Alfa macht Druck

Geplante Modelloffensive beschert neue Power-Benziner
Alfa Romeo 4C und 4C Spider.
Wichtig fürs Alfa-Image: Die Sportwagen 4C und 4C Spider.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 14.04.2015

Köln, 14.04.2015 – Wie bereits die Fiat-Tochter Maserati soll auch Alfa bald schon deutlich wachsen. Derzeit dümpelt die Traditionsmarke mit drei Baureihen im Zulassungstief vor sich hin, trotz ihrer anerkannt schicken Designs. Bis 2018 werden wir allerdings eine deutliche Ausweitung des Baureihen-Angebots erleben. Unter anderem wird dazu das Motorenwerk in Termoli/Italien modernisiert und ausgebaut. Hier sollen künftig bis knapp 500 PS starke Alfa-Motoren entstehen.

Endlich wird also auch die Marke Alfa von den Synergien des Großkonzerns Fiat-Chrysler profitieren, um sich als wieder variantenreicher Anbieter von Premiummodellen einen Namen zu machen. Trotz der mageren Jahre der jüngeren Vergangenheit bietet die Marke Alfa immer noch Strahlkraft, und so könnte der Expansionskurs mit entsprechenden Produkten durchaus erfolgversprechend sein. Selbstredend braucht es dafür auch moderne und potente Benziner. Hier will man aufgeladene hochmoderne Aggregate mit vier und sechs Zylindern anbieten, die ein Leistungsspektrum von knapp unter 200 bis bis knapp unterhalb von 500 PS bieten dürften. Unter anderem wird Alfa den von Ferrari entwickelten und bereits von Maserati genutzten Dreiliter-V6 in modifizierter Form einsetzen.

Job-Motor in gebeutelter Region

Produziert werden sollen die Motoren im süditalienischen Stammwerk in Termoli. In der 1972 gegründeten Motorenfabrik des Fiat-Konzerns soll kurzfristig eine halbe Milliarde Euro in die Modernisierung investiert werden. Neben moderneren Fertigungsanlagen sollen dort auch Forschung und Entwicklung einen Platz haben. Der bereits begonnene Umbau soll in nur wenigen Monaten abgeschlossen sein, entsprechend bald könnte schon die Produktion anlaufen. Für das Jahr 2018 ist ein Ausstoß von 200.000 Aggregaten geplant, was etwa der Hälfte des geplanten Jahresbedarfs entsprechen soll.

Für die Belegschaft in Termoli ist das ganz sicher eine erfreuliche Nachricht. Die für einen Teil der Belegschaft andauernde Kurzarbeit soll enden. Zudem sollen zu den derzeit 2.400 Mitarbeitern noch 50 weitere hinzukommen.

Neben dem Giulietta-Nachfolger plant Fiat zwei neue Mittelklasse-Modelle, zwei SUV-artige Baureihen sowie jeweils einen Nachfolger des 166 sowie einen rassigen Sportwagen. Diese werden übrigens nicht ausschließlich mit Benzinern angeboten, denn weiterhin wird Alfa auch ein breites Spektrum an Dieselmotoren bereithalten.

(Bildmaterial: Alfa Romeo)

Anzeige *

Anzeige *


Weitere Artikel zu diesem Thema

Bei denen mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbe- bzw. sog. Affiliate-Verlinkungen. Klicken Sie auf einen solchen Link und kaufen über diesen Link ein, erhalten wir von dem betreffenden Unternehmen hierdurch eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.