Viel Neues und was Aberwitziges

Elon Musk kündigt drei neue Modelle und viele Technik-Updates an
Tesla gibt weiter Gas.
Tesla gibt weiter Gas: Drei neue Modelle und bessere Technik folgen bald.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 21.07.2015

Köln, 21.07.2015 – Von Zeit zu Zeit richtet sich Entrepreneur-Superstar Elon Musk mit einer schriftlichen Mitteilung an die Öffentlichkeit, um ein paar Einblicke in die Zukunft von Tesla zu gewähren. In seinem jüngsten Blog-Beitrag kündigt der Elektroauto-Pionier in recht naher Zukunft unter anderem drei neue Baureihen an. Außerdem sollen die Batterien pro Jahr um 5 Prozent an Leistungsfähigkeit zulegen. Heftig: Mit einem aufpreispflichtigen Upgrade erlaubt der Model S 85D ein Aberwitzig-Modus (Ludicrous Mode), der eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 96 in 2,8 Sekunden erlauben soll.

Doch zurück zu den Modellneuheiten: Gut drei Jahre ist es her, dass Tesla mit dem Model X ein rein elektrisch betriebenes SUV-Modell in Aussicht gestellt hat. Es wird nicht nur bei der Ankündigung bleiben. Bereits im September 2015 sollen die ersten Fahrzeuge an Kunden übergeben werden, wie Musk jetzt noch einmal bekräftigte.

Wem der siebensitzige Model X zu groß ist, sollte sich noch ein wenig gedulden. Neben dem SUV plant Tesla als weitere Neuheit noch den 3, ein Modell, welches sich in seinen Abmessungen in der Kompaktklasse eingruppieren soll. Auch hier kündigt Musk einen Marktstart in spätestens zwei Jahren an. Anders als beim Model X gibt es von diesem Modell allerdings noch keine Bilder.

In spätestens vier Jahren will Tesla zudem zurück zu seinen Wurzeln und wieder einen Roadster anbieten. Hier bleibt der amerikanische Autobauer zwar recht unkonkret, doch vermutlich wird es sich dieses Mal nicht um eine Lotus-Konversion, sondern um ein eigenständiges Modell mit vermutlich aberwitzigen Fahrleistungen handeln. Schneller als der Model S 85D im Ludicrous Mode wird er allemal.

Mit dem Tesla Roadster begann die Erfolgsgeschichte von Tesla. Spätestens 2019 soll es einen Nachfolger geben.
Mit dem Tesla Roadster begann die Erfolgsgeschichte von Tesla. Spätestens 2019 soll es einen Nachfolger geben.

Den Ludicrous Mode wird Tesla bereits in wenigen Monaten für sein Model S anbieten – für Neuwagenkunden für 10.000 US-Dollar, für Besitzer eines Model S 85D für 5.000 US-Dollar auch als Nachrüstsatz. Im Kern soll hier eine andere elektrische Absicherung helfen, mehr Leistung abrufbar zu machen. In der Konsequenz soll ein Model S den Standardsprint in gut 3 Sekunden schaffen (bisher 3,3 Sekunden) und die 250 km/h Topspeed 20 Prozent kurzfristiger als das derzeitige Topmodell 85D erreichen. Der Ludicrous Mode (deutsch: Aberwitzig-Modus) ist übrigens eine Anspielung auf den Film Space Balls. In der Star-Wars-Parodie handelt es sich um die ultimative Maximalreisegeschwindigkeit für Raumschiffe.

Als weitere Neuheit hat Musk noch ein Reichweiten-Upgrade angekündigt. Der 85D zeichnet sich durch ein 85 kWh leistendes Batteriepaket aus, welches für 3.000 US-Dollar künftig auch in einer 90-kWh-Version bestellt werden kann, was eine Reichweitenerhöhung um sechs Prozent bietet. Derzeit soll die Reichweite bei 480 Kilometern liegen, künftig sind also über 500 Kilometer möglich. Theoretisch kann man dieses 90-kWh-Paket auch für bereits verkaufte Model S nachrüsten, doch Musk rät interessierten Kunden zur Geduld. Jedes Jahr will man bei Tesla allgemein die Reichweitenkapazität der Batterien um 5 Prozent steigern. In wenigen Jahren werden demnach bereits deutlich attraktivere Batteriepakete als heute verfügbar sein.

Nicht nur die Reichweiten steigen, auch die Haltbarkeit: Laut Musk arbeitet man bei Tesla an einem Antriebsstrang, der eine Million Meilen halten soll, was umgerechnet 1,6 Millionen Kilometern entspricht. Angesicht dieser Nachrichten darf man sich sicher sein: Die E-Mobilität nimmt trotz aller Kritik und Zurückhaltung weiter an Fahrt auf.

(Bildmaterial: Tesla)

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