Ein Auto zum Abheben

Chryslers Tuning-Tochter Mopar bietet neues Drag Pak für den Dodge Challenger
Mopar Drag Pak für Dodge Challenger Modelljahr 2016.
Nichts für Feingeister: Der Dodge Challenger mit Drag Pak von Mopar bringt Reifen mit Leichtigkeit zum Wimmern.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 01.07.2015

Köln, 01.07.2015 – Die Viertelmeile hat es den Amis angetan. Bei sogenannten Drag Races wird ausgefochten, wer die 400-Meter-Distanz am schnellsten bewältigt. Was in den USA in der Nachkriegszeit zunächst in Form von illegalen Ampelrennen ausgetragen wurde, ist längst zum großen Publikums-Spektakel geworden, bei dem es manches Mal dramatisch zugeht, wie diverse Crash-Videos auf YouTube zeigen. Wer Lust hat, in ähnlicher Weise einmal abzuheben, kann einen fertigen Drag Racer auch direkt beim Hersteller kaufen. Chryslers Tuning-Tochter Mopar bietet zum Beispiel ab sofort ein neues Paket für den Dodge Challenger an, welches eine Straßenzulassung allerdings ausschließt.

Wer also zufällig eine Landebahn in seinem Vorgarten und zudem lärmtolerante Nachbarn hat, könnte sich das Mopar Drag Pak Challenger zulegen und die mächtigen Hinterräder nur so zum Spaß zum Qualmen bringen. Klingt gut? Dann haben Sie lediglich noch die Qual der Wahl, denn Mopar bietet mehrere Varianten und Optionen an.

Interessiert sich nicht für Rauchverbote: Dodge Challenger mit Mopar Drag Pak.
Interessiert sich nicht für Rauchverbote: Dodge Challenger mit Mopar Drag Pak.

Los geht es bei der Wahl der Motoren, denn neben einem kompressorgeladenen 5,8-Liter-HEMI-V8 der dritten Generation gibt es noch eine technisch einfacher konstruierte 7,0-Liter-V8-HEMI-Maschine. Bei Mopar kann man die Maschinen besonders scharf oder sogar extrem scharf machen lassen. Nockenwellen, Kurbelwellen oder die Zylinder werden auf die besonderen Anforderungen des 400-Meter-Sprints angepasst. Ebenso sorgt ein spezielles Automatikgetriebe für besonders kurzweilige Gangwechsel. PS-Zahlen werden keine genannt, denn eigentlich liegt es am Kunden, wieviel er seinem Auto, sich und seiner Geldbörse zumuten will.

Schafft Platz für den Kompressor: Die Hutze auf der Motorhaube des Dodge Challenger Drag Pak.
Schafft Platz für den Kompressor: Die Hutze auf der Motorhaube des Dodge Challenger Drag Pak.

Wichtig bei der in jedem Fall überbordenden Kraft ist eine Anpassung des Fahrwerks. Augenscheinlich sind die mächtigen Slicks, die an der Hinterachse besonders groß und breit ausfallen dürfen. Auch die gesamte Aufhängung wurde ausgetauscht, damit ein hohes Maß an Stabilität bei Schnellstarts und hohen Geschwindigkeiten gewährleistet wird. Komfortansprüche bleiben bei dem einstellbaren Fahrwerk auf der Strecke.

Optimiert für den Raketenstart: Der Schalthebel im Dodge Challenger Drag Pak.
Optimiert für den Raketenstart: Der Schalthebel im Dodge Challenger Drag Pak.

Auch der Innenraum wurde auf den sehr speziellen Einsatz hin angepasst. Hier gibt es eine Digitalanzeige statt des klassischen Kombiinstruments. Ebenfalls neu ist ein spezieller Gangwahlhebel mit rotem Knopf für die Rennautomatik. Außerdem wurde der Innenraum mit einem Sicherheitskäfig verstärkt. Auch wenn es bei Drag-Rennen nur für ein kurzes Stück geradeaus geht, sind diese alles andere als ungefährlich.

Fahrwerte für den Dodge Challenger mit Drag Pak nennt der Hersteller nicht.
Fahrwerte für den Dodge Challenger mit Drag Pak nennt der Hersteller nicht.

Und ganz billig ist der Spaß leider auch nicht: Umgerechnet 89.400 Euro verlangt Mopar für die Version mit großem Saugmotor, rund 98.000 Euro sind es für die Variante mit Kompressor. Für ein Auto, welches auf eine 400 Meter kurze Geradeausfahrt hin optimiert wurde, ist das eine Menge Geld.

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(Bildmaterial: Dodge)


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