Auto aufbereiten – darauf müssen Sie achten

Ein Auto aufzubereiten ist viel Arbeit, die sich am Ende aber lohnen kann.

So sieht der Gebrauchtwagen wieder aus wie neu. Autoaufbereitung selbst gemacht: Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Es gibt Situationen, da ist eine Autowäsche einfach nicht genug. Besonders nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens mag dieses besondere Neuwagengefühl einfach nicht so richtig aufkommen. Wenn Sie Ihren Gebrauchten verkaufen wollen oder vor Kurzem einen Gebrauchtwagen gekauft haben, kann sich eine detaillierte Autoreinigung durchaus lohnen. Denn zwischen Karosserie und Innenraum gibt es unzählige Stellen, an denen sich Schmutz ansammeln kann.

Aufbereitung gegen feinsten Schmutz in den Ecken

Autofahrer waschen ihr Auto, Enthusiasten polieren es und echte Liebhaber detaillieren oder supern ihr Auto. Der Begriff Supern kommt aus dem Modellbau und beschreibt die Verbesserung von etwas, das ab Werk schon so gut wie perfekt ist. Ein Auto, das frisch aus der Waschanlage rollt, mag sauber aussehen, aber von einem Neuwagen ist es trotzdem weit entfernt. Kleine Schmutzpartikel bleiben in Rillen zurück. Diese Stellen fallen zwar nicht auf, wenn man nicht nach ihnen sucht, aber der Gesamteindruck leidet trotzdem darunter. Wer also bereit ist, etwas mehr Zeit in die Autopflege zu investieren, der kann auch nach Jahren noch ein Auto fahren, das von einem Neuwagen kaum zu unterscheiden ist.

Auto aufbereiten, Schritt 1: Die Autowäsche

Der erste Schritt sollte aber auch bei der Grundreinigung eine gründliche Autowäsche sein. Achtung: Wer Wert auf Perfektion legt, sollte die großen Waschstraßen tunlichst meiden. Die großen Bürsten nehmen Schmutz und Staub anderer Autos auf und können Mikrokratzer im Lack des eigenen Fahrzeuges verursachen. Die Handwäsche ist die bessere Alternative. Altes Autowachs kann man mit handelsüblichem Spülmittel vom Auto entfernen, wer auf der sicheren Seite sein will, kauft einen Autowachsentferner aus dem Fachhandel. Achtung: Sobald das Wachs nicht mehr auf dem Lack ist, ist die Farbe extrem anfällig für Umwelteinflüsse wie Staub, Vogelkot oder direkte Sonneneinstrahlung.

Auto aufbereiten, Schritt 2: die Feinarbeiten

Der Wagen ist gewaschen, das Wachs ist runter. Zeit zum Polieren also, richtig? Leider nein. Wer sofort mit der Politur loslegt, bekommt spätestens dann Probleme, wenn er den Dreck aus kleinen Rillen holen will. Zu allererst sollte man sich Gedanken machen, an welchen Stellen sich dieser Dreck besonders gerne sammelt. Unter anderem in den Rillen des Emblems, zwischen den Rippen des Kühlergrills oder in den Lücken zwischen den Karosseriepaneelen sollte man zuerst nachsehen. Oft werden in den einschlägigen Internetforen Zahnbürsten zur Bearbeitung dieser neuralgischen Punkte empfohlen. Wer allerdings auf seinem ungeschützten Lack mit einer Zahnbürste herumreibt, bettelt geradezu um ein zerkratztes Auto. Im Fachhandel gibt es spezielle Autopinsel, deren Borsten weicher sind als Autolack und die darum den Lack nicht beschädigen können.

Auto aufbereiten, Schritt 3: polieren für neuen Glanz

Jetzt sollte bereits ein deutlicher Unterschied zu sehen sein. Im nächsten Schritt geht es endlich ans Polieren. Wichtig dabei: Nicht nur der Lack sollte ab und zu einer Politur unterzogen werden, auch stumpf gewordene Scheinwerfer können von solch einer Prozedur profitieren. Klare Scheinwerfer machen einen gewaltigen Unterschied. Außerdem sollten die Felgen und der Motor ebenfalls gereinigt werden. Wenn all diese Arbeiten verrichtet sind, sollte der Lack wieder versiegelt werden. Zumindest außen sollte das Auto jetzt dastehen, als sei es eben erst vom Band gerollt.

Auto aufbereiten, Schritt 4: die inneren Werte

Für die Innenreinigung gelten dieselben Prinzipien: Neuralgische Punkte sind die Auslässe der Klimaanlage, die Rückseite der Bedienelemente und kleine Details wie die Innenseiten der Becherhalter. Eigentlich ganz logisch: Nicht nur Autos sollten immer von oben nach unten gereinigt werden. Niemand will den Staub aus dem Dachhimmel auf dem frisch gereinigten Armaturenbrett sehen.

Autos aufzubereiten ist harte, aber lohnenswerte Arbeit.

Das Supern eines Autos bedeutet eine Menge Arbeit und dauert im besten Fall mehrere Stunden. Allerdings kann sich die mühselige Prozedur durchaus lohnen: Gebrauchtwagen, die brandneu aussehen, lassen sich je nach Wert des Wagens für bis zu 15 Prozent mehr verkaufen. Und wer einen Gebrauchtwagen kauft, kann so trotzdem einen Hauch von Neuwagengefühl genießen.

(Bildmaterial: ©Shutterstock)

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