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Wird sich der Automarkt in nächster Zeit verändern? PKW.de klärt auf! Jacek Dylag / unsplash.com

Gibt es bald mehr Luxuswagen als Kleinwagen?

Manche Autohersteller setzen nach der Krise vermehrt auf die Herstellung von Luxusautos als von Kleinwagen.

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von Lena Borrenkott, Redakteur*in bei PKW.de 23.02.2022

Dass die Autoindustrie durch den Halbleitermangel und zusätzlich durch erschwerte Bedingungen wegen Corona zwei schwere Jahre hinter sich hat, ist in aller Munde. Jetzt stellt sich aber die Frage, was daraus resultiert: Wird sich der Automobilmarkt verändern? Und wie steht es überhaupt um die Autoindustrie in diesem Jahr?

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Hat die Krise in der Automobilbranche bald ein Ende?

Die Autoindustrie wurde in den Jahren 2020 und 2021 durch die Coronapandemie und die Chipkrise enorm belastet. Die Produktion konnte wegen Personalmangels und der Schutzmaßnahmen aufgrund von Corona häufig nur sehr viel langsamer stattfinden oder musste zeitweise in manchen Produktionsstätten ganz ausgesetzt werden. Hinzu kamen fehlende Halbleiter, die für die Chipherstellung benötigt werden. Das hat zu weiteren Verzögerungen und Produktionsausfällen in der Autoherstellung gesorgt.

Es stellt sich also natürlich die Frage: Kann sich die Autoindustrie in diesem Jahr wieder erholen? Und was hat es damit auf sich, dass angeblich mehr Luxusautos hergestellt werden sollen und die Herstellung von kleineren Modellen verringert wird?

  1. Erholt sich die Autoindustrie 2022?
  2. Übernehmen Luxusautos den Automarkt?
Die Autoindustrie steckt mitten in einer Krise. Wie soll es weiter gehen? Lionello DelPiccolo / <a href='https://unsplash.com/photos/Dv65oNf9UI4'ref='nofollow'=>Unplash.com</a>
Die Autoindustrie steckt mitten in einer Krise. Wie soll es weiter gehen? Lionello DelPiccolo / Unplash.com

Erholt sich die Autoindustrie 2022?

Die Autoindustrie hat durch Corona und die Halbleiterkrise (lesen Sie hier mehr darüber) in den letzten zwei Jahren stark gelitten. Doch wie wird es dieses Jahr weiter gehen?

In der Autoindustrie wird vorsichtig positiv auf das Jahr 2022 geschaut. Experten gehen davon aus, dass es in der ersten Hälfte des Jahres eine gesteigerte Herstellungsquote geben wird und auch, dass etwas mehr Neuzulassungen verzeichnet werden könnten. Berechnungen zufolge könnte es eine Steigerung von + 8-9 % im Gegensatz zum Vorjahr geben.

Dass die Neuzulassungen zunehmen sollen, ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung für die Autoindustrie, allerdings wird die Nachfrage trotzdem noch größer sein als das Angebot. Genau wie 2021 müssen Personen, die einen Neuwagen kaufen möchten, also mit Auslieferungsverzögerungen rechnen.

Da die Hersteller noch nicht schnell genug Autos produzieren können, um der Nachfrage gerecht zu werden, steuern die Marken immer stärker die Kanäle, in die die Fahrzeuge fließen sollen. Am meisten Fahrzeuge sollen in den Privatsektor gehen. Die firmeneigene Autoflotte erhält oftmals weniger Fahrzeuge als bisher und am meisten wird an der Abgabe an Autovermietungen gespart. Das kommt daher, dass es in dem Autovermietungssektor die meisten Preisnachlässe gibt – und genau diese wollen die Hersteller in dieser Zeit vermeiden. Die Meinungen dazu, ob es 2022 weiterhin Materialengpässe geben soll, gehen auseinander. Die einen gehen davon aus, dass die Engpässe ab der zweiten Jahreshälfte Geschichte sein werden, die anderen jedoch denken, dass es wieder das ganze Jahr über Probleme geben werde.

Audi hat Veränderungen angekündigt und setzt eher auf Luxuswagen.<br/> Audi Q8 55 TFSI quattro Verbrauch: 10,1-11,2l/100km (komb.)*, 230-256g CO2/km, (komb.)* Hostaphoto / <a href='https://unsplash.com/photos/ywlNBiCjebQ'ref='nofollow'=>Unsplash.com</a>
Audi hat Veränderungen angekündigt und setzt eher auf Luxuswagen.
Audi Q8 55 TFSI quattro Verbrauch: 10,1-11,2l/100km (komb.)*, 230-256g CO2/km, (komb.)* Hostaphoto / Unsplash.com

Übernehmen Luxusautos den Automarkt?

Obwohl bekannte deutsche Autohersteller nur einen Bruchteil der Autos herstellen können wie vor den beiden Krisen, können sie gute Zahlen vorweisen. Wie ist das möglich?

Marken wie Audi, Mercedes, BMW etc. haben seit dem Chipmangel ihr Augenmerk auf die Produktion ihrer großen, luxuriösen Automodelle der Marken gerichtet. Denn die Herstellung weniger Luxusautos bringt mehr ein als die Herstellung mehrerer Kleinwagen – und das ist durch die fehlenden Halbleiter nicht mal möglich.

Um also das Gesamtergebnis in dem Unternehmen zu halten, werden lieber die teuren Luxusmodelle produziert. Dazu kommt, dass der Absatzmarkt gerade für diese Fahrzeuge in der Coronazeit gestiegen ist. Die Menschen wollen sich anscheinend in dieser Zeit mal selber etwas gönnen und greifen dann lieber zu den großen Autos als zu kleineren Modellen. Das lässt sich auch an der zur VW Group gehörenden Marke „Lamborghini“ sehen. Sprecher haben nämlich bekannt gegeben, dass sie für dieses Jahr schon beinahe ausverkauft seien.

Audi hat daraus die Konsequenz gezogen, seinen Namen als Premiumautomarke neu aufzustellen und richtet die Produktpalette auch dementsprechend neu aus. Es werden neue Luxusautos entwickelt und die Auswahl erweitert, wohingegen Modelle aus den kleineren Segmenten nicht weiter produziert werden sollen. Dazu zählt zum Beispiel der Kompakt-SUV Q2, der genauso wie der A1 aus dem Sortiment genommen und nicht weiter produziert werden soll.

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Fazit

Die Autoindustrie hat es also auch in diesem Jahr nicht leicht. Denn obwohl die Zahlen der Neuzulassungen schätzungsweise wieder ansteigen können und das Tal somit überwunden wäre, ist der Markt nicht wieder auf dem Stand wie vor Corona und der Halbleiterkrise.

Die Veränderung bei Audi bedeutet ebenfalls, dass der Automobilmarkt durch die Krisen im Wandel steckt. Wir können uns wohl alle auf die neu entwickelten Luxusautos bei Audi freuen! Und trotzdem müssen Sie nicht verzweifeln, wenn Sie eher der Typ Mensch sind, der die kleineren Modelle vorzieht. Es ist noch nicht abzusehen, dass Kleinwagen abgeschafft werden und andere Autohersteller haben noch nicht eine so große Veränderung wie Audi angekündigt.

Es werden aber auch weitere Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt erwartet, da weniger Neuherstellungen auch bedeuten, dass weniger junge gebrauchte Fahrzeuge auf den Markt kommen und es kann weiterhin mit einem Preisanstieg in einigen Fahrzeugklassen gerechnet werden.

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