Cool oder krank?

BMW-Fahrer dreht Pirouetten in der Tabuzone
Driften in der Tabuzone.
Driften in der Tabuzone: BMW-Fahrer traut sich mehr als tolerierbar.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 11.05.2015

Köln, 11.05.2015 – 360-Grad-Pirouetten mit dem Auto sind was Feines, wenn man sie (a) beherrscht, und man sie (b) auf abgesperrtem Terrain auf den Asphalt zaubert. Der Drift-Künstler in diesem Video erfüllt zumindest Bedingung (a), in Hinblick auf Bedingung (b) dürfte diese Showeinlage selbst Leute mit geringem Sicherheitsbewusstsein ins Grübeln bringen. So sehenswert das Spektakel ist: Vom Nachmachen muss man dringend abraten.

Die Voraussetzungen für dieses Donut-Spektakel sind hingegen perfekt: Ein BMW 3er mit etwas Dampf unter der Haube und der Querfahr-Zutat in Form eines reinen Heckantriebs trifft auf eine große Asphaltfläche, die ob ihrer glänzenden Oberfläche einen niedrigen Reibwert verspricht – ein starker Lenkeinschlag und ein beherzter wie gefühlvoller Tritt aufs Gaspedal reichen hier für einen kessen Schlenker um die eigene Hochachse.

 

Dass man unter solchen Voraussetzungen gerne das Heck mal ein wenig raushängen lässt, ist mehr als verständlich. Allerdings befindet sich die Driftfläche mitten auf einem dicht befahrenen Verkehrskreisel. Und damit bewegt sich das zwar von Könnerhand geführte Kamikaze-Kunststück leider außerhalb jeglicher Tolerierbarkeit. Insofern ist diese Showeinlage mindestens so kühn wie hirnrissig.

(Bildmaterial: Screenshot Youtube)


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