Wann muss ich für mein Auto eine Umweltplakette kaufen?

Für wen die Feinstaubplakette verpflichtend ist und wo man sie ordern kann, erfahren Sie hier
Die Regelungen für die Umweltzonen werden zunehmend verschärft. Daher ist es ratsam, eine Umweltplakette zu kaufen.
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Einleitung von Sascha Nendza, Redakteur bei PKW.de 24.04.2015

Autofahrer aufgepasst! In den meisten deutschen Städten ist seit 2015 die Einfahrt nur noch mit grüner Umweltplakette gestattet. Wo es sie zu kaufen gibt und was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Umweltplakette kaufen – was muss ich beachten?

Seit 2008 gibt es in Deutschland die Feinstaubverordnung, die die Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffoxid und Feinstaub festlegt. Um die Luftqualität zu gewährleisten, dürfen Städte und Gemeinden so genannte Verkehrsverbotszonen einrichten, die Kfz mit einem hohen Schadstoff-Ausstoß die Einfahrt untersagen. Die auch als Umweltzonen bezeichneten Bereiche sind insbesondere in Innenstädten und Ballungszentren vorzufinden und mit einem amtlichen Verkehrszeichen gekennzeichnet.

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In Deutschland gibt es bereits rund 80 Städte, die eine Umweltzone eingeführt haben. Über den Sinn und Nutzen dieser Umweltzonen kann man als Autofahrer geteilter Meinung sein, Fakt ist, jedes Fahrzeug, welches sich innerhalb einer festgelegten Umweltzone bewegt, benötigt die entsprechend vorgeschriebene Feinstaubplakette.

Bei Verstoß droht Bußgeld

Autofahrer, die ihre Fahrzeug in einer dieser Zonen bewegen und abstellen, müssen eine Umweltplakette kaufen und diese von außen gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe anbringen. Insgesamt gibt es vier Schadstoffgruppen, die durch verschiedenfarbige Aufkleber gekennzeichnet sind. Neben einer grünen Feinstaubplakette (Schadstoffklasse 4), die für Kfz mit geringem Partikel- bzw. Schadstoffausstoß erteilt wird, gibt es eine gelbe sowie eine rote Plakette (Klasse 3 und 2). Letztere gelten insbesondere für Dieselfahrzeuge mit erhöhten Emissionswerten. Für die Schadstoffklasse 1 wird im Übrigen keine Plakette erteilt.

Und in diesem Jahr haben sich die Kriterien vieler Umweltzonen nochmals verschärft. Für jene Autofahrer, die mit roter oder gelber Plakette unterwegs sind, wird es nun eng. Die meisten Verkehrsverbotszonen erteilen seit 2015 nur noch Fahrzeugen mit der grünen Umweltplakette die Genehmigung zur Einfahrt. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld von 80 Euro rechnen. Und auch das Parken mit ungültiger Plakette in der Umweltzone wird als Ordnungswidrigkeit gewertet.

Daher ist es empfehlenswert, die grüne Umweltplakette zu kaufen, vorausgesetzt der Wagen erfüllt die dafür nötigen Bedingungen. Es gibt aber auch Fahrzeuge, die von einer Feinstaubplakette ausgenommen sind: Hierzu gehören neben Elektromobilen unter anderen land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge sowie Oldtimer, die ein H-Kennzeichen führen.

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Hier bekommt man die Umweltplakette zu kaufen

Die Umweltplakette gibt es an verschiedenen Stellen zu kaufen. Dazu ist in der Regel die Zulassungsbescheinigung Teil 1 zur Vorlage erforderlich. Am einfachsten ist es, wenn man Sie direkt beim TÜV oder bei der Zulassungsbehörde kauft. In einigen Großstädten kann man sie auch online bei der Verwaltung bestellen, hierzu zählen unter anderen Köln, München und Berlin. Auch an vielen Tankstellen kann man inzwischen eine Umweltplakette kaufen. Die Kosten für die Plakette liegen zwischen 5 und 8 Euro. Auf dem Aufkleber muss das amtliche Kennzeichen des Wagens vermerkt sein. Wird das Fahrzeug umgemeldet und bekommt ein anderes Kennzeichen, gilt es schnell für Ersatz zu sorgen.

Übrigens: Sie sind nicht zum Erwerb einer Umweltplakette verpflichtet. Die Einfahrt in eine der Umweltzonen berechtigt allerdings nur eine gültige Plakette!


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