. Auch die Lampentöpfe sollte man bei der Prüfung nicht vernachlässigen, hier lauert ebenfalls Korrosionsgefahr, vor allem wenn die Ablauflöcher verstopft sind. Gerade im unteren Bereich der Tür werden Schäden am Blech gerne mit Spachtelmasse kaschiert. Ebenso sollten Sie alle Ablauflöcher an der Karosserie auf Durchgängigkeit überprüfen sowie beim Auspuff und im Reserveradboden nach Roststellen Ausschau halten. Natürlich sollte auch der Innenraum mit Polster und Himmel in einem guten Zustand sein und weder feucht sein, noch muffig riechen.

Das Herzstück eines Autos ist sein Motor. Wer einen VW Käfer kaufen will, sollte diesen zunächst einer Sichtprüfung unterziehen und schauen, ob er sauber oder ölig ist. Danach empfiehlt es sich, den Boxer-Motor einmal warmlaufen zu lassen und zu hören, ob er ruhig läuft.

Wer nicht so viel Wert auf eine gute Grundsubstanz legt und hier und da gern selbst etwas Hand anlegen möchte, der kann bereits ab rund 3.000 Euro einen ordentlichen, gebrauchten VW Käfer kaufen. Dank einfacher Technik und guter Ersatzteilversorgung werden Schrauberfans hier garantiert glücklich.

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VW Käfer – große Fangemeinde, große Preise

Wer einen soliden VW Käfer kaufen möchte, bei dem er wenig Eigenarbeit hineinstecken muss, der sollte schon etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. Ein gut erhaltener Käfer mit H-Kennzeichen ist kaum unter 5.000 Euro zu haben. Wer neu in die Oldtimer-Riege vorstößt, trifft mit dem VW Käfer garantiert eine gute Kaufentscheidung. Doch die große Zahl der Interessenten lässt auch die Preise für die Fahrzeuge steigen. Vor allem Sondermodelle, wie etwa der auf 3.500 Exemplare limitierte “Gelb-Schwarze Renner” von 1973, können bei gutem Erhaltungszustand bereits weit in den hohen fünfstelligen Euro-Bereich gehen. Echten Fans geht vor allem beim sogenannten “Bretzelkäfer”, der hinten die geteilte Heckscheibe besitzt, das Herz auf. Diese Modelle wurden jedoch nur bis 1953 gebaut und sind heutzutage auf dem Gebrauchtwagen-Markt entsprechend rar gesät.

Oldtimer-Fans, die sich gern den Wind um die Ohren wehen lassen möchten, kommen nicht darum herum, einen VW Käfer Cabrio zu kaufen. Doch die Frischluftversion ist nicht nur begehrt, sondern hat auch ein Manko – sie wurde in überschaubarer Stückzahl produziert. In Deutschland liefen gerade einmal 330.000 Exemplare vom Band, also nicht einmal 2 Prozent der deutschen Gesamt-Produktion (15,8 Millionen Fahrzeuge) des VW Käfers. Entsprechend rar und hoch gehandelt ist das Cabriolet. Für ein unrestauriertes Originalfahrzeug sind Preise von 30.000 Euro und weit mehr keine Seltenheit. Bei solchen Preisen werden auch jene Oldtimer-Fans hellhörig, die ein Fahrzeug mit Wertsteigerungspotenzial suchen. Wer einen Klassiker als Oldtimer kaufen will, macht mit dem Käfer garantiert nichts falsch.


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