Anhänger kaufen – was muss ich beachten?

Erfahren Sie hier, weshalb der Anhängerkauf gut bedacht sein sollte
Anhänger kaufen – auf diese Stolperfallen sollten Sie Acht geben.
Bevor Sie einen Anhänger kaufen, sollten Sie zunächst einen Blick in die Zulassungspapiere Ihres Autos werfen.
sascha
Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 24.08.2015

Anhänger sind praktisch: Sei es, um eine Ladung Kaminholz, ein Motorrad oder gleich ein ganzes Boot zu transportieren – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Doch wer einen Anhänger kaufen möchte, der sollte sich zunächst darüber informieren, ob er diesen mit seinem Auto ziehen darf. Unsere Autoexperten geben Tipps zum Anhängerkauf.

Ziehen wirklich jeden Anhänger: Die Gebrauchten Geländewagen auf PKW.de

Welche Kriterien müssen erfüllt sein, wenn ich einen Anhänger kaufen möchte?

Vor dem Kauf eines Anhängers stellt sich natürlich zunächst eine wesentliche Frage: Verfügt das Zugfahrzeug bereits über eine Anhängerkupplung? Falls nicht, müssen Sie bedenken, dass für das Nachrüsten dieser schnell 1.000 bis 2.000 Euro anfallen können. Übrigens: Mit der Montage einer Anhängerkupplung sollten Sie unbedingt eine Fachwerkstatt betrauen, da ein Eingriff in die Bordelektrik erforderlich ist. Das Ab- und Ankuppeln erfolgt dagegen in den überwiegenden Fällen mühelos. So sind die meisten Anhänger, die man für den Freizeitbereich kaufen kann, mit einfachen Kugelkupplungen sowie leicht zu montierenden Steckverbindungen für Blinker und Bremslichter ausgestattet.

Ob als reiner Transportanhänger oder sogar als Wohnwagen, die Wahl des richtigen Anhängers hängt nicht nur vom gewünschten Einsatz, sondern auch vom Zugfahrzeug ab. Insofern sollten Sie vor dem Kauf des Anhängers klären, wie viel Anhängelast mit dem Fahrzeug maximal bewegt werden darf. Informationen über die jeweils mögliche Anhängelast des Kfz finden Fahrzeughalter in ihren Zulassungspapieren. Ein Eintrag in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 gibt zudem Auskunft darüber, wie viel gebremste oder ungebremste Kilogramm man ziehen darf.

Wer etwa einen Anhänger kaufen möchte, mit dem er kleinere bis größere Gegenstände transportieren kann, dem bieten Anhänger bis 750 Kilogramm zulässige Gesamtmasse eine gute Lösung, da diese mit dem Führerschein der Klasse B gezogen werden dürfen. Bei einem Leergewicht von etwa 150 kg besitzen die Anhänger eine Nutzlast von rund 600 kg. Auch Anhänger mit einer zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 750 kg dürfen mit dem normalen Auto-Führerschein gezogen werden, wenn die Summe der zulässigen Gesamtmasse von Zugfahrzeug, Anhänger und Ladung maximal 3.500 kg beträgt.

Anhänger mit Zwillingsachse sind gegenüber einem Einachser oftmals die bessere Wahl. Zwar kosten sie etwas mehr, dafür sind sie in aller Regel einfacher zu manövrieren und die Pendelneigung ist geringer, sodass sie bei Fahrt nicht so schnell ins Schlingern geraten. Darüber hinaus ist die Zuladung bei einem Doppelachser meist etwas höher, da sich die Last auf vier Reifen verteilt.

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Achtung bei gebrauchten Anhängern!

Vorsicht gilt es zu walten, wenn Sie einen Anhänger gebraucht kaufen. Im Vergleich zum Neukauf kann man zwar Geld sparen, doch ist ein Anhänger nicht verkehrstüchtig, können hohe Reparaturkosten anfallen. Daher sollte man einen gebrauchten Anhänger zunächst intensiv begutachten und kontrollieren, ob dieser noch eine gültige TÜV-Plakette besitzt. Denn auch ein Anhänger muss alle zwei Jahre zur technischen Hauptuntersuchung vorgeführt werden!

Achten Sie zudem auf das Alter und den Zustand der Reifen. Auch Rost oder Löcher auf der Ladefläche oder an tragenden Teilen können die Fahrsicherheit gefährden. Schauen Sie sich bei einem Anhänger mit Plane auch den Überzug sorgfältig an. Dieser sollte möglichst keine Risse aufweisen, da die Plane während der Fahrt an solchen Sollbruchstellen aufreißen kann.

(Bildmaterial: Dekra)


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